Vielleicht sollte man sich diesen Film mal in Ruhe ansehen (ca. 1:45h)
Und dann doch noch mal ins Nachdenken kommen …
Ich erlebe diese ‚Bereicherung‘ jeden Tag! Dieses Land rennt mit Karacho in einen Bürgerkrieg – und hinterher will es wieder keiner gewesen sein …
Ich hoffe, mich zu irren!
Und bitte um Kommentare – nach dem Betrachten dieses Videos.
Warum diese ‚fäkale‘ Beschreibung in der Überschrift? Nun, sie ergibt sich schnell, wenn man diesem Video aufmerksam gefolgt ist, wo eine aufgeregte Frau aus Afrika diesen Begriff „Activism“ in „Cactivism“ umdeutete. Das war wohl recht passen – und wurde beim Schreiben dieses Artikels eingedeutscht.
Der Begriff ist übrigens vielschichtiger, als man annehmen könnte. Denn diese, von ‚Berufs‘-wegen Empörten – koten ansonsten & sehr gerne auf dieses Land.
Oh man macht das Video schlechte Laune.
Ich habe mal vor vielen Jahren 2 Typen kennen gelernt, die sich der Antifa angehörig fühlten, die waren dermaßen links und verblendet da waren keine Gespräche möglich und ich hatte sehr schnell auch kein Interesse mehr daran.
Mit zunehmendem Alter merke ich aber auch, das ich doch inzwischen etliche bürgerliche Positionen einnehmen kann, die ich vor 15-20 Jahren noch abgelehnt habe.
Ich stimme dir in allen Punkten zu, aga80. Es macht schlechte Laune und mit der AntiFa zu diskutieren, steigert diese noch.
„Deutschland verrecke“ zu skandieren und gleichzeitig von diesem Land zu leben, macht einfach keinen Spaß mehr.
Vor allem nicht, wenn ein Justizminister Maas unter deren wehenden Fahnen ein Interview in den ÖR gegeben hat.
Mein Eindruck ist, dass dieses einst schön bewohnbare Land (70-80er) sukzessive den Bach herunter geht.
Jasinna.
Sie ist beeindruckend.
Yep – und sie recherchiert sehr gut und gründlich!
@ Emmanzer
„Yep – und sie recherchiert sehr gut und gründlich!“
Aber nicht, wenn es um die Antifa-Szene geht.
Sonst wüsste sie, dass es mindestens fünf Unterströmungen in der Antifa-Szene gibt und die Antideutschen nur eine davon sind. (Wobei aber nicht alle Antideutschen zwangsläufig im Kontext der Antifa-Arbeit aktiv sind.)
Die Antideutschen sind – genau wie ihre ebenso einseitigen Gegenspieler innerhalb der Antifa-Szene, die Antiimps (Antiimperialisten) – im Rest der Antifa-Szene weitgehend isoliert, ebenso sind die Antideutschen im Rest der Linken weitgehend isoliert.
Viele Antifa-Aktivisten aus anderen Strömungen haben keine Sympathie für die durchgeknallten extremen Positionen, die der radikale Flügel der Antideutschen zur Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg vertritt.
Zu Recht wird den Antideutschen auch vorgeworfen keinen ernsthaften Anti-Nationalismus zu praktizieren. Die Antideutschen haben ja keine Probleme damit mit USA- und Israel-Nationalfahnen auf Demonstrationen zu erscheinen. Konsequenter Anti-Nationalismus muss sich aber gegen jeden Nationalismus und alle nationalistischen Symbole richten.
An den Antideutschen gibt es aus linker Perspektive m.E. viel berechtigte Kritik, z.B.:
– Sie vertreten einen Neo-Rassismus gegen Deutsche.
– Sie bejahen z.T. auch solche militärischen Aktionen der Alliierten im 2. Weltkrieg, die objektiv betrachtet Kriegsverbrechen waren.
– Sie praktizieren keinen ernsthaften Anti-Nationalismus und haben mit Nationalfahnen keine grundsätzlichen Probleme.
– Sie leugnen oder relativieren außenpolitische Aktivitäten der USA, die mit guten Gründen als imperialistisch kritisiert werden können.
– Sie tendieren dazu jegliche Kritik an der Politik Israels undifferenziert als antisemitisch zu brandmarken.
