Man(n) fasst es nicht!

Eine abgegrochene Studentin versucht in kindlich naiver und retardierter Sprache, den Widerstand aufzubauen, den sie Anderen vorwirft. Und ihr allergrößtes Anliegen scheint wohl zu sein, die Polarisierung der beiden (wir haben aktuell 27 davon) Geschlechter voran zu treiben.

Und ein, für mich mal renomierter Verlag, genannt „Fischer“, ist sich nicht zu schade, diese Kindertagebucheinträge eines Mädchens, jenseits der 30 und diesseits der weiteren Frontenbildung zu veröffentlichen.

Das Ganze garniert im Einband, welcher nicht nur mich, nach der Lektüre via Google-Books, entfernt an ein Symbol erinnert, das man in Deutschland nicht mehr (und zurecht) zeigen darf. Frau W. (nein, dass meint nicht Emma Watson, sondern Anne Wizorek), legt ein Leitbild an den Tag, welches nicht nur entfernt an dunkelste Zeiten erinnert.

Sie fordert, sozusagen, als ‚Feministische Beobachterin‘ einen Tribut, also eine Zensur und ein Mundtodmachen anderer Gedanken für diejenigen, welche ihr nicht so genehm sind. Gleichzeitig legt sie dabei auch ihre Pläne offen:

Wizorek im O-Ton: „Solche Attacken sollen die Betreffenden zum Schweigen bringen. Ziel ist, sie mit so viel Hass zu überschütten, dass sie es am Ende bereuen, sich öffentlich geäußert zu haben.“

Wohlgemerkt: Sie spricht dabei über ihre Intention und den Umgang mit Kritikern. Und gleichzeitig sieht sie diese so:

„ich halte die nazi- und masku-mobs im internet übrigens
für die größere freiheitseinschränkung im internet als die nsa-überwachung.“

Gut, Groß- und Kleinschreibung ist nicht so ihr Ding. Allerdings wird es wesentlich gravierender, wenn sie Menschen das Folgende unterstellt:

„Männer würden sich auf allen Kanälen zusammenrotten und einen lauten Dauersturm an Hass, Drohungen und Lügen veranstalten“

Nun ja, dass mag ihre Meinung sein – und ich wache sicherlich jeden Tag mit Schaum vor dem Mund auf; nur wenn ich nur das Wort „Feminismus“ höre. Allerdings denke ich, dass es Frau Wizorek vice versa (Mann versus ‚Dame‘) ebenso gehen wird. Mit einem, aber sehr kleinem & feinem Unterschied: Ich trinke morgens meinen Kaffee und helfe der netten Nachbarin nebenan die Treppe herunter.

Sowas passt natürlich nicht in Frau Wizoreks ‚Filterbubble‘ oder ihrem „#aufschrei“ -Gequietsche in diesem Twitter-Universum, welches ich gerne mit der Kreischerei einiger dauerempört verwöhnten Frauen assoziiere.

Und insofern verwundern solche Aussagen von ihr mich nun auch nicht mehr:

 
Was ist „Freiheit statt Angst“ wert, wenn es nur um die Freiheit von
weißen Chaos-Computer-Nerds geht und eindeutige Probleme wie
Online-Misogynie komplett ausgeklammert werden? Was ist das
für ein Freiheitsbegriff? (Anne Wizorek im Interview mit der FR)

Tja – was denn nun, Ännchen von Tharau?

– Männer trotten
– Frauen ‚rotten‘
– und Anne will?

Solch eine Durcheinander -in dieser komprimierten Form? Das ist schon recht  interessant – und geht weit über ein s.g. Double-Bind hinaus! Zusammengefasst und platt formuliert: Halt den Mund – sonst machen ‚wir‘ dich fertig!

Nachdem dieser Größenwahn nun also geklärt ist, weiß ich auch, wie Frau Wizorek „Freiheit“ (für sich) definiert:

– In ihrem Sinne:geschlechtereinränkend – und polarisierend. Früher nannte man das „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“. Heute kann man das, weiblich formuliert, auf einen Namen reduzieren:

#Anne Wizorek (und #amazongate)

Hintergrundinfos findet man: hier & hier

(mit vielen und lesenswerten Links,

speziell zur ‚Aufrührerin‘ der Fakes)


Nachtrag: Im Blog „Geschlechterallerlei“ setzt sich „evilmichi“ wesentlich differenzierter mit dem Thema Kommunikation auseinander, als es eine A.W. jemals schaffen dürfte.

Auch nett zu lesen, wie Sascha Pallenberg ihr Buch betrachtet und resümiert:

„Vorurteile habe ich, ja und die basieren auf der Art und Weise wie Anne Wizorek sogar versuchte zukuenftige Auftritte von mir auf Konferenzen zu unterbinden, zum Boykott aufzurufen und damit zeigt, wie sehr diese Szene zum Dialog bereit ist.“

Halelujah, ‚Häsin Cäsar‘ (man vergleiche es mit dem Eingangsbild weiter oben)
– mit übrgens & recht lesenswerten Kommentaren via des verlinkten Fotos.

Ergänzung: Schoppe (man-tau) schreibt lesenswert über „Hass und Zensur
„Offene Flanke“ sinniert folgerichtig über „Wenn schlechter Stil System hat
Geschlechterallerlei, Graublau, nimmt sich „Zwei perfide Stellen im Buch vor

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