Nein, natürlich nicht er, der linksintellektuelle Schriftsteller persönlich. Sondern dieses geschieht, seinen Namen missbrauchend, in der gleichnamigen Stiftung und einem angehängten Gunda-Werner-Institut. Eine(s) also, welche sich als „parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen“ definiert und stolz solche Veranstaltung inszeniert, die sich explizit mit dieser Thematik beschäftigt:

Verbrannte Bücher – von den Nazis verfemte Autoren
Ausstellung

„Die Ausstellung zeigt auf sieben Stelen anhand ausgewählter Schriftsteller-Lebensläufe die Geschichte der Bücherverbrennung 1933 und die damit verbundenen Schicksale. Vorgestellte Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind u.a.: Max Brod, Alfred Döblin, Claire und Ivan Goll, Egon Erwin Kirsch, Maria Leitner, Heinrich Mann, Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Joseph Roth, Anna Seghers, B. Traven, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig.

Soweit also dieser Hinweis, welch‘ Geistes Wind dort eigentlich wehen sollte. Nämlich jener, von Toleranz und Auseinandersetzung mit den Gedanken und Argumenten, des, vom unterstellt politischen Gegners geprägten Diskurses.

Solches sollte man wohl zumindest annehmen können – und wohl auch auf den Grundlagen einer angeblichen Demokratie unterstellen dürfen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Bundesarchiv_Bild_102-14597%2C_Berlin%2C_Opernplatz%2C_B%C3%BCcherverbrennung.jpg

Aber, was die Nazis nicht schafften, das bekommen nun auch die Grünen nicht hin. Sie benehmen sich also im Grunde nicht anders, als sie es in ihrem s.g.  angeblich gerechten „Kampf gegen Rechts“ mit dem zu eliminierenden Gegner tun. Da rechts ja alles ist, was nicht ins links-grüne Weltbild passt, bedient man sich eben jener Methoden, welche in einem recht kurzen 1.000-jährigem Reich unter einem durchgeknallten ‚Nasenbart‘ aus Braunau dann auch angewandt wurden:

Denunziation des Gegners, mit der Intention, diesen endgültig zu diskreditieren, gesellschaftlich mundtot zu machen, per Blockwart zu identifizieren oder eben via Bücherverbrennungen seine Werke durch das Feuer auszumerzen.

„Der neue Faschismus wird im linken Gewand daher kommen“

So schrieben es nun schon mehrere kritische Geister in den vergangenen Jahren, wenn nicht Dekaden! Und diese Befürchtungen dürften nicht falsch gewesen sein, betrachtet man die besorgniserregenden Entwicklungen der vergangenen Jahre.

Die Männerrechtsbewegung z.B. wird auf unterstem Niveau diskreditiert mit solchen Pamphleten, wie denen eines Rosenbrocks, Gesterkamp oder von Kemper. Von den ganzen kleinen Wizoreks dieser Welt mal ganz abgesehen.

Der Staat schreckt legislativ nicht davor zurück, privaten Organisationen wie einer Amadeu Antonio Stiftung der Ex-Stasi-Zuspielerin Kahane das Zensurrecht einzuräumen (NetzDG) oder, indirekt finanziert über Parteienzuwendungen, so etwas, wie das Nachfolgende:

Agent*In

Und damit kommt es zur Überschrift „Bücherverbrennung“. Was sind gedruckte Werke heute anderes, als Blogs, Websites oder im Web auftretende Vereine oder Einzelpersonen, die man offensichtlich in Misskredit bringen will bzw. ins Abseits drängen möchte? Man sieht keine Scheiterhaufen mehr und auch keine wehenden Rauchwolken, so, wie neulich in Hamburg über der Stadt.

https://i0.wp.com/www.ndr.de/nachrichten/hamburg/gipfel1090_v-vierspaltig.jpg

Aber man könnte realisieren, dass die Intentionen keine anderen sind, als die einer Verbrämung, Vernichtung und Isolation. Nichts anderes machte das Dritte Reich mit seinen Progromen seinerzeit auch. Heute geht man es eben subtiler – aber wohl scheinbar auch mit ähnlicher Verve an.

Und man darf feststellen, dass man offenbar nicht gewillt ist, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, vielleicht weil man es gar nicht mehr kann, sondern lieber die alten Methoden eines ‚Hau-Draufs‘ zu verwenden gedenkt.

Heinrich Böll dürfte sich wohl im Grab umdrehen. Und aus Respekt vor seiner Person wird hier auch nichts verlinkt werden, denn das wäre zuviel der ‚Ehre‘, für diejenigen, welche seinen Namen in ihrem Sinne missbrauch(t)en.

Deutschland verbrennt keine Bücher mehr – aber versucht es mit den Medien oder Protagonisten gegen unliebsame Meinungen auf einem anderen Weg. Das Ziel scheint das gleiche – und offenbar ist man festen Willens, solches auch weiterhin zu tun – oder ebendieses auszubauen!

Was kommt als nächstes: Lest nicht mehr bei den (vermeintlich identifizierten) Antifeministen, kauft nicht ihre Bücher; oder was? Und damit zur Umdefinition eingangs erwähnter Ausstellung durch Austausch von Namen und Diktionen:

Verbrannte Bücher – Von Ideologen*Innen verfemte Autoren(m/w)
Eine Ausstellung von Kritikern versus Agent*In & Kahane

„Die Ausstellung zeigt auf sieben Säulen anhand ausgewählter Kritiker-Lebensläufen die Geschichte der Bücherverbrennung 2017 und die damit verbundenen Schicksale. Vorgestellte Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind u.a.: Birgit Kelle, Arne Hoffmann,  Ramona und Eckhard Kuhla, Günther Buchholz, Astrid von Friesen, Gerhard Amendt, Ulrich Kutschera, Bernhard Lassahn, Alexander Ulfig, Monika Ebeling, Adorján F. Kovács, Kevin Fuchs, Gunnar Kunz, Eva Hermann, Norbert Bolz, uvam.

Ein Diskurs sieht wohl anders aus, wie man unschwer an dieser Liste erkennen könnte. Aber darum geht es den/m/r selbst ernannten Böll-Enkel*In ja sowieso nicht. Denn man will ja nur die andere Meinungen eliminiert wissen; auf diesem öffentlichen Scheiterhaufen einer Anprangerung missliebiger Personen.

„Vom Progressiven zum Totalitären ist es oft nur ein kurzer Weg.“ (H.M. Broder)

Sidekicks: I. Alexander Wallasch, Tichys Einblick
Nr. II: Luisman, Es geht nur noch um Zerstörung
Nr. III: Eine Genderama-Linksammlung: Agent*In

Update: Der Pranger Agentin ist offline gesetzt


Persönliches: Mir ist bewusst, dass das ziemlich starker Tobak ist. Aber mal im Ernst gefragt: Sind diese ’subtilen‘ Methoden nicht ebenjene aus unseligen Zeiten, welche man noch unlängst meinte, schon lange überwunden zu haben?

Und könnte man die Prognose wagen, dass zumindest die Grüne Jugend einen immensen Spaß daran hätte, solches real umzusetzen. Der Rest: Spekulation.

Wann aber singt man wohl wieder die alten Lieder; am heimeligen Lagerfeuer?
Heinrich Böll möge an dieser Stelle verzeihen. Es sind: „Ansichten von Clowns!“

Und nein – ich war nie ein H.B.-Fan. Aber ich achte dennoch seine Haltung.
PS: Noch mehr ‚Böllerei‘ findet sich übrigens unter diesem  -> Abgesang

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