… do it yeah yeah yeah – so lautete mal ein Lied aus dem vergangenem Jahrhundert, und dürfte manch einem als Melodie ggf. bekannt sein.

Leider findet sich aktuell und aus verständlichen Gründen via Internet-Suche nicht das Original, weder als Video, noch als Sound-File. Aber ich bin mir fast sicher, dass dieser Song Pate bei Matt Taylor stand für diese Mission.

Ein Mann also, der 10 Jahr (mit)plante, und 10 Jahre eines der ehrgeizigsten Projekte nach der Mondlandung in den 60ern und 70ern betreute, welches ein Ziel hatte:

Ein Staubkorn in der Stratosphäre mit der Zwille zu treffen. (Ich wähle dieses (simplifizierte Beispiel) um die Leistung dieses Wissenschaftlers greifbarer zu machen)

Eine kleine Raumsonde mit separatem Lande-Modul sollte einen Meteoriten der Größe Paris treffen und analysieren, welcher 500 Millionen Kilometer entfernt mit weit über 20-facher Schallgeschwindigkeit durch unser Sonnensystem rast. Und das Ganze mit nur einem Schussversuch. Und es hat geklappt!

Nur machte er einen ‚Fehler‘, er trug zum diesbezüglichen Interview das politisch inkorrekte Shirt (Hemd):

Matt Taylor

Und damit zum „no no no“, welches auch in dem oben zitiertem Lied vorkommt. Denn die ideologische Feminismus-Blase, welche die Leistung unter dem Hemd wahrscheinlich nicht mal im Ansatz begriffen hat, kollabierte förmlich.

Lucas Schoppe schrieb dazu auf „man-tau“ einen bemerkenswerten Artikel:

Im Orbit um den eigenen Hintern
Wie man um sich selbst kreist und dabei Widerlinge produziert

.. Statt seiner Beteiligung an einer gigantischen Leistung stand nun plötzlich Taylors Verletzung der Kleiderordnung im Mittelpunkt. Er erschien vor den Kameras in einem Hemd, das eine Freundin ihm maßgeschneidert hatte   – und auf dem erotisch gekleidete Frauen zu sehen waren.

„Es interessiert mich nicht, ob Du eine Sonde auf einem Kometen gelandet hast – Dein Hemd ist sexistisch und ausgrenzend“

..  Dieselbe anmaßende Komplexitätsverachtung findet sich auch in der anti-religiösen Aktion der Femen, auf die Arne Hoffmann in der oben zitierten Passage aufmerksam macht. Im Protest gegen eine Rede des Papstes vor dem europäischen Parlament präsentieren sie sich halbnackt auf dem Petersplatz und benutzen öffentlich Kruzefixe als Hilfsmittel bei der simulierten Masturbation.

Das komplexe Wechselverhältnis zwischen politischen und kirchlichen Strukturen, die Bedeutung des Platzes, die Bedeutung religiöser Symbole – all das verschwindet gleichsam in den Hintern der Femen-Frauen, an denen sie publikumswirksam die kleinen Kreuze reiben.

Wohl gemerkt, zum selben Zeitpunkt, als Rosetta und der Lander Philae auf Tschuri landeten, masturbierten irgendwelche Nackedeis mit Kruzifixen und fanden sich wohl großartig dabei, währenddessen ein s.g. Shitstorm über den Physiker hereinbrach, so dass dieser weinend im TV zusammenbrach. Und das nur wegen eines getragenen Hemdes!

Geht es noch bigotter?

Dieses Frage zu beantworten, das sollte jeder für sich selbst tun. Aber hier zeigen sich Abgründe in den Maßstäben auf, welche dieses unsäglich unsensible „I bathe in male Tears“ (ich bade in Männertränen) noch mehr tat, als sich nur zu konter – und damit selbst zu karrikieren.

Man kann sich vieleicht mit dem Gedanken trösten, dass es immerhin diese Medienberaterin Anne Wizorek nun in den Bereich der Satire geschafft hat.
Und sich ihr Gekreische nach dem Buchdesaster wohl erledigt haben dürfte:

Und ich vermute mal nicht, dass der Moderator Jan Böhmermann dafür die Unterstützung in Form einer Auszeichnung erhalten hat. Aber macht nichts, Männer brauchen das auch nicht und werden selbst kreativ:

Falls das für einen Fake gehalten wird, dann kann man es hier verifizieren. Es ging übrigens darum, ob Frauen einen besseren Geruchssinn haben als Männer. Es ging also (nicht) um die ‚Rosette‘ von Feministinnen, denn „Tschuri“ soll ja angeblich nach einer Mischung aus Schwefel und Pferde-/Ponyhof stinken.

(was allerdings kein Thema war – sondern eben das Odeur des Mannes)

Böhmermann machte seine Sache gut
Matt Taylor tat es am besten!


Und wenn Oliver Welke von der „Heute Show“ Stil hat, dann weiß er sich vieleicht schon – und dem Anlass entsprechend & passend zu kleiden, am kommenden Freitag.

Dann bekommt er vieleicht auch die „Saure Gurke“verliehen …

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