– Ein Teil der Antideutschen hat sich kapitalismus-konformen Positionen angenähert.
Aber: Es gibt nur wenig, das ganz schwarz oder weiß wäre und auch bei den Antideutschen gibt es spezifische Teilwahrheiten und nicht alle Einflüsse, die von den Antideutschen auf die Linke ausgingen waren ausschließlich schlecht:
– Die Antideutschen haben viel dazu beigetragen innerhalb der Linken kritisches Bewusstsein für das Phänomen eines Antisemitismus von links zu erzeugen.
– Die Antideutschen sind Kritiker des Poststrukturalismus und der vorherrschenden Form linker Political Correctness, sie lehnen Gender-Feminismus, Critical Whiteness und Multikulturalismus ab. Sie sind multikulturalismus-kritisch und islam-kritisch. Ein Teil ihrer pc-kritischen Positionierungen ist durchaus lesenswert und rezeptionswürdig.
In dem Vidoe wird es nun so dargestellt als wenn ausgerechnet die multikulturalismus-kritischen und islam-kritischen Antideutschen die aktuelle Flüchtlings- und Migrations-Politik unkritisch bejahen würden. Die Antideutschen sind aber in Wahrheit Kritiker einer Islamisierung westlicher Gesellschaften, es dürften in der Regel also gerade nicht Aktivisten aus dem Lager der Antideutschen sein, die hierzu eine unkritische Haltung einnehmen.
Auch in anderen Strömungen der Antifa-Szene finden sich manchmal Personen mit islamkritischen Einstellungen, aber insgesamt ist eine unkritische Einstellung zum Islam aufgrund mangelnder Informiertheit über den orthodox-konservativen Islam und die mit ihm häufig verbundenen autoritären Sozialisationsformen und Einstellungen und aufgrund größerer Offenheit für PC-Einflüsse in den anderen Strömungen der Antifa-Szene doch viel verbreiteter.
Personen aus der Antifa-Szene, die dazu neigen jede Kritik an der aktuellen Flüchtlings- und Migrationspolitik pauschal als „rechts“, „fremdenfeindlich“ „rassistisch“ etc. zu verorten, finden sich also primär in den Strömungen der Antifa-Szene außerhalb des antideutschen Lagers.
Auch diese haben aber keine bewusste Absicht „Deutschland durch Migration zu zerstören“, sowas gibt es in der radikalen Linken nicht. Was hätten radikale Linke auch davon?
Würde dergleichen von irgendeiner Fraktion innerhalb der radikalen Linken vertreten, gäbe es Schriften und Gegenschriften dazu, Diskussionen und Debatten innerhalb der radikalen Linken seitens der verschiedenen miteinander konkurrierenden linken Strömungen. Positionen und Strategien, die innerhalb der radikalen Linken existieren, sind immer auch konkret nachweisbar und werden diskutiert und kritisiert – an diesem Umstand scheitern alle irrationalen anti-linken Verschwörungstheorien.
Die Antifa-Szene ist wesentlich (aber nicht ausschließlich) eine Jugendsubkultur. Das ist der Hauptgrund, warum dort – neben sinnvollen, konstruktiven und gewaltfreien Aktivitäten – auch Verrücktheiten, Dogmatismus sowie irrationaler Aktivismus (in manchen Fällen leider auch Gewaltaktionen) vorkommen. Viele wachsen aber zum Glück in einem späteren Alter über beschränkte und unreife Einstellungen und Verhaltensweisen hinaus.
Zurück zu meiner Kritik an dem Video: In dem Video wird es so dargestellt als wenn diejenigen Leute innerhalb der Antifa-Szene, die z.B. die Bombardierung der Zivilbevölkerung in Dresden im 2. Weltkrieg ostentativ bejahen identisch wären mit denjenigen Leuten innerhalb der Antifa-Szene, die jeden Kritiker der aktuellen Flüchtlings- und Migrationspolitik pauschal als Rechten abstempeln.
Das ist aber in der Regel nicht der Fall, das sind meistens, wenn nicht immer, Mitglieder verschiedener Strömungen innerhalb der Antifa-Szene.
