Ach du gute Güte, nun ist er also da: Der Narrhalla-Marsch und irgenwo sind jetzt alle irgendwie so *tätä, tätä, tätäää*. Mal abgesehen davon, dass dieser nicht mehr ohne Polizei-Schutz abgehen darf (das MG, als bester Freund der Narren?), so darf man sich wohl auch nicht mehr so kleiden, wie man es wohl ‚prunkvoll‘ vorhatte. Denn das hier, dass geht nun gar nicht; zumindest nicht in den Augen dieser ‚wohlmeinenden‘ Gutmenschen:

So funktioniert wohl eine perfide Bildaussage
Mal ganz abgesehen davon, was man nun von der Piefigkeit des Karnevals hält. Mal kurz darüber nachgedacht, was das mit Negerkönigen, Zigeunerschnitzeln und Mohrenköpfen zu tun haben könnte: Ist es möglich, dass die „Ruhrbarone“ nicht so ganz daneben lagen, als sie das Folgende dazu schrieben?
Ich bin kein Kostüm – Das letzte Zucken der Empörungsindustrie
Es hat etwas gedauert, aber mit der Kampagne „Ich bin kein Kostüm“ ist der Streit um das, was man kulturelle Aneignung nennt, nun auch einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland bekannt.
[..] Menschen übernehmen von anderen traditionelle Kleidungsstücke, Gerichte oder Verhaltensweisen, mischen sie mit den eigenen, entdecken dabei neues, entwickeln sie weiter und haben ihren Spaß …
Tja, Pech gehabt, mit dem Spaß und der interkulturellen Mischung. Denn hier ist Deutschland, hier gelten die Gesetze der Empörungsindustrie! Und sei es nur auf dem Rücken von Indianern, Cowboys, Prinzessinnen oder auch irgendwelcher anderen Ethnien. Hauptsache, man fühlt sich gut und, noch viel wichtiger: Man hat allen Anderen den Spaß verdorben.
WER SO DENKT?
Nun, in erster Linie die „Amadeus Antonio Stiftung“, der „Antidiskriminierungs-verband Deutschland“, sowie der Verein der Bundestagsfraktion „DIE LINKE e.V.“. Echte Narren halt, die wissen, wo beim Gutmenschen der Hammer hängt. Und dem, was die sich alles so ausdachten, diese s.g. selbsternannten ‚Jecken‘ (die ganzen Bilder zeigen sich anschließend, beim Klick auf das Vorschaubild):
*tätä, tätä, tätäää*
Alexander Kissler schrieb dazu kürzlich, auf seinem Konter im „Focus“:
Karneval war einmal Zeit verrückter Freiheiten – jetzt wird er bedroht und entleert
Fasching, Fasnet, Karneval: Die fünfte Jahreszeit hat viele Namen und eine Bedeutung. Sie soll das Unterste zuoberst kehren. Nicht gelten soll für eine kurze Spanne, was sonst immer gilt. Karneval ist eine verrückte Zeit, weil sie die Welt verkehrt, die Herren zu Knechten und aus den Knechten neue Herren macht, Helau, Alaaf. So war es immer, so ist es nicht mehr.
[..] So will es die Aktion „Ich bin kein Kostüm“, initiiert vom Forum gegen Rassismus und Diskriminierung, finanziert vom Antidiskriminierungsverband Deutschland, der Amadeu Antonio Stiftung und dem Verein der Bundestagsfraktion Die Linke e.V. Auch Steuergeld fließt also in die Kölner Kostümabwehr. Frei nach Shakespeare: Hat es auch Methode, so bleibt es doch Wahnsinn.
Ja, der wohl wirklich und leibhaftig gewordene Wahnsinn! Man darf sich nicht mal mehr verkleiden, so schon gar nicht, wie einige meinen. Aber Burka und Burkini, das ist scheinbar vollkommen ok; geht es nach manchen Leuten und Parteien hier.
Ist es nicht ein Zeichen der kompletten und totalitären Entmündigung, wenn man den Menschen hier nun auch noch zwangsverordnen möchte, was sie zur Zeit der „Knechte zu neuen Herren machen“ nun auch noch anzuziehen haben?
Man mag nun vom Karneval halten, was man will. Aber diese Art einer Zwangs- Vereinnahmung und Einflussnahme geht eindeutig zu weit! Jeder, der Kölle Alaaf oder Helau ablehnt, könnte eventuell mal darüber nachdenken, was dieser Zinnober seitens der Linken und einer Stasi-Stiftung von Anette Kahane hier eigentlich betreibt. Bevormundung in Richtung Veggie-Day etwa?
Man lasse den Menschen ihren Spaß, so sie diesen an solchen Tagen finden mögen. Aber man schreibe ihnen nicht auch noch vor, was sie nun zu tragen haben!
Helau, Alaaf oder Prost – ganz nach Gusto eben.
Und unabhängig davon, was man gerade trägt!
*Konfetti*
Nächstes Jahr wird er dann vorgeführt: Der böse weiße Mann! Ganz politisch korrekt im Büßerhemd und mit einer ihn antreibenden Kurzhaarfrisierten. Helau!




