Nach dem Tod meiner Mutter vor einem Jahr, verstarb gestern, am Karfreitag, mein Vater. Beide erreichten ein hohes Alter und es war abzusehen, dass es irgendwann mal soweit sein wird.

Dennoch trifft solches, nicht nur das Kind in mir, tief. Ähnlich erging es mir schon bei der Scheidung der beiden, die ich eigentlich herbeigesehnt habe – und dennoch ein Gefühl von Verlorenheit, in einem nicht mehr so zartem Alter, verspürte.

Beide waren sehr ambivalente Menschen, die uns Kinder immer wieder in ihr Spannungsfeld zogen. Beide hatten aber auch ein gutes Herz und brachten viele Aspekte und Blickrichtungen in mein Leben.

Unter anderem auch, dass man uns Trennungs- und Scheidungskinder nicht zwischen den Fronten zerreiben sollte, was ich mir aus selbst erlebter Erfahrung dessen, zueigen gemacht und hoffentlich besser hinbekommen habe – in meiner späteren Situation als Vater (vgl. dazu auch diesen Bericht eines PAS-Kindes).

Mama, ich hoffe und wünsche dir, dass du nun deinen Frieden gefunden hast. Und an meinen Papa gerichtet: Danke, dass wir nach vielen Jahren der Funkstille wieder eine Basis gefunden haben und vieles doch noch geklärt und relativiert werden konnte.

Egal, wo auch immer ihr jetzt nun seid, wie immer es nun auch weitergeht: Ihr habt das Beste versucht und das verdient Respekt – nicht nur erst seit heute.

Alles Gute und Ruhe euch beiden, dort, wo ihr nun seid

Bild in Originalgröße anzeigenIch denke an euch

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