Da in dem Video scharfe Kritik geübt wird, kann man wohl erwarten, dass die Macherin des Videos vorher zu diesen Dingen recherchiert um ihre Kritik auch korrekt zu adressieren und nicht verschiedenen Strömungen innerhalb der Antifa-Szene auch Dinge zuschreibt, die diese gar nicht vertreten.
Antifa Mitglied?
@ Petpanther
„Antifa Mitglied?“
Nein, ich bin u.a. in klassenkämpferisch-libertär-sozialistischen Kontexten aktiv.
Was klassenkämpferische libertäre Sozialisten so von den oben erwähnten Antideutschen und Antiimps halten, kannst du z.B. hier nachlesen:
http://www.trend.infopartisan.net/trd1209/t421209.html
An Antifa-Aktionen habe ich in meiner Jugend sporadisch teilgenommen (das hatte aber nichts mit Antideutschen oder Antiimps zu tun), ohne aber festes Mitglied einer Antifa-Gruppe zu sein. Ich habe außerdem mehrere Freunde, Bekannte und Genossen, die früher einmal in der Antifa-Arbeit aktiv waren oder dies immer noch sind. Ich selbst lese nur sporadisch Zeitschriften oder Blogs aus der Antifa-Szene und bin in den aktuellen Antifa-Diskussionen daher nicht so drin, kann mir aber potentiell jederzeit alle Informationen zum Thema besorgen, die ich brauche.
Vielen Dank für deinen Link, @Lezek. Ich habe mir diesen Inhalt durchgelesen – und u.a. das hier gefunden:
„In diesen reaktionären Sumpf hat sich nun leider auch die Hamburger Lokalföderation der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) begeben. Sie entblödete sich nicht den Aufruf des antideutschen Spektrums aktiv mit zu unterstützen und an der Antideutschen-Demonstration gut sichtbar mit FAU-Fahnen teilzunehmen. Schon seit längerem ist bekannt das in dieser Gruppe Antideutsche aktiv sind und ob dieses Zustandes gab es immer wieder interne Auseinandersetzungen darüber. Schlussendlich obsiegten die Befürworter und Unterstützer der Antideutschen in der Hamburger Gruppe über die AnarchosyndikalistInnen.“
Nun ja, die Meldung stammt aus dem Jahre 2009, wenn ich es recht verstanden habe. Das ist also nun gute sieben Jahre her.
Insofern frage ich mich, warum ihr diesen SchreiHälsinnen immer noch Obdach gewährt, bzw., ob das nicht mittlerweile der Common-Sense ist.
Denn zwischenzeitlich scheinen diese „Deutschland verrecke“ -Kreischhälse ja die Oberhand gewonnen zu haben. So wirkt es jedenfalls auf Außenstehende.
@ Emannzer
„Nun ja, die Meldung stammt aus dem Jahre 2009, wenn ich es recht verstanden habe. Das ist also nun gute sieben Jahre her.
Insofern frage ich mich, warum ihr diesen SchreiHälsinnen immer noch Obdach gewährt,“
Ich habe im Laufe der letzten Jahre nichts mehr dazu gehört, vermute also mal, dass dieses Problem heute nicht mehr besteht. Das war ja nur ein unrepräsentativer Fall, der eine einzelne Gruppe betraf und wie du siehst auch deutliche Kritik nach sich gezogen hat. Wie die Kritik zeigt, haben die Selbstregulierungsmechanismen innerhalb der syndikalistischen Bewegung hier durchaus funktioniert.
Es gibt keine nennenswerte Chance – weder für Antideutsche, noch für Anti-Imps – sich in nennenswertem Ausmaß im libertären Sozialismus breitzumachen, dazu sind ihre Ideologien einfach zu inkompatibel mit der libertär-sozialistischen und syndikalistischen Weltsicht.
Man sollte natürlich gerade im Kontext klassenkämpferisch orientierter Gruppen einen Blick darauf haben solche und andere sektiererische Spinner möglichst draussen zu halten, nicht nur aus Gründen weltanschaulicher Inkompatibilität, sondern auch aus pragmatischen Gründen, weil solche Leute schlichtweg dazu neigen die normalen Arbeiter beiderlei Geschlechts zu vergraulen.
