Disclaimer: Dieser Beitrag könnte feministische Veganerinnen triggern!

Die parteilose Abgeordnete Veronika Mooshuber-Klötenbrauer soll aktuell einen Gesetzesentwurf eingebracht haben, den unter anderem Hermine Kreisentruder mitunterzeichnet hat und welcher von der, ebenfalls ohne Mandat dastehenden, Juliane-Annika Faulhuber-Stichmacher auch befürwortet wird.

Unter der – und etwas sperrig wirkenden Eingabe: „Asparagus, Olusculumologie unter besonderer Berücksichtigung und Repetition der Penetrationstheorie als Schlüsselbegriff sexististischer Reflexion“, soll das Wort „Spargelstecher“ als Berufsbezeichnung aus dem Begriff des Bewirtschaftens von Gemüse-Produkten unterbunden werden. Und das Produkt dazu gleich obendrein. (AZ BT15-41-XII)

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„Nicht nur die phallische Symbolik für die Penetranz dessen, ist in seiner Emporhaltung ein Zeichen für die invasorisch induzierte Gewalt gegen Frauen“, so Anneliese-Maria Pflaumer, die als Pressesprecherin für diese Initiative tätig ist, sondern es hindere „auch Frauen, die einfach nur Gemüse kaufen wollen, daran einen Supermarkt zu betreten, da sie sich in der Frühlingszeit von dieser Art der Erektion bedroht und sexuell belästigt fühlen“.

Jeder Supermarkt und Discounter soll im Lebensmitteleinzelhandel zukünftig eine Trigger-Warnung vor seinem Geschäft haben, um auf die real „traumatischen Gefahren für die Frauen an der Gemüsetheke hinzuweisen“, so die Aussage der Pressereferentin. Ein Schild wie Stopp-Hier kein Spargel hält sie ebenfalls für sinnvoll und habe dazu bereits bzw. schon alle marktführenden Unternehmen angeschrieben. Es sei ja schlimm genug, „dass traumatisierte Frauen mit ihrer Matratze umherirren, weil sie sich nicht mehr zum Tengelmann trauen“. Da sehe sie auch die Gesellschaft in ihrer Verantwortung.

Die Einwände des Pfälzer-Spargelstecherverbandes und eines Journalisten des „Asparagus-Magazins“, man könne diesen ja auch weichkochen, dann wirke er nicht mehr so bedrohlich, wurden von der Initiatorin barsch abgewiesen.

„Ich werde keine Energie verschwenden, etwas matschig zu machen, was in den selbigen gehört“, war die harsche Reaktion von Mooshuber-Klötenbrauer darauf. Da half auch kein Hinweis dahingehend, dass es ja auch grünen Spargel gäbe, der „ökologisch und feministisch viel unbedenklicher“ sei, wie Gunnar Nussmacher vom Spargelverband Süd-Ost-Lippetal einwarf, denn die Referentin für Medien konterte sofort:

„Es geht hier nicht um die Hautfarbe, sondern um die Symbolik!“

Dabei führte sie weiter aus, dass ja schon alleine das Wort „Stechen“ eine Erniedrigung der Frau sei – und man künftig mit allen Mitteln „dagegen ins Feld ziehen werde“.

„Die Muttererde hat etwas besseres verdient, als dass das Patriarchat auf ihr herum trampelt, nur um an sein Phallus-Symbol zu kommen“. In der sich dann anschließenden und recht kontrovers geführten Diskussion kam es abschließend noch mal zu dem Statement, dass „Spargelstecher abgeschafft“ werden müssen.

Es sei Frauen nicht zuzumuten, dass sie den Anblick von solch‘ steinzeitlichen und  präfeministischen Gemüse-Ritualen auf dem Ackerboden ertragen müssen – und „es sei ein Unding, dass sie zwei Meter Umweg im SB-Markt machen muss, nur um dieser ‚Auslage‘ zu entgehen“, wie die stehend applaudierende Journalistin Annegret Lottermoser-Paschulke aus dem Publikum einwarf.

Nun ja, ob diese Gesetzesvorlage jemals in die Beschlussfassung des deutschen Bundestages kommt, das steht noch in den Sternen. Allerdings versicherte der Vorstand des BVDSS (Bundes-Verband deutscher Spargel-Stecher), dass es in diesem Jahr zu keinen Versorgungsengpässen kommen wird:

„Wir stehen aufrecht zu dieser Zusage“ (Heinz E. Stichstauber, BVDSS)

Man darf aber gespannt sein, ob es im kommenden Jahr auch noch so sein wird.
Noch bedenklicher ist allerdings, dass es solche Initiativen überhaupt noch gibt!

Manchmal hilft da wohl doch nur noch die Musik
(man achte dabei auf die Gestik & Mimik aller):

„Veronika, der Lenz ist da“


Und sieh‘ nur, wie „der Spargel wächst“

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