Ein offener Brief, der leicht umformatiert wurde, aber im Inhalt dennoch erhalten blieb. Er mag auch ein Sinnbild dafür sein, warum gerade der Osten mittlerweile etwas klarere Ansagen macht, als man es aktuell im Westen tut (Anm: Die Bilder sind zur Illustration hinzugefügt worden, waren aber nicht Original-Bestandteil des Textes gewesen). Klare Worte also, denen man wohl nicht nur inhaltlich zustimmen kann, sondern meistens Nicken angesagt ist:

„Offener Brief“ an Frau Merkel von einer Dame aus der ehemaligen DDR:“

Liebe Frau Merkel,

Mein Name ist Heidi Langer, ich bin 45 Jahre alt und stamme aus der ehemaligen DDR.

Als Kind, Jugendliche und junge Frau habe ich die Bundesbürger glühend um das beneidet, das man Freiheit nennt. 1989 bin ich – gemeinsam mit vielen anderen – auf die Straße gegangen, weil ich diese Freiheit auch für mich und meine Kinder wollte. Wir haben damals etwas bewirkt. Etwas Großartiges. Für unser Land, für unser Volk.

Dachten wir.

Heute bin ich selbst Bundesbürgerin. Ich habe die Freiheit, überall hinzu reisen. Die Freiheit, nicht das Geld. Da geht es mir wie Millionen anderen in Deutschland. Darüber beklage ich mich nicht, denn es war meine eigene Entscheidung, drei Kinder zu bekommen, sie großzuziehen und dafür meine berufliche Laufbahn zurückzustellen. Im Jahre 2002 habe ich mich selbstständig gemacht, musste meine Firma aber 2006 nach dem Tod meines Mannes wieder schließen, um für meine Kinder da sein zu können.

Seither habe ich in mehreren Firmen Teilzeit- oder Minijobs gemacht, um mir zu meiner Witwenrente etwas dazuzuverdienen; auch der Bezug von Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB II ist mir nicht fremd. Ich habe also all das schon mal selbst erlebt, und meine Meinung beruht auf meinen eigenen Erfahrungen.
Was außer der Reisefreiheit habe ich 1989 noch für mich erreicht?

Ich habe die Freiheit, nicht zur Wahl zu gehen, ohne anderntags unfreundlichen Besuch zu bekommen. Aber diese Freiheit verliert viel an Gewicht, wenn man erst mal erkannt hat, dass ohnehin keine Partei zur Wahl steht, die wirklich die Interessen des Volkes vertritt.

Ich habe die Freiheit, mit meinen Steuergeldern andere Länder, Banken oder Großkonzerne zu unterstützen, in mittelbarer Täterschaft in wieder anderen Ländern Krieg zu führen und mich bestrafen zu lassen, falls ich die AO, all ihre Ausnahmeregelungen und die Ausnahmen von den Ausnahmen nicht verstehe, für deren Auslegung spezialisierte Rechtsanwälte jahrelang studieren.

Ich habe die Freiheit, mich einem Justizsystem zu unterwerfen, das immer häufiger Willkür statt Recht spricht – im Namen des Volkes wohlgemerkt – und das gelegentlich das Grundgesetz komplett außer Acht lässt oder es so verzerrt, dass es nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Ich habe die Freiheit, Ihnen, Frau Merkel, Ihren Politikerkollegen und den Lobbyisten und Aktionären der Konzerne und Banken ein gutes Auskommen zu ermöglichen, dessen Höhe Sie selbst willkürlich festlegen.

Ich habe die Freiheit, mit meinen GEZ-Gebühren die Gehirnwäsche mitzufinanzieren, der man das deutsche Volk jeden Tag unterzieht. Immerhin soll ich ja nicht irgendwann behaupten können, ohne mein eigenes aktives Zutun verblödet zu sein.

Das Grundgesetz gesteht mir mit Artikel 5 auch die Freiheit zu, meine Meinung zu sagen, zu schreiben, zu veröffentlichen.Und davon mache ich hiermit Gebrauch.

Frau Merkel, ich schäme mich.

Ich schäme mich für Ihre Politikerkollegen, für die Bundesminister und ganz besonders für Sie, die Sie offenbar Ihren Amtseid „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“ bereits in jener Sekunde wieder vergaßen, in der Sie ihn ablegten.

Wie kann man zum Wohle eines Volkes handeln, indem man dessen Willen nicht respektiert?

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Wie kann man den Nutzen eines Volkes mehren, indem man zulässt, dass Armut und Elend im Land um sich greifen, Rentner, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet haben, ihre Renten über Hartz 4 aufstocken müssen, Kinderarmut um sich greift und gleichzeitig angeblich ein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist?

Wie kann man Schaden von einem Volk abwenden, indem man seine Interessen denen von großen Wirtschaftskonzernen unterordnet oder zulässt, dass es auf geradezu kriminelle Weise durch ausländische Geheimdienste überwacht und bespitzelt wird? Und, um den nächsten Punkt des Amtseides gleich ebenfalls zur Sprache zu bringen, im Zusammenhang damit auch noch zulässt, dass das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes mit Füßen getreten werden?

Sieht so Ihre Vorstellung von gewissenhafter Pflichterfüllung und Gerechtigkeit gegen jedermann aus? Und, wenn wir schon mal beim leidigen Thema sind, wie passt die geplante Abschaffung der Prozesskostenhilfe in das Konzept der Gerechtigkeit gegen jedermann?

Ja, Frau Merkel, ich schäme mich.

Ich schäme mich, dass ich – eine deutsche Staatsbürgerin – der Welt gegenüber von einer Frau vertreten werde, die gegen den Willen von 88 Prozent der Bürger ihres Landes, von denen sie Schaden abzuwenden geschworen hat, die Einführung von Genmais 1507 durch eine feige Stimmenthaltung möglich machte.