„bzw., ob das nicht mittlerweile der Common-Sense ist.“
Nein, die Antideutschen sind wie oben erwähnt innerhalb der Linken weitgehend isoliert. Selbst der Verfassungsschutz schrieb im Verfassungsschutzbericht 2008:
„Den Höhepunkt ihres Einflusses auf den traditionellen Linksextremismus hat die „antideutsche“ Strömung inzwischen überschritten. Ihr wird in der Szene kaum noch Aufmerksamkeit entgegengebracht.“
„Denn zwischenzeitlich scheinen diese „Deutschland verrecke“ -Kreischhälse ja die Oberhand gewonnen zu haben. So wirkt es jedenfalls auf Außenstehende.“
Die Formulierung „Deutschland verrecke (damit wir leben können)“ hat mit den Antideutschen nichts zu tun, sondern ist eine Textpassage des Liedes „Deutschland muss sterben“ der Punk-Band Slime aus dem Jahre 1982, erschienen Jahre bevor die Antideutschen als Strömung innerhalb der Linken entstanden sind und mit einer ganz anderen kritischen Intention geschrieben:
Wofür der Begriff „Deutschland“ im Kontext dieses Liedes steht, sollte ein Leser/Hörer natürlich vor dem Hintergrund des gesamten Textes interpretatorisch versuchen zu erschließen:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/11/rk20001103_1bvr058100.html
Mit den Antideutschen hat dieser Songtext jedenfalls nichts zu tun.
Bei aller berechtigten Kritik an den Antideutschen und ihren Schattenseiten sollte aber m.E., wie oben erwähnt, nicht übersehen werden, dass es bei ihnen trotzdem auch positive Aspekte gibt, z.B. ein Teil ihrer Kritik an der heute vorherrschenden Form linker Political Correctness.
Hier ist z.B eine Seite einer antideutschen Gruppe, auf der man einen Sticker mit folgender Aufschrift bestellen kann:
Extreme Kackscheiße. Critical Whiteness ist postmoderner Rassismus.
(Die anderen Sticker auf diese Seite sind freilich daneben.)
http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/11/rk20001103_1bvr058100.html
Dass Critical Whiteness ein postmoderner Neo-Rassismus gegen Weiße ist, da haben sie ja nunmal Recht mit.
Der letzte Link war falsch. Gemeint war dieser Link hier:
http://antideutscheaktionberlin.blogsport.de/category/allgemein/
@Leszek
Komisch nur, dass die „Anti-Deutschen“ offenbar noch mächtig aktiv sind:
Gewalt gegen AfD-Mitglieder
Wenn es gegen rechts geht, gelten andere Maßstäbe (FAZ)
Die Gewalt gegen AfD-Mitglieder durch Linksextreme hat erschreckende Ausmaße angenommen. Doch eine öffentliche Debatte darüber findet nicht statt.
Am Himmelfahrtstag demonstrierten sogenannte „Anti-Deutsche“ im Dorf Bornhagen, dem Wohnort von Björn Höcke.
Ich bin nun wahrlich kein Fan von diesem Mann. Aber hier werden Grenzen überschritten, welche Weimarer Zeiten (und Schlimmeres) wieder auferstehen lassen. Das kann kein vernünftig denkender Mensch so wollen.
@ Emannzer
„Komisch nur, dass die „Anti-Deutschen“ offenbar noch mächtig aktiv sind:“
Ich kann auf dem Foto auf Anhieb nicht erkennen, dass es sich um eine Demonstration speziell von Antideutschen handelt. Antideutsche auf Demonstrationen sind ja z.T. erkennbar durch bestimmte Symbole: spezifische Veränderungen des klassischen Antifa-Logos, Israel- und USA-Nationalflaggen sowie bestimmte Parolen auf Transparenten, das sehe ich hier jetzt erstmal nicht.
Ich habe allerdings nicht weiter dazu recherchiert. Wollte man es genauer wissen, wäre im Netz zu recherchieren, ob es einen Demonstrationsaufruf oder eine Stellungnahme im Netz der Gruppe(n) gibt, die diese Demonstration organisiert haben.
„Ich bin nun wahrlich kein Fan von diesem Mann. Aber hier werden Grenzen überschritten, welche Weimarer Zeiten (und Schlimmeres) wieder auferstehen lassen. Das kann kein vernünftig denkender Mensch so wollen.“
Ich kann hier zwar nicht beurteilen, ob alles, was in dem Artikel steht, auch so stimmt, stimme aber selbstverständlich mit dir überein, dass Drohungen, Eingriffe in die Privatsphäre, Sachbeschädigungen gegenüber dem Privateigentum Andersdenkender oder gar physische Angriffe auf Andersdenkende scharf zu veurteilen sind, ganz gleich von wem dergleichen ausgeht.
