Oder anders gefragt: Warum schreibt man die Handschrift ab und trainiert den Kindern Druckbuchstaben an? Ist es deshalb so, weil man ihnen damit entgegen kommt, da sie eh nur auf ihren Apps und Tastaturen ‚hermumdaddeln‘, nur, weil sie nicht wissen, wie man ein E in Schreibschrift schreibt?

Anders gefragt: Mag man ihnen ein SZ (nicht die Zeitung) nicht mehr zumuten, weil ein ß zu kompliziert ist, oder die Lehrerin an einen Notenschlüssel erinnert, der viel zu komplex für die Kleinen erscheint?

Tja, Frau Lange aus Berlin. Dieser Brief wird sie wohl niemals erreichen! Nicht, weil der Empfänger die Zustellung verweigert, sondern, weil dieses ‚Gekrakel‘ niemend entziffern kann. Nicht einmal die OCR-Erkennung der deutschen Bundespost.

Oder liegt es an der Nennung des Namens dieses Landes?
(Anm: Diese Frage ist rein rhetorisch gemeint und intendiert!)

Die Frage ist doch, wie bringe ich ein ganzes Volk auf Norm, wie schaffe ich es, dass Alle uniform denken und handeln, nur, weil es nun mal so ist – oder zu sein hat?!

GRUNDSÄTZLICH

Sprache ist etwas sehr individuelles – und der Ausdruck dieser auch. Dabei ist die Handschrift eines Menschen ebenfalls etwas, was dessen eigene Persönlichkeit ausmacht. Und genau diesem wirkt man entgegen, indem man Alles standarisiert und unifiziert. Also, ergo, die eigene Person als unkenntlich stigmatisiert!

Welchen Grund sollte es haben, Menschen nur noch Druckschrift beizubringen, weshalb können diese ihre Unterschrift nicht ‚flüssig‘ leisten. Etwa, um ihnen das Leben zu erleichtern, oder die ganze Gesellschaft ‚down‘ zu ’sizen‘; aka niederzuhalten?

KONFORMITÄT

Ja und nein. Man scheint wohl gewillt zu sein, „Sprache im Handeln und Denken“ zu simplifizieren und die eigene Meinungen der eigenen Gefolgschaft dabei darüber zu stülpen. Das erinnert an George Orwells 1984 (lang ist es her), der sein so genanntes Sprachministerium einführte, in diesem berühmten Roman.

Wem das nun zu sehr an den Haaren herbei gezogen anmutet, dem sei empfohlen, sich mal Gedanken darüber zu machen, warum es nun, neben Deppinnen-I auch solche Eigenartigkeiten, wie z.B. das Eichhörnchen-Sternchen, aka * in dieser Sprache gibt. Einem, das man mal als eines der Dichter und Denker bezeichnete. Aber heute gilt ja der Unterstrich, aka _

AUSWÜCHSE

Der moderne Mensch (aka der Normale), hat nun so zu schreiben, wegen der Zustellbarkeit und anderen ‚Impompatibilitäten‘:

Herr/Frau oder -Herr/Frau, Herr/FrauIn, Herr*In/Frau*in etc.
Wenn nicht ermittelbar, dann eben Herr_In, Frau_In uswusf.

Da hat es die moderne Feministin aus dem Hause Profx Lann-Hornscheit doch wesentlich einfacher. Sie schreibt, einfach und sinngemäß von:

H@r, Frau*_In, oder MadamX

Ja, damit sind alle Probleme, rund um die Frau, endgültig gelöst. Man kann sich endlich von den Rechtschreibfehl@ freisprechen – und sich damit somit unglaublich tolerant zeigen: Denn @ konnte es nicht besser.

Damit zurück zum Thema:

SCHREIBEN

Der moderne Mann, hat sich gefälligst anzupassen. „WhatsApp“, „Twitter“ und andere Plattformen geben das halt so vor. Und wer nicht mitmacht, der hat eben vom Anfang bis zu Ende nur Eines: verloren!

Und warum?

Weil man nicht in die Tastatur schwer empörte Sätze gehämmert hat. Weil man nicht in der Lage war, behördenkonform (in Druckbuchstaben) zu unterschreiben?

Oder, vielleicht, weil man ja das Pech hatte, zufällig Herman zu heißen …

Es ist ein Fass ohne Boden. Jeder, der in Druckbuchstaben schreibt, der gehört dazu. Alle anderen sind so etwas, wie eine Art ‚Sondermüll‘. Also etwas, was man also als dringend zu entsorgen bezeichnen muss – oder müsste.

Schlimmer hätte sich ein George O. das wohl nicht ausmalen können. Jan Fleischhauer schrieb aktuell im Spiegel über dieses Paradigma. Und es war ein Pamphlet über Individualismus jenseits dessen, was er zurecht so nennt: „Der schwarze Kanal“. Er beschreibt es so:

Selbstabkapselung gegen fremdes Gedankengut ist in der Welt der Empfindlichkeitsathleten weit fortgeschritten. Schon der Auftritt eines Redners, von dem man erwarten muss, dass er gegen die eigene Denkungsart verstößt, kann zu einem kleinen Volksaufstand führen

Tja, was will man dazu noch schreiben? Etwa, das Alles besser wird, wenn man nur genug Leute mit der Selbstabkapselung in der Gesellschaft beschäftigt? Oder, dass die Menschen, die mit Druckbuchstaben, Binnen-I, Gender-Unterstrich oder Eichhörnchen-Sternchen permanent konfrontiert werden -> nun endgültig die Nase voll davon haben? Es ist wohl so, wie er resignierend (?) schreibt:

„Es gibt nach wie vor ein Deutschland, dem Politiker, die Weinköniginnen um sich versammeln, näherstehen als Studentenräte, die dafür kämpfen, dass überall dort, wo bislang das Binnen-I stand, jetzt ein Unterstrich steht.“

Wie könnte also ein „Backlash“, also eine Gegenbewegung aussehen? Dazu muss man keinen Studienrat verhauen, sondern macht weiter, wie (nicht) gelernt. Das Problem dabei: Kinder sind erst im Vorstadium dessen.

Maßnahmen

Persönliches Schreiben, in der eigenen Handschrift, sollte wieder Standard werden. Und dieses sollte nicht in Druckbuchstaben erfolgen, denn dazu ist die  Schreibschrift ja da. Es ist ein Ausdruck des eigenen Individuums.

Vieles, Alles & möglichst schnell zu notieren.
Druckbuchstaben und * verhindern solches!

Für die „GEW“ (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft),
wohl nur unverständliches BlaBla – weil sie nichts versteht!

„Lehrt also euren Kinder wieder die Handschrift.“

Dann sind sie nicht mehr konform, denken selbstständig und malen dabei nicht schön, sondern sie beschreiben in ihrer selbst erlebten Welt die Realität.

Das Schreiben schürt das Bewusstsein!

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