Nachdem die ganzen #Aufkreischkampagnen ja allesamt in die Hose gegangen sind, Feministinnen aber ihren Skandal brauchen, machte man nun einen neuen Anlauf.

Im Zuge der geplanten Anschaffung von Frauenabteilen bei einigen Zügen, sprang man auf ebendiese mit auf und kreierte eine neue Empörungskampagne der Betroffenen, die ganz klar darlegen sollte, warum dieser Unfug eben nicht so unnötig ist, wie diese, für die in der Überschrift genannte Personengruppe, welche man auch als den bösen Weißen Mann umschreiben könnte.

Dabei ging man diesmal (in Abstimmung mit den Medien) etwas fokussierter vor und startete einen neuen Hashtag, der die brutale Unterdrückung von Frauen in Zügen glasklar aufzeigen sollte. Denn nach den ganzen & vielen Misserfolgen der vergangenen Wochen, musste eine neue ‚Twitter-Bombe‘ nun endlich mal wieder funktionieren.

Frauen steigen in einen Regionalexpress

Inwiefern man da vorging, hat das Blog „Genderama“ über den Wirkprozess von Medien, Twitterempörten und feministischen Journalistinnen mal glasklar unter Punkt 1. aufgezeigt:

„1. „Die Propagandakompanie hat aus #ausnahmslos gelernt und diesmal bis zur Veröffentlichung der Feministinnen-PR gewartet“ kommentiert Don Alphonso den bemerkenswerten Umstand, dass bereits kurz nach dem Start einer feministischen Twitter-Kampagne Hurrarufe darüber in Medien wie Spiegel Online, Stern und der Huffington Post erscheinen: diesmal eben nicht zeitgleich, wie bei #ausnahmslos, sondern mit geringfügiger Verzögerung, um die Glaubwürdigkeit nicht komplett zu verspielen.

Aufhänger der neuen Kampagne, deren Kritiker – da sind sich die Leitmedien mal wieder einig – ganz furchtbar gemein sind, sind die geplanten Zugabteile nur für Frauen. Dafür, dass der Wunsch danach nicht ganz so sexistisch und egoman wirkt, soll der Hashtag #imzugpassiert sorgen, dessen Ziel darin besteht, sexuelle Belästigung in der Deutschen Bahn allgegenwärtig erscheinen zu lassen. Natürlich liegt hier der Einwand nahe, dass im öffentlichen Reiseverkehr Menschen beiderlei Geschlechts Zumutungen von anderen Menschen beiderlei Geschlechts ausgesetzt sind, aber wer darauf aufmerksam macht, ist natürlich ein „Hetzer“ (Spiegel Online), ein „Unmensch“ und eine „Fließamöbe“ (Huffington Post) oder ein „Idiot“ (Stern). Berechtigte Einwände gegen die feministische Kampagne kommen in den Artikeln darüber schlichtweg nicht vor. Hier können sich feministische Narzisstinnen der Unterstützung ihrer journalistischen Sänftenträgerinnen sicher sein.

Da die Bloggerin und Psychotherapeutin Erzählmirnix nach Ansicht von so manchem Gestörten auch voll frauenfeindlich ist, hat sie diesem Irrsinn einen neuen Comic gewidmet.

Fürs Protokoll: Die Publizistinnen, die den Sinn ihres Berufs statt in seriös-neutralem Journalismus darin erkennen, eine Ideologie propagandistisch zu stützen, heißen Susanne Baller (Stern), Britta Kollenbroich, Anne-Katrin Schade und Katherine Rydlink (Spiegel Online) und Gunda Windmüller (Huffington Post). Ich finde das Auflisten solcher Namen immer hilfreich, weil man dadurch zukünftig auch bei Artkeln, die nicht derart leicht als Propaganda zu durchschauen sind, schnell weiß, aus welcher Richtung der Wind hier weht.“

(Mit Dank an Arne Hoffmann für die Freigabe des kompletten Inhalts)

Das motivierte die Aktivistinnen nun natürlich, jetzt erst mal so richtig loszulegen und wieder den nächsten Rohrkrepierer hinzulegen. Denn mitnichten schlug ihr Hashtag ein, wie eine Bombe, sondern ging wieder nach hinten los, wenn auch die „Berliner Zeitung“ in Form von Melanie Reinsch sich folgendes zusammenfabulierte:

„Die hohe Anzahl an sexueller Belästigung in Zügen wird durch den Hashtag #imzugpassiert verdeutlicht.“

Aha – das zeigt sich also wodurch, Frau Reinsch? Etwa durch die unreflektierte Übernahme von Behauptungen, wie sie auch andere Zeitungen aufstellten, dass das erst mal so wahr sein müsse?