Ich wuerde mir ja einen schwarzen Vollbart ankleben und eine kleine Quietsche-Ente oder Mini-Teddybaeren in den Reissverschluss einklemmen. Danach besoffenen Fastnachterinnen unter Alle-an-die-Bar Rufen ein „Erlebnis“ bescheren. Das waere kulturelle Appropriation! Nur gut dass ich so weit weg bin ;)
Etwas böse – aber gut :-) Allerdings dürfte das dann ziemlich teuer für dich werden, wenn deinem Ruf alle folgen würden, in der Annahme, dass du eine Einladung ausgesprochen hast.
Im schlimmsten Fall könnte es dir noch passieren, dass du richtig Ärger bekommst, wegen dem Versuch eine Massenpanik zu erzeugen. Die Zeiten haben sich, leider, nicht zum besten entwickelt.
Sagt die Kleine, die jeden Mittwoch zum Blaskonzert kommt auch immer. „You’re evil but good“. Muss was dran sein….:)
Ich hab mich kürzlich mal anhand „Indianerkostüm“ kurz ins Thema eingelesen. Fand es dann beachtens- und bedenkenswert, wenn Nativ Americans genervt sind, wenn ihre Federkopfschmuck-Tradition (die sie ja selbst mühsam ausgegraben / als eine Art Folklore gerettet haben) irgendwo als reines Spasskostüm verulkt wird.
Nicht ganz so nah ist mir die Empörung von DE-Linken, das wirkt für mich ein bisschen sehr aufgesetzt. Es ist ein Unterschied, ob ich jenen begegne, die sich tatsächlich durch derlei Brauchtum diskriminiert fühle, oder ob sich Menschen, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben, einfach mal so für die „ferne Minderheit“ einsetzen – ohne dass ich sicher sein kann, dass die Gemeinten das wirklich auch so sehen.
Beim Nachlesen über den Kopfschmuck stieß ich dann allerdings auch auf die BEDEUTUNG dieser „heiligen Federn“. Jede Feder steht für einen getöteten Feind… tja, das thematisiert niemand in dieser Debatte, soweit lesen sie nicht und wenn doch: lieber nicht dran rühren…
Die Bilder verstehe ich nicht mal alle. Was soll z.B. das erste? Und was meint „du bist nicht das Ziel?“
Der Vergleich mit den Indianern im ersten Absatz ist schon interessant. Genau genommen kann man es bei ihnen auch verstehen, denn sie wurden ja nun wirklich aus ihrem Land verdrängt und in Reservate gesteckt.
Danke auch für deinen Hinweis zu den Federn, das kannte ich noch nicht. Allerdings meinte ich auch, dass es die Zierde des Häuptlings gewesen sei, analog zur Krone bei Kaisern und anderen Herrschern.
Tja: Zu „Du bist nicht das Ziel“ wollen sie mit ihrer Bildersprache wohl zum Ausdruck bringen, dass sich die als Indianer-Häuptling verkleidete Frau(!) von hinten mit erhobenm Tomahawk an die indigene Indianerin heranschleicht. Anders ergibt dieser Satz für mich auch keinen Sinn.
Das „War Bonnet“ war keine „Krone“ für Häuptlinge, sondern eine Auszeichnung für Krieger, die im Kampf erfolgreich waren. Siehe dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Warbonnet
Was irgend ein native American fuehlt wenn ich mir eine Feder ins Haupthaar stecke interessiert mich so viel wie wenn in China ein Sack Reis umfaellt. Fuer seine Gefuehle ist jeder selbst verantwortlich.
Sofern die kein Patent mit ewiger Laufzeit oder registrierten Gebrauchsmusterschutz aus dem Jahre 1491 vorweisen koennen, welches von den USA juristisch aufrecht erhalten wird, haben die weder ein moralisches noch tatsaechliches Recht auf irgend etwas.
Wenn das mit der Anzahl Federn = Anzahl getoeteter Feinde stimmt, waere das auch keine Tradition, die jemand im Westen aufrecht erhalten moechte.
Ein Oktoberfest-Vergleich wäre hier mal angebracht: Millionen von Menschen tragen da einfach die traditionelle Kleidung der Bayern…
Ich war da einmal: Eine Unverschämtheit, was sich der Bayer so alles bieten lassen muss. Japanerinnen im Dirndl, besoffene Neuseeländer in der Krachledernen und wankende Italiener(innen) mit bescheuert und grenzdebil anmutenden Bierfasshüten.
Unglaublich, was der Münchener so Alles hinnimmt. Und das noch in der eigenen Stadt! Nur komisch, dass alle ihren Spaß haben, man bestens (zumindest meistens) miteinander klar kommt und sich niemand herabgesetzt fühlt. Schon merkwürdig, oder?
Danke für deinen Einwurf, der die ganze Absurdität der ganzen Bilderkampagne aufzeigt.
Den konnte ich mir, diesbezüglich, nicht verkneifen:
Ja wer denn nun – etwa der hellgrau melierte im dunkelgrauen Anzug (es ist Aschermittwoch) oder die bunten Asiatinnnen auf dem Fest?