Wie ja schon berichtet wurde, hat Elmar Diederichs, Betreiber und Gründer von „JungsUndMaedchen“ am diesjährigen Genderkongress in Nürnberg als Referent teilgenommen. Er selbst hielt dazu einen Workshop im II. Panell ab und hat nun seine Präsentation Online gestellt:

Slides zum Zwangsvaterschaft-Workshop

Da die workshops auf dem Genderkongress in nur zwei panels angelegt waren, konnte einige Teilnehmer nicht an meinem workshop zum Thema „Zwangsvaterschaft“ teilnehmen.

Daher stelle ich die wenigstens Folien des workshops noch einmal hier als pdf zum download zur Verfügung.

Hier kann man das PDF auch direkt einsehen. Er schließt übrigens folgerichtig mit der Feststellung, dass dieses Dokument „keineswegs endgültig“ ist, sondern in der Zukunft „noch weiterverfolgt“ werden wird.

Im Vorfeld hat er ja schon diverse Beiträge zu dem Thema geschrieben, unter anderem diesen hier:

Abtreibungsverbote – ein Fall von Zwangsmutterschaft?

Wer Menschen eine Menschenwürde und damit einen Katalog von Menschenrechten zugesteht, muß sich fragen, ob er Embryonen überhaupt als Rechtssubjekte ansehen will und wie sich dieser Status des Embryons als Rechtssubjekt auf die Frage nach der Zulässigkeit der Abtreibung auswirkt. Abtreibungsdiskussionen im Alltag sind normalerweise fruchtlos, weil nicht zwischen moralischer und rechtlicher Zulässigkeit unterschieden wird: Eine Rechtsgarantie durch den Staat kommt nicht ohne eine Zumutbarkeitsprüfung dieser Regelung aus, während eine ethische Beurteilung diese Frage gar nicht erst stellt. Dieser post konzentriert sich auf die moralischen Aspekte der Abtreibung und klammert mit voller Absicht die Rechte der werdenden Väter vorerst aus.

Feministen bestreiten typischerweise den Status des Embryons als Rechtssubjekt und behaupten, es gäbe im Fall der Abtreibung lediglich einen intrapersonellen Konflikt, so daß sie auf der angeblich gefährdeten Autonomie der Frau bestehen.

Daraufhin folgte eine erregte Diskussion, welche dieses Blog bei dem Thema auch schon kennt. Die Reaktionen aufgeregter Feministinnen jedweden Geschlechts sind dabei unisono die selben:

„Da Abtreibung keine nachträgliche Verhütungsmaßnahme darstellt, nur
weil der Mann ( oder die Frau ) gerade keine Lust auf ein Kind haben,
sondern ein tiefgreifendes Erlebnis darstellt für eine Frau, die sich dafür
entscheiden muss, empfinde ich deine reine Projektion auf das
Finanzielle als zynisch.“

„Den Kindern ist nicht geholfen, wenn der Vater das Recht hat auf sie zu
pfeifen oder die Mutter mit dem Kind alleine lässt. Wenn er schon
emotional nicht dazu in der Lage ist zu den Ergebnissen seiner Lenden
zu stehen, dann soll er zumindest einen finanziellen Teil dazu beitragen.“

„Wenn die Frauen damit rechnen müsste, dass sie die Konsequenzen
ihrer einsamen Entscheidung ganz alleine finanzieren müssten, dann
würde kaum noch eine Frau ein Kind zur Welt bringen, wenn sie nicht
einen Mann an ihrer Seite hätte, der diese Entscheidung unterstützt.“

„Bitte, sie stellen die psychische und körperliche belastung einer Frau
die abgetrieben hat gleich mit dem Nicht Vater Sein Wollen. Das hat
nichts mit gleichberechtigung zu tun.“

„Warum soll eine Frau mit Kinderwunsch eine Schwangerschaft
verhüten? Das ist ja widersinnig. Hier geht es um einen Mann, der kein
Vater sein will. Also muß er Schwangerschaften verhüten und nicht die
Frau mit Kinderwunsch.“

„An die Zustimmung des Erzeugers aber seine Vaterpflichten zu knüpfen,
ist zum einen Erpressung, begründet zum anderen eine soziale Notlage,
die zu einer Abtreibung berechtigt und ist reichlich herzlos gegenüber
dem Kind.“

(Anm: Alle Zitate entnommen aus dem Vortrag)

https://i0.wp.com/de.wikimannia.org/images/thumb/Pille-vergessen-orginal.jpg/180px-Pille-vergessen-orginal.jpg

Man kennt allerdings Beiträge, welche noch heftiger ausfallen und die hier ob der Netiquette nicht wiedergegeben werden. Das Ganze ‚garniert‘ mit Injurien übelster Art, welche aufzeigen, dass da eine bestimmte Klientel unisono um ihre Deutungs- und Kindeshoheit oder dessen -ablehnung zu fürchten scheint.

Übrigens wies Elmar Diederichs noch auf die rechtlichen Aspekte hin, welche ihm  anlässlich des Kongresses mitgeteilt wurden:

Die rechtliche Seite der Zwangsvaterschaft

Martin Kruppa vom Väter-Netzwerk, mit dem ich auf dem Genderkongress sprechen konnte, hat mich freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, daß sie die rechtliche Seite der Zwangsvaterschaft bereits gut dokumentiert haben.

Dieser Weg wirk kein leichter sein, aber die Zeiten der Marionetten sind nun mal endgültig vorbei, werte Ideologinnen.

  • In Deutschland dürfen Frauen entscheiden (Abort, Austragen, Adoption, ..)
  • In Deutschland müssen Männer das ertragen (ob sie ‚Es‘ wollen oder nicht)

Und da liegt der Kern einer Ungleichstellung, welche man im GG verankert sieht

Insofern: Danke für diesen Einsatz!


Ein-, Aus- und Weiterführendes:

Bitte Hinweis, wenn man noch mehr kennt hier als Kommentar, danke. Im Brigitte-Forum wurde ja auch eifrig (und oft empört) diskutiert. Dass Forum Alleinerziehend interessierte sich naturgemäß nur für die finanziellen Aspekte, nach dem Gusto „Was steht mir vom Erzeuger zu“, sodass es keinen Link gibt.

Ein ebenfalls relevanter Begriff im Zusammenhang: „Schwangerschaftsbetrug

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