In einem bemerkenswerten Beitrag hat der Autor des Buches Deutschland, Deine Väter“ sich so seine Gedanken gemacht. Über einen Gutmenschen namens Schweiger, welcher millionenschwer in die Gesellschaft und Politik schreitet, um sich nun mit einem ebensolchen Politiker im kg-Format auszutauschen. Die Medien sind selbstverständlich begeistert:

Den vorangestelltem Doppelpunkt eines Zitates ignorierend soll hier aber erst mal auf „Trill“ eingegangen werden. Denn das war oder ist das Körnerfutter für Wellensittiche und niemand weiß, was ein paar Gramm Jod-S11-Körnchen so anrichten können.

https://i1.wp.com/www.trill.de/img/n_02_s.jpgDieser Vogel Schweiger, welcher sogar mal Pranger aufstellen wollte – und sich nun gebiert wie ein Tarzan im Manta-Wald, bevorzugt und kommuniziert durch solch‘ delikate Ausdrucksweisen wie:

schweiger

O-Ton Til Schweiger im ‚Transkript‘:

„Ihr seid so arm….!!!! Anstatt uns bei einer extrem wichtigen Sache zu unterstützen, giesst ihr eure Häme aus…! Schämt euch!!! Twitter-Spott…! Was ist das!???! Irgendwelche Deppen, die lästern und nichts zu tun haben….! Ich guck auf euch runter, voller Mitleid und Verachtung…!!!! Twitter-community( Mehrheit) und SPON(überwiegende Mehrheit)….ihr seid so arm…!! Und dumm..!!!! Aber ich scheiss auf euch und zieh mein Ding durch!!!! Ausserdem: Sigmar Gabriel ist ein gerader Mann!!! Respekt!!!! Und jetzt geht pennen, zu mehr langt es eh nicht bei euch…!!!!! Til Schweiger…. PS: für die Schlauen : direkte Anrede klein geschrieben aus mangelndem Respekt…..!!!!“

Man beachte die gediegen wirkenden Interpunktionen – denn dreifach hält ja bekanntlich besser, als nur doppelt. Und besinne sich auf die Umgangsformen eines ‚gesetztem‘ Opelfahrers, den zu spielen, ihn überhaupt erst bekannt machte und in den „Tatort“ brachte – und nun in ‚dem Siggi Pop ihm sein Wohnzimmer‘ ließ.

Genug des Vorwortes, denn gerne wird hier auf die Realität aufmerksam gemacht, dem sich z.B. der „Pelzblog“ in einem Artikel von Andreas Puderbach widmete.

Aber etwas zur Sache:

Ich habe am Freitag einen Obdachlosen aufgelesen. Dann habe ich ihm in der Zwischenzeit ein Handy besorgt, Klamotten, etwas zu essen und eine Matratze in meinem Büro. Normalerweise ist mir mein Büro heilig. Da darf man nicht mal was auf dem Schreibtisch verschieben. Du weiß, was ein Büro ist, Till?

Dann habe ich die Diakonie angerufen. Keine Hilfe. Keine Unterkunft nichts. Die Verbandsgemeinde. Nichts. Niemand. Das Bauamt, wegen seiner Bruchbude in der keine Ratte schlafen kann. Nichts. Von der Diakonie wurde mir der Einstiegssatz ins Telefon geflötet: „Ist er ein Flüchtling oder Regulär?“ Schade. Er war halt nur „regulär„. Das war sein Pech.

Ich hätte ihn in das örtliche Frauenhaus bringen können. Sind nur 4 km. Aber ein Röckchen wollte er dann doch nicht anziehen. Seine nächste Anlaufstelle als Newcomer bei den Obdachlosen wäre 45 km weit weg gewesen. Er ist ja nur ein Mann. Er kann laufen …

Tja, so sieht es aus im Land der Gutmenschen, wenn man mehrere Grundfehler mit sich herum schleppt: Weiß, Hetero, Deutsch und Mann …

Da hätte er noch so viel Jod-Körnchen schlucken können; allein, genutzt hätte ihm das Alles nichts. Warum auch – als Bauarbeiter (welche Til Schweiger für den Aufbau seines Flüchtlingsheims benötigt) ist er lediglich eines:

Verbrauchsmaterial – Mit einem Wisch ist alles weg!

