Bei Männern, Schulkindern maskulinem Geschlechts, da ist das wohl nicht weiter erwähnens- und skandalisierenswert. Aktuell zeigt sich das an den üblen Taten der Silvesternacht in Köln,  welche nun tagein und tagaus kommentiert werden. So z.B. von Julia Klöckner, CDU:

„Die Vorfälle sind Besorgnis erregend, diese organisierten Übergriffe auf Frauen in Köln sind erschreckend. Und ganz gleich, wer welchen kulturellen Hintergrund hat, nichts rechtfertigt dieses respektlose und verletzende Verhalten gegenüber Frauen. Dennoch können und sollten wir nicht von einem deutschlandweiten Phänomen in jeder Kleinstadt und jedem Dorf reden, sodass keine Frau mehr alleine auf die Straße gehen könnte. Allerdings: Verharmlosen dürfen wir die Vorfälle auf keinen Fall.“

Aha! Das war vorher also kein Thema, als es ja nur um das „Zottelige Nutztier“ ging? Es war ja nicht skandalös, dass die Jungen in der Schule nichts mehr zu melden haben – aber ihr Taschengeld und das eigene Handy an ‚Ali‘ abgeben musste, da er eine ‚Minorität‘ in seiner Schulklasse darstellt.

Aber, darüber redet Frau Klöckner nicht, denn offenbar sind ihr Frauen und ein „bestimmter Kulturkreis“ wichtiger, den sie sich zwar nicht zu benennen traut aber dennoch anprangert. Leider traut sie sich auch nicht, diesen „Kulturkreis“ ethnisch zu erwähnen. Aber, es gilt ja die politisch Political Correctness:

CDU-Politikerin im Interview

FOCUS Online: Die Vorgänge aus der Silvesternacht haben eine Debatte darüber ausgelöst, ob man die Herkunft der mutmaßlichen Täter benennen darf. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Klöckner: Natürlich. Wenn in dieser massiven Form Übergriffe organisiert worden sind und es wohl evident ist, dass diese Übergriffe von mutmaßlichen Tätern eines bestimmten Kulturkreises verübt wurden, dann gehört das dazu. Auch um der Ursache auf den Grund zu gehen, um vorbereitet zu sein, dass so etwas nicht noch mal passiert. Es geht nicht nur um Strafverfolgung, sondern auch um Prävention – und letztlich um Gerechtigkeit.

Ja, Julia K. – Dann benenne ihn doch und lavier doch nicht darum herum, wenn selbst der „Focus“ von „Tätergruppen mit arabisch und nordafrikanischem Aussehen“ redet. Nein, statt dessen kommt dann sowas:

“ Ich denke, was Unrecht ist, sollten wir ohne Scheu benennen – differenziert, ohne zu pauschalisieren.“

Schon klar – dann soll sie es doch aber bitte auch als das nennen, was es ist! Es ist ein Jammer, wie sich Politiker immer wieder die eigenen Scheuklappen aufschrauben, wenn es um klare Ansagen geht – bzw. sie relativieren, was das Zeug hält. So zum Beispiel: „Es sind keine Heiligen …“

Wer hätte das gedacht?

Da toben sich in der Silvester-Nacht angeblich 1.000(!) Männer an einem Kölner Hauptbahnhof aus, begrabbeln Menschen, um sie auszurauben – Aber es sind ja auch keine Heiligen! Und sie haben in den „Schritt gefasst“; nicht schön, sondern richtig mies.

Und waren das wirklich nur Frauen?

Oder hätte es die gleiche Empörung gegeben, wenn es Jungen beträfe – Wäre man genauso empört, wenn man u.a. sieht, was tagtäglich auf den Schulhöfen passiert?

Nein – denn es passiert seit Jahren jeden (Schul-)Tag! Aber, das ist ja nicht so schlimm, es sollen doch keine Mädchen und Frauen davon betroffen sein. Oder etwa doch?

So sehr man Frau Klöckner auch schätzen kann – für ihr Burka-Verbot z.B. So sehr verwundert das Stillschweigen, wenn es um das andere Geschlecht geht. Da war das Ganze halt nie ein Thema für sie. Aber, es ist ja Wahlkampfzeit in Rheinland-Pfalz. Aber immerhin sagt sie mehr, als eine Malu Dreyer, oder auch „Marie Louise Anna D.“, die derzeitig dort amtierenden Minister-Präsidentin …

Nur Erniedrigungen von Frauen
– oder indirekt auch durch diese?


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  • Lucas Schoppe hat im Blog eine interessante Meinung zum Thema
  • Der Danisch mit einer Reflektion zum Thema „Sprüche des Tages
  • Der Bericht eines leitenden Bundespolizisten in der Zeitung „Welt
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