Heute geht es ja rund, nicht nur in den Medien. Aber zu letzteren sei nun doch zuerst gekommen: Dem Journalisten und Buchautoren Matthias Matussek wurde im Nachgang einer Redaktionssitzung fristlos gekündigt.

Der Grund sei gewesen, dass er, man weiß es nicht genau, Jan-Eric Peters und seinem Vize-Chefredakteur als „Durchgeknalltes Arschloch“ bezeichnet haben soll. Grund sei ein Zwist darüber gewesen, das Matussek folgendes verlautbart hat:

Nun ja, man kann durchaus geteilter Meinung dazu sein, welche Intention damit verfolgt werden sollte – und man mag sich fragen, ob ein Smiley, der dann in einen traurigen gewandelt wurde, angemessen ist, in den aktuellen Zeiten.

Matussek, der übrigens vorher beim „Spiegel“ tätig war und u.a. 1998 das vielbeachtete Buch „Die vaterlose Gesellschaft“ schrieb, eine notwendige Tatsachenfeststellung, die sich wesentlich in seiner Ausdrucksweise von Akif Pirinçci unterscheidet, bekam dafür ordentlich die Hucke voll – und verlor nun anschließend seinen Job!

Zwischenzeitlich schreibt das Medienmagazin „Meedia“, das, laut Anwalt, dieser gar nicht bei der Konferenz anwesend war und diese Injurien aktuell vehement abstreitet. Wie auch immer: Die Meldung macht(e) in den aktuellen Online-Auftritten schnellstens ihre Runde.

Damit zurück zum Kernthema dieses Blogs: Männer und ihre Rechte
– bzw. vorauseilender oder
erwarteter Konformismus!

Momentan gibt es auch eine -lähmende- Diskussion zur Flüchtlings- und Terrorthematik innerhalb der Männerrechtsszene.

Und manche gemahnen daran, sich möglichst PC-konform zu verhalten bzw. bloß nicht als rechts zu gelten. U.a. Genderama griff dieses Thema auf und verwies auf den folgenden Artikel:

„2. Der Jüngling wundert sich, dass ausgerechnet manche Männerrechtler andere Männer in Kollektivhaftung nehmen, solange es sich um Muslime handelt.“

Hintergrund ist wohl eine Diskussion bei „Alles Evolution“, in der sich der Kommentator „Üpsiloniks“, aka Der Jüngling aus jener dortigen Diskussion ausklinkte und dazu anmerkte:

„Erstens bin ich kein Anwalt für Religionen, egal ob christlich oder muslimisch.

Zweitens bin ich doch irritiert darüber, dass “männerfreundliche” Akteure, die ansonsten Hasspropaganda gegen Männer sofort durschauen, so anfällig dafür sind, friedliche Muslime in Sippenhaft zu nehmen. Wenn sich eine Feministin hinstellt und mit dem Finger auf einen Amokläufer zeigt und dann folgert: “So sind sie, die Männer!!! Und überhaupt: Jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger!!!” dann wir ja auch erkannt, was tatsächlich dahinter steckt. Bei Muslimen aber fällt man auf genau demselben Mechanismus rein.“

So macht man wohl Meinungen und Stimmung. Denn Erstens hat in dieser Diskussion niemand etwas fremdenfeindliches geschrieben bzw. in irgendeiner geartete Art und Weise diese Menschen in „Sippenhaft“ genommen – und:

Zweitens sind die meisten Blogger wohl durchaus in der Lage, aktuelle Ereignisse, Paradigmen und mögliche Pannen oder Fehlentwicklungen zu diversifzieren!

Und damit ist wieder der Status-Quo vorhanden, dem sich alle zu beugen haben: Beuge dich oder wir brechen dich – und sei es nur durch Ächtung.

Somit wieder zu Matussek, Recht, Meinungsfreiheit und einem Diskurs

Der Mann hat seine Meinung via Facebook kundgetan, sein Arbeitgeber hat reagiert. Aber er tut es differenzierter als bei Pirinçci; dennoch mit der selben Verve. Denn es darf wohl nicht sein, was Pochard (Welt) oder Diekmann (Bild), beide vom Springer-Verlag, nicht ‚erlauben‘ wollen.

Und damit schließt sich der Kreis. Anstatt über Inhalte zu diskutieren, „klinkt“ man sich aus – oder feuert die entsprechenden Protagonisten einfach und fristlos. Ein Mechanismus, den wohl viele vom Feminismus kennen und beim Thema Gender Mainstreaming jeden Tag aufs Neue erleben müssen.

Die Pranger der Neuzeit sind eben andere, als die des Mittelalters. Egal unter welchem (Halb-)Mond sie erscheinen mögen. Man redet nicht, sondern handelt und diskreditiert die eigenen Unterstützer, welche man nicht mehr als eigene Kombatanden sehen möchte.

Eine traurige Entwicklung, bei der man sich fragt, wer denn nun das „Arschloch“ ist. Bei den Medien kann man ins Grübeln kommen, bei Männern erschüttert es.

Die Schere im Kopf ist wohl offenbar längst Realität geworden.

PS: Üpsiloniks ist ein Beispiel und nicht als persönliche Injurie gemeint

Advertisements