Was lernt man nun daraus? Unsere Medien scheinbar nichts, denn sie jubeln den Til für sein ‚mutiges‘ Statement in die Höhe – und ignorieren Alles, was nicht ins Bild passt. Das hier macht sich ja auch (nicht) besser:

Aber die Bevölkerung darf den Rest ausbaden. So, wie der Feminismus durch die letzten Jahrzehnte via Male-Tears“ die Männer schwimmen sehen möchte …

Ob Til Schweiger sich nun vornamentlich mit Till, Trill, Thrill oder Til positioniert
– das ist dabei völlig unerheblich. Denn dieser Tatort-Kommissar bleibt eins:


Ein neureicher Manta-Fahrer und eben kein Panther
– so, wie der Dicke neben ihm beim ‚Stelldichein‘ …

Wer von denen ist denn nun Trill„?

EIN ERNSTER NACHTRAG:

Im Grunde ist es eine perfide Sache: Schweiger kauft eine Kaserne und will sie zum Vorzeigetypus eines Heims machen. Dafür wird er nun als Messias der Asylsuchenden, Migranten und Wirtschaftsflüchtlinge gefeiert. Man beachte dabei, dass die Medien generell nur noch von Flüchtlingen sprechen und/oder schreiben.

Aber so ’selbstlos‘ ist dieser Typ nicht, denn es gibt ja ordentlich Geld für die Unterbringung je Person und Tag (min. 20 Euro/Platz). Schneller kann man eine Investition nicht zu Geld machen, als im Umfeld einer (invasiv) florierenden Migrationsindustrie – und man kann sich dafür auch noch glorifizieren lassen
– weil man ja so gut zu den Menschen ist.

Wäre Til S. der Gutmensch, für den er sich feiern lässt – und wohl selbst hält, dann hier mal ein Hinweis für ihn: In Deutschland leben 900.000 Menschen ohne Obdach, was man beschönigend Wohnungslose nennt. Was ist mit denen – warum sorgt er da nicht für ein Dach über dem Kopf? Oder, wie es jemand auf Facebook in ähnlicher Diktion fragte:

WARUM baut ein Til Schweiger keine Altenheime oder betreutes Wohnen,die sich die alten Leute mit magerer Rente auch leisten können?….WARUM baut ein Til Schweiger keine Kindergärten und Krippenplätze?…. WARUM baut ein Till Schweiger keine Spielplätze?
Ich lese in letzter Zeit nur noch wie ein Til Schweiger mit Ausdrücken
um sich wirft, wie ein Pubertierender. LG“ (Angela Kirschstein)

Vermutlich, weil es nicht soviel Geld und Reputation einbringt!

Das echte Engagement überlässt man da wohl lieber Privatleuten, solchen, wie dem oben zitierten Andreas Puderbach, der sich wirklich kümmert – und nicht damit Kasse machen will; so, wie der ehrenwerte Herr Schweiger. Und das mit Hilfe von solch Vereinen wie „Princess of Finkenwerder GmbH & Co KG“ oder der Söldner-Truppe „Greenzone“.

Mehr dazu hier:

PS: Frank Zander lädt seit nunmehr 20 Jahren, aus eigener Tasche und durch Spenden finanziert, Bedürftige zur Adventszeit zum Essen ein. – So geht gut!

Update 2.9.15:

Tilman Valentin -Til- Schweiger hat nun eine Anzeige wegen Volksverhetzung
am Hals wegen seiner getätigten Aussage bei „Menschen bei Maischberger“

Update 23.11.17:

Gaby Kraal zeigt in ihrem Schluesselkindblog auf, wie diskret der so genannte Mainstream bei Schweigers Verletzung von Persönlichkeitsrechten vorgeht.

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