Ach du liebe Güte! Als reiche es nicht, Männer über Jahrzehnte zu beschimpfen, müssen dieser nun auch noch den devoten „Diener“ machen – oder was?

Die selbst ernannte „Dame von Welt“, Ulrike Walker, auch gerne als die Weiterdenkerin sich selbst bezeichnend, schreibt aktuell auf „Freie Welt“ über den Gentleman und ritterlichen Galan.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/90/Maximilienne-p1000557.jpg

Na prima, nun hat man diesen über Jahre geohrfeigt und der hält noch nicht mal mehr die Tür auf; oder wie? Denn Madame gelüstet es nach dem unterwürfigen Engel, der nun wieder rundherum für sie sorgt (aka „He for She“ / E. Watson):

Ein „himmlischer“ Gentleman

Fragen Sie sich auch manchmal, wo er geblieben ist, oder was ihn von anderen Männern unterscheidet?

Gehört der Gentleman zur Spezies «englischer Mann», der antiquiert und emotionslos nicht mehr so recht ins 21. Jahrhundert passen möchte?

[..] Wenn ritterliche Tugenden fehlen, dann bleibt der Gentleman eine Hülle ohne Inhalt. Die Vorstellung, dass wahrer Adel nur durch die rechte Gesinnung eines Menschen und nicht durch Geburt erworben werden kann, wurde in der höfischen Literatur thematisiert. Daraus entwickelte sich auf der Grundlage des höfischen Gesellschaftsideals der sogenannte Tugendadel. Der wilde germanische Recke entwickelte sich zum christlichen Ritter.

Ja geht es noch und ist nun Ende der Fahnenstange – oder wie darf man solches verstehen, was in sich, so schon lange nicht mehr hinnehmbar ist?!

Doch, da geht noch was: Die „Welt“ hat heute einen Artikel veröffentlicht, welcher in die selbe Kerbe haut. Das in Köln wäre niemals passiert, wenn es laut Autor  Uwe Schmitt durch ‚Fremdies‘ knipsende Ritter verhindert worden wäre:

„Müssen Männer ihre Frauen mit der Faust verteidigen?

Antänzer und Grabscher stellen das Selbstbildnis deutscher Männer in Frage. Doch die Grenze zwischen der Verteidigung einer Frau und Faustrecht oder gar einem Lynchmob ist hauchdünn. Was tun?

[..] Sie müssten zurückfinden zu einer Ritterlichkeit, die sich nicht im Tür-Aufhalten und In-den-Mantel-Helfen erschöpft.

[..] Schon ein halbes Dutzend Smartphones in den Händen halbwegs wehrhaft aussehender Kerle wäre eine taugliche Distanzwaffe. Nicht perfekt, dafür unblutig. Jeder hat so ein Ding bei sich. Wenn das nächste Mal Frauen belästigt werden, mischt euch ein, Männer, zieht, schießt. Bilder.“

Man schießt also nicht mehr „Selfies“, sondern reagiert nun ritterlich mit Smartphone und Co. auf die Angriffe gegen Frauen. Anschließend darf man sich dann aber wieder von Allen als Vertreter der Rape-Culture beschimpfen lassen.

Diese merkwürdige Diskussion gibt es ja nicht erst seit Gestern: Der Mann, der sich ritterlich und als Galan zwischen die ‚Horden‘ und die Holde stellt. So, als hätte er noch etwas vor, in seinem Leben.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/78/Gentleman-Gainsborough.jpg

Da von Seiten dieses Blogs keinerlei Bedürfnis besteht, auch nur im Ansatz etwas für die „Damsel in Distress“ (Jungfrau in Nöten) zu riskieren, sind solche Anwürfe, Forderungen oder unterschwellige Schuldzuweisungen lediglich eins: bigott! Insofern gab es auch einen persönlichen Kommentar dazu:

„Die Zeiten sind vorbei, an dem der Mann zum Wohle der Frau den ‚Wellness-Faktor‘ Gentleman anbieten musste (oder wollte).

Nachdem Männer die letzten Jahrzehnte wie Abfall behandelt, ihnen nur jedes mögliche und negative Attribut attestiert wurde, nach dieser Zeit also, ist die Uhr abgelaufen.

Männer tun gut daran, sich selbst gegenüber der Galan zu sein. Aber mit Sicherheit ist es nicht an der Zeit, nun ritterlich den Frauen, die einem mit den faulsten Eiern beworfen haben, welche sie finden konnten, gegenüber zu treten.

Dieser Weg wird kein leichter sein, werte Damenwelt – aber ihr schafft das schon.“

Das war nun nicht der himmlische Gentleman, der da sprach, sondern schlicht und ergreifend die Realität. Man behandelt Menschen anständig – wenn sie es ebenfalls und vice versa tun.

Beschimpfen und Fordern funktioniert nicht!


Nachtrag: Kommentar zu „Deutsche Männer können sich nicht mehr prügeln„:

Und was hätten wir als große Schlagzeile spätestens am 2. Januar gelesen, wenn die deutschen Männer in Köln mit mehr Gewaltkompetenz aufgetreten wären?

„Nazi-Schläger verprügeln friedlich freiernde Migranten!
Bundesanwaltschaft und Staatsschutz ermitteln. SPD fordert die Vertausendfachung der Mittel im Kampf gegen Rechts.“

Leider ist es wohl so, wie es dort antizipatorisch von @Dirk S. betont wurde.
Der weiße Mann, im Kreuzfeuer zwischen Feminismus und Welcome-Kultur!


Persönliches PS: Die Weiterdenkerin hat hier kommentiert und Größe gezeigt

Advertisements