Ich schäme mich abgrundtief, der Welt gegenüber von einer Frau vertreten zu werden, für die das eigene Volk nur Wahl- und Zahlvieh ist, und die, obwohl die Schlangen vor den Tafeln immer länger werden, nichts Besseres zu tun hat, als sich und ihren Politikerkollegen in Zusammenarbeit mit ebendiesen erst mal kräftig die Diäten zu erhöhen.

Ich schäme mich, der Welt gegenüber von einer Frau vertreten zu werden, die trotz allen Wissens und aller Erfahrungen nicht zu erkennen scheint, wohin die Europäische Union sich entwickelt. Oder dass die Marktwirtschaft nur mit dynamischen Währungen funktionieren kann. Und noch viel mehr schäme ich mich bei dem Gedanken, dass Sie es möglicherweise doch erkennen, aber nicht danach handeln.

Ich bin eine Mutter, Frau Merkel. Meine Kinder mögen zwar mittlerweile erwachsen sein, aber das macht sie nicht weniger zu meinen Kindern. Mit ansehen zu müssen, wie Sie ihre Zukunft – unser aller Zukunft – einem dem Untergang geweihten System opfern, sie immer wieder und immer nachhaltiger zur Kasse bitten, um eine künstlich geschaffene statische Währung, die schon längst in den letzten Zügen liegt, zu erhalten, das erfüllt mich nicht mehr nur mit Scham.

Mit ansehen zu müssen, wie Sie bewusst ihre Zukunft und ihre Gesundheit, sowie die Zukunft und Gesundheit ihrer Kinder und Kindeskinder aufs Spiel setzen, um amerikanische Großkonzerne zu deren eigenen Bedingungen und dem Verbraucherschutz zum Trotz auf dem europäischen Markt zu etablieren, erfüllt mich nicht mehr nur mit Scham. Es erfüllt mich mit Zorn.

Ich bin eine Mutter, wie es in Deutschland Millionen Mütter gibt.
Ich bin eine Tochter, eine Schwester, eine Großmutter, eine Enkelin, wie es in Deutschland Millionen Töchter, Schwestern, Großmütter und Enkelinnen gibt. Genau wie es Millionen Großväter gibt, Väter, Brüder, Söhne und Enkel.

Wir sind das Volk.

Sie, Frau Merkel, arbeiten für uns, auch wenn Sie das offenbar vergessen oder verdrängt haben.

Da ich mich angesichts der Umstände leider außerstande sehe, Hochachtung für Sie zu empfinden, verbleibe ich ohne derartige Grußformeln.

Heidi Langer

Quelle: Journalistenwatch.com


Nachtrag: Und erschreckend schnell holt einen Merkels Realität ein. Nicht nur am Kölner Haupbahnhof oder vor einer Diskothek in Bielefeld. Nein, nicht nur dort. Sondern auch vor dem Hintergrund der aktuellen Vorkommnissen in Kiel:

https://i1.wp.com/www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/4/41fe31722bb89e608bf95e44f4ea81b6v1_max_755x425_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpgEin Bundesland, dessen Prior ein gewisser Ralf Stegner (SPD) ist. Ein aktuell stellvertretender Bundesvorsitzender und ‚Symapathieträger‘ dieser Partei, welcher gerne Ministerpräsident wäre und der daher vehement in Talkshows hochaggressiv auftritt – Dieser Mann hat das Folgende unter Anderem ebenfalls und genau so mit zu verantworten:

Im Einkaufszentrum vom Männer-Mob bedrängt („Welt“)

Tatort Kiel: Zwei Dutzend Männer mit Migrationshintergrund belästigen Mädchen beim Einkaufen stundenlang, einige Festgenommene greifen Polizisten an. Die Bürger sind sauer, die Politik alarmiert.

[..] Rund zwei Dutzend Männer mit Migrationshintergrund haben am frühen Donnerstagabend drei Mädchen in einem Einkaufszentrum in der Kieler Innenstadt in Angst und Schrecken versetzt.

Die 15, 16 und 17 Jahre alten Jugendlichen, so berichtet es die Polizei in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt unter Berufung auf ihren bisherigen Kenntnisstand, seien zwar am Ende nicht körperlich angegangen worden. Aber allein die Vorstellung, mehr knapp 30 unbekannten Männern ausgeliefert zu sein, von ihnen über fast zwei Stunden lang belästigt, belauert, verfolgt, gefilmt und bedrängt zu werden, reicht ja schon aus, um zu verstehen, dass die Mädchen – wie es hieß – nach dieser Attacke psychologisch betreut werden müssten

[..] Die 19 und 26 Jahre alten Männer wurden daraufhin vorläufig festgenommen; in der Folge setzten sich die Verdächtigen auch auf dem Polizeirevier heftigst zur Wehr. Die Rede ist von massiven Beleidigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen.“

Update 2. März 2016

Aktuell geht ja das Gerücht, dass ganze sei nur ein Fake gewesen und alles sei nicht so schlimm, wie ursprünglich von den Medien dargestellt. Diese nun real existierende Behauptung, die kommt übrigens wiederum aus der Journalisten- Ecke und man mag sich dabei fragen: mit welcher Intention?

Dem Ganzen widerspricht nun ein offizieller Bericht von Joachim Gutt, dem stv. Landespolizeidirektor von Schleswig Holstein, der aus der aktuellen Faktenlage heraus, auf einer Pressekonferenz vieles klarstellt:

Polizei spricht über Vorfall in Kiel“ [„Focus“, 2.3.16]

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