Bei Personen aus der radikalen Linken, die entsprechende Handlungen begehen, besteht interessanterweise eine starke Entfremdung von dem Verständnis von Meinungsfreiheit, wie es sich z.B. bei Klassikern des traditionellen Anarchismus und Linkssozialismus findet.
Zwei anarchistische Zitate zur Meinungsfreiheit:
„Das Verhältnis von Theorie und Praxis, von einer wissenschaftlichen Aussage zu ihrer praktischen Anwendung, ist eine schwierige Sache; jedoch muss die absolute Freiheit der Meinung und Presse in jedem Fall vorrangig berücksichtigt werden. Sonst kann man nicht leben und atmen.“
(aus: Paul Goodman – Das Schicksal der Bücher von Dr. Reich, in: Paul Goddman – Natur heilt, EHP Verlag, 1989, S. 105)
„If you believe in freedom of speech, you believe in freedom of speech for views you don’t like. Stalin and Hitler, for example, were dictators in favor of freedom of speech for views they liked only. If you’re in favor of freedom of speech, that means you’re in favor of freedom of speech precisely for views you despise.”
(aus: Noam Chomsky, Manufacturing Consent: Noam Chomsky and the Media, 1992)
Wie man sieht, sind gewaltfreie Demonstrationen und gewaltfreie Veranstaltungen (ohne Beeinträchtigung der Privatsphäre) gegen die AFD mit diesem Verständnis von Meinungsfreiheit im Einklang, aber Drohungen, Sachbeschädigungen, Gewalt nicht.
Auch bezüglich dieses Themas finden sich unter Antifa-Aktivisten aber natürlich unterschiedliche Gruppen, Personen und Positionen. Die Antifa-Aktivisten, die ich in meiner Jugend kannte oder die heute noch zu meinem Bekanntenkreis zählen, haben z.B. nie Drohungen, Schikanen oder Gewalt gegen Andersdenkende angewendet.
Ich kann mich z.B. an eine Aktion erinnern, an der ich als Jugendlicher teilnahm. Eine rechte politische Gruppierung hatte damals einen Informationsstand in der Innenstadt. Die Gegenaktion bestand nun darin Flugblätter mit Gegenargumenten zu verteilen – und mit den Mitgliedern dieser rechten Gruppierung öffentlich zu diskutieren.
@Leszek
Ich glaube dir das auch. Aber die Zeiten haben sich wohl geändert und eine Gegendemo mit Flugblättern und Diskussionen mit dem politischen Gegnern, ist etwas anderes, als das, was aktuell im Land passiert.
Da werden bewusst Existenzen vernichtet, Teilnehmer am AfD-Kongress komplett mit allen Daten veröffentlicht und zu deren Eliminierung aufgefordert.
Da hört der ‚Spaß‘ einfach auf. Und unbenommen der angenommenen Deutschenhasser („Scheißdeutschland“, „Deutschland verrecke!“) ist diese Szene wohl mittlerweile auch noch komplett durchgegendert und -feminisiert. Lies dir das hier bitte mal durch:
„Einige Antifa-Aktivist_innen nahmen dies zum Anlasss, seine potentiellen Patient*innen in der Nachbarschaft mit Anwohner*innenflyern über seine rechten Umtriebe aufzuklären und vor ihm zu warnen. Die Grundlage für das Flugblatt lieferte hier ein bereits bestehender Flyertext der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“. Diverse Flyer wurden parallel dazu an Zahnarztpraxen in Weißensee, Pankow und Prenzlauer Berg verschickt, mit der Bitte Radtke keine Patient*innen mehr zu überweisen.“
Quelle
Ich vermute, deine Antifa ist nicht mehr die, welche man heutzutage ertragen muss. Denn diese erscheint durch und durch undemokratisch und gebiert sich, verzeih bitte, totalitär und linksimperialistisch.
Das hat mit einem friedlichen Diskurs in einer Fußgängerzone leider nicht mehr viel zu tun.