Das ist ja spannend!

Als dieser Blog eröffnet wurde, vor über zwei Jahren, kam erst mal eine Google-Suche nach „Emannzer“. Nicht überraschend war das Ergebnis:

Meinten Sie Emanze?

Nein – das war nicht gemeint! Und leider gibt es davon keinen Screenshot mehr, da er zwischenzeitlich verloren gegangen ist, aber wohl dennoch erheiternd wäre.

Mittlerweile kommen solche komisch und merkwürdig anmutenden Anfragen ja auch nicht mehr. Google hat also dazu gelernt, wie eine erneute sowie artikulierte und verbale  Nachfrage an diese Suchmaschine aufzeigt.

Erneutes Suchwort war „Emannzer“:

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Androiden sehen das aber wohl etwas anders, vor allem, wenn sie an Lollipos zu nuckeln scheinen. Und so ergibt eine Suche über die Spracheingabe bei Android 6 das folgende Ergebnis, intoniert von einer quäkenden Frauenstimme:

„Emanze“ – Selbstbewusste Frau, deren Einsatz für die Gleichberechtigung als übertrieben empfunden wird.

Na ja, dann „heul‘ doch – und kauf dir ’nen Dauerlutscher“

Interessant daran ist, das es wohl Fortschritte zu geben scheint, aber Google immer noch nicht weiß, was es davon halten soll. Da kann man das „Er“ noch so pro­non­ciert aussprechen, wie man möchte – oder dabei eben den „Mann“ betonen.

Das Ergebnis bleibt unisono dasselbe (s.o).

Merkwürdig daran ist, dass man den (Definitions-)Treffer nun plötzlich vorgelesen bekommt, während ansonsten bei einer Spracheingabe lediglich die Suchtreffer angezeigt werden. Das Femiversum bäumt sich also wohl noch etwas auf.

Nun gut, das mag daran liegen, dass die meisten Nutzer von diesen ‚Wisch-Geräten‘ meist Frauen sind, welche mit „Bag-Spreading“ in der U-Bahn sitzend munter auf ihrer WhatsApp-Anwendung herumtippen und alle 10 Sekunden hektisch gucken, ob jemand auf ihre ‚hochwertvollen‘ Statusmeldungen überhaupt reagiert bzw. geantwortet hat – oder das auch nur ansatzweise versuchte.

Offenbar möchte man diese „SmartIotinnen“ beim Suchkonzern nicht verprellen
– und nennt sie eben (oder gerade deswegen): „Selbstbewusste Frau„.

Es könnte also noch etwas dauern, bis dieses Dilema geklärt ist – und Googles Spracherkennung, zwischen parkinsonsch anmutenden Wischereien und klaren Anfragen, zumindest in sprachlicher Form unterscheiden kann.

Aber, das wird schon.


PS: Das kann jeder mit seinem Smartphone via Google ausprobieren
– Und nein, es geht dabei nicht um irgendeine Art von Eigenwerbung

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