NEIN – IST ES NICHT

Da unsere hochkompetenten Medien ja heutzutage alles mögliche machen, aber sicherlich nicht mal mehr im Ansatz zu recherchieren, mussten das wohl Andere machen. In diesem Fall hat „sjw-watch“ das mal übernommen und sich mit den Inhalten der Tweets beschäftigt. Das Ergebnis ist etwas anderes, als das und wie es von den Medien präsentiert wird:

„Wir haben uns den Hashtag mal angeguckt, was sonst offenbar kein Journalist getan hat: Berichte über sexuelle Belästigung fanden wir kaum. Unter dem Hashtag, unter dem über sexuelle Belästigung berichtet wird, hatten wir zuerst sogar Mühe, auch nur einen Tweet über Belästigung zu finden.

Insgesamt fanden wir keine 50 seriösen Tweets zum Thema. Alleine in den letzten 12 Stunden gab es nur einen einzigen echten Tweet zum Thema, sonst ausschließlich Streitigkeiten und Lästereien zwischen verschiedenen Gruppen von Twitterern. Ist das wirklich ein wichtiger Hashtag oder wichtiger Netz-Aktivismus? 50 Leute? Jede Chemtrail-Demo in einer beliebigen Kleinstadt hat mehr Besucher.

Dazu kommen recht glaubhafte Berichte, dass die wenigen Tweets über Belästigung, die unter dem Hashtag zu finden sind, auch noch zum Teil Fakes sind.“

Tja, blöd gelaufen, werte Empörtinnenriege, die nicht mal in der Lage ist, die vorhandene Quellen auch nur im Ansatz zu eruieren! Aber anstatt sich peinlich berührt und ertappt zurückzuziehen, wird es wohl unisono die nächsten Tage so weitergehen. Tenor: Ganz dolle der Schutzräume bedürftig.

Was, wenn nun aber wieder ein Flop entstanden ist, wie es sich sukzessive abzeichnet; was wenn der ganze Schmonzes wieder in die Hose geht und kein Grimme-Institut mit dem gleichnamigen Preis wedelt? Keine Angst, Emannzer hilft:

ALTERNATIVEN

Man muss ja die Grundidee nicht aufgeben. Es bedarf nur minimaler Änderungen des Suffixes und schon hat man die neuesten Mechanismen via Gezwitscher zur Hand und kann nun geist- und sinnlos weiter Benachteiligungen und Sexuelle Belästigungen konstruieren. Hier nun ein paar Vorschläge:

#imzugrasiert – Was passiert, wenn sich der Wagon ruckelnd in die Kurve bei 120 km/h legt und die Beine im WC abrassiv epiliert werden müssen.

#imzugmassiert – Wenn der freche Bengel hinter einem seine Beine in die eigene Rückenlehne drückt.

# imzugfrisiert – Beim Toupieren hat der Fahrtwind die Haare zerzaust. Beispiele dafür, weshalb der Wind brutal patriarchal ist.

#imzugposiert – Warum Selfies im Abteil immer verwackeln, nur weil der unterdrückerische Fahrer gerade abbremst.

#imzugfrustriert – Keiner spricht sie an und weshalb Sie das unverschämt findet, da nun keine Skandalisierung möchlich ist.

#imzugblamiert – Weshalb der Hashtag schon wieder in den eigenen Schlüpfer gegangen ist.

Sicherlich kann man das noch ausbauen: „Ich wurde beim Schwarzfahren erwischt und ein Bezirzen des fies grinsenden Schaffners bewahrte mich dennoch nicht vor einem Bußgeld“: #imzugpossiert

„Mein Fernstudium erwies sich als Fehlinvestition, da ich meine Unterlagen vor der Abfahrt habe liegenlassen – am Bahnhof“: #imzugstudiert

„Warum der von Männern konstruierte Sitz mich nach der Ankunft im Zielbahnhof ob des imaginierten Sicherheitsgurtes nicht freiließ“: #imzugfixiert

„Der Zug war komplett überfüllt und ich wurde gezwungen, unter Horden von zwei Männern stehend auszuharren und nur ja aufzupassen“: #imzugpressiert

Man könnte das nun noch gerne weiterspielen und dafür gibt es u.a. ja einen Kommentarbereich hier. Da gibt es sicherlich noch viele kreative und einige  konstruktive Ansätze, um den Mädels aus der Ecke Jasna Strick, Anne Wizorek,  Anke Domscheit-Berg und einer Anna Lena Bankel mal ein wenig auf die Sprünge zu helfen …

RESUMÉE

Aber, Spaß beiseite, die Sache ist im Grunde todernst. Denn solche Kampagnen zerstören sukzessive die Gesellschaft und die Medien machen auch noch – wider besseres Wissen mit – bei dieser Opfermasquerade.

Was dabei aber grundsätzlich vergessen wird, ist, dass wesentlich mehr Männer Opfer von Übergriffen werden, als es Frauen seit Jahrzehnten widerfährt. Dieses zu ignorieren ist natürlich eins: Hochgradig peinlich!

Und, wenn man es schon als Selbstverständlichkeit voraussetzt, dass es für Frauen Schutzzonen geben muss, dann sei die Frage gestattet, warum diese Tugend-Furien nicht eingeschritten sind, als ein Rasurshop nur für Männer auftrat und demoliert wurde (Hintergründe beim Klick aufs Bild):

http://www.aachener-nachrichten.de/polopoly_fs/1.1242958.1449580598!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/zva_quer_540/image.jpg


Credits gehen an Arne, der das Thema hier und da weiterverfolgt hat. Danke.
„Genderwahn-CH“ stellte mal die ganze Chronologie und Zusammenhänge dar:

„Für mich ist definitiv klar: Diese Aktion war geplant und orchestriert inklusive Medien und Politik. Welche Medien und Politiker durch welche Verbindung und mit welcher Rolle nun involviert sind, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur die Fakten prüfen, die öffentlich zugänglich sind und die sprechen bereits eine fatale Sprache.“

„DeLiF, deutsches Liberales Forum“ zum Thema &  jeweiligen Protagonistinnen:

„Widerspruch ist also im deutschen Feminismus immer normaler; konnten sich die schlimmsten Entgleisungen des deutschen «Feminismus» bisher auf einen Burgfrieden und eine Nibelungentreue der schweigenden Mehrheit deutscher Frauen verlassen“

Und der „Stapel Chips“ holt nicht das Popcorn, sondern schreibt fundierte Kritik:

„Diese feministischen Hashtags und diese feministische Meinungsmache schadet Menschen. Es wird ein sehr einfaches Weltbild geschaffen, dass den Nuancen der Realität nicht gerecht wird.

[..] Die Bildzeitung zitiert mich mit „Das Hashtag #imzugpassiert macht deutlich, wie nervig Feminismus ist und das man die Schnauze voll von Frau=Opfer hat”

Der Blogger „Luisman“ haut in eine ähnliche Kerbe bezüglich dieses Geschreis:

„Wir haben ja sonst keine Probleme – und sollte sich jemand gewundert haben warum Leute wie ich sagen, dass Feministen nur Probleme machen, das ist der Grund. Die erzeugen ein Problem wo vorher gar keines war und fokussieren das Medieninteresse darauf, da sie mit den real existierenden Problemen nicht umgehen können.“

Und „Tante Jay“, „Was alles so im Zug passiert“: „Mensch Mädels, ihr nervt„!

Sidekick vom Asemann-Blog über Ignoranz bei „#TüpischTüpen und die Presse

„Wie kommt es, dass bei „#imzugpassiert“ nach wenigen Tweets mehrere große Medien berichtet haben, aber bei „#TüpischTüpen“ nach tausenden Tweets kein einziges?“

Die Frage ist berechtigt: Wie kommt es?

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