„Väter in Deutschland“

Auf Spiegel Online wird aktuell über den Alltag einer Familienrichterin berichtet:

„Das macht mich traurig, fassungslos, hilflos, wütend“

Bekommen prügelnde Eltern ihren Säugling zurück? Wohnt das Scheidungskind bei Mama oder Papa? Familienrichter haben enorme Verantwortung – und kaum Zeit, Hunderten Schicksalen gerecht zu werden. Eine Juristin berichtet aus ihrem Berufsalltag am Limit.

 

Der Artikel ist ‚interessant‘ im Hinblick auf unseren Justizalltag und immerhin scheint sich die Befragte auch für das Kindeswohl einzusetzen. Wie das aber tatsächlich und zuhauf an deutschen Gerichten läuft, das wird im folgenden Leserbrief beschrieben, welcher auch die Überschrift dieses Beitrages benannte [Anm: Formatierungen durch Emannzer, Bild dient der Illustration]:

„Die traurige Wahrheit in Deutschland ist, Väter können von den Müttern ganz einfach und mit vielfältigen staatlichen Hilfen entsorgt werden.

Die Anleitung dazu geht so: Anruf beim Jugendamt und erklären man habe große Ängste. Man rät der Mutter sich sofort mit den Kinder in Sicherheit zu bringen.

Als nächstes kommt eine vorläufige Entscheidung des Familiengerichts in der die Kinder zur Mutter kommen. Umgang gibt es keinen, aufgrund der „Ängste“.

Die Mutter hat nun alle Zeit der Welt die Kinder zu manipulieren. Denn bis es zu einem Termin bei einem Psychologen kommt vergehen Monate. Dann sind die Kinder tatsächlich völlig durch den Wind.

Sie haben nun tatsächlich Angst vor dem bösen Vater. Die Umgänge werden weiterhin abgesagt. Wenn dann endlich Umgänge angeordnet werden, kann die Mutter diese einfach ignorieren. Das gibt zwar Ärger, aber keine echten Konsequenzen.

Dem Vater wirft man unterdessen vor, er klammere pathologisch an seinen 3 Kindern. Also erneut kein Umgang.

Schließlich habe er ja früher auch keinen Bezug zu seinen Kindern gehabt weil er ja einen Beruf hat.

Tausende Väter jährlich verlieren aufgrund dieser absurden Verfahren den Kontakt zu ihren Kindern. Diese hassen den Vater irgendwann tatsächlich, weil sie jeden Tag das Verlassensein erleben und sich nicht vorstellen können das der Papa sie liebt.

Schließlich kann kein Kind einer Mutter für eine Lügnerin halten. Die Kinder lieben ihre Mutter und übernehmen die Sicht der Mutter aus Selbstschutz ihrer Seele.

Abhilfe wäre nur möglich, wenn sehr sehr schnell gehandelt werden würde und sofort nach einer Trennung Psychologen die Kinder sehen könnten und den Kontakt zu beiden Eltern durchsetzen würden.

Derzeit kann jede Mutter einen Vater aus dem Leben der Kinder auf ewig verbannen und dies mit Hilfe der Gerichte durchsetzen.

Armes Deutschland!“

(Quelle: „Dr.W.Drews“ im Forum von Spiegel Online)

Ergänzend hierzu noch mal der Hinweis auf das Buch „Deutschland, deine Väter“, von Andreas Puderbach, welches ich hier rezensiert habe und das per Klick auf obiges Bild probegelesen werden kann.


Der SpOn-Artikel scheint noch andere Kommentatoren auf die Palme zu bringen. Hier mal exemplarisch ein paar Auszüge dazu (also u.a. Frau Richterin „Müller“):

„Sie schaffen das Leid und niemand anders. Sie bevormunden erwachsene Menschen, wann sie ihre Kinder sehen dürfen und wann nicht. Das ist krank. Sie haben vielleicht die Staatsmacht auf Ihrer Seite, aber mit Problemlösung hat das, was Sie tun, nicht einmal ansatzweise was zu tun. Das Rechtssystem hier ist ein gigantisches Geldumverteilungssystem von den zwangsweise als Zahler verdonnerten Eltern auf Anwälte, Gerichte und Richter. Es ist ein ungerechtes, grausames und schamloses System.“ (christiane_kreusch)

„Frau Müllers“ engagierte und eindrückliche Berichte lassen erkennen, dass sie „lediglich“ befürchtet, sich durch eine derartige Charakterperversion persönlich schützen zu müssen.
(kobl)

Als Mann befindet man sich deutlich im Nachteil, wenn es um die Durchsetzung seiner Rechte geht hinsichtlich Umgang und Sorgerecht. Der Unterhalt ist ein ganz anderes Thema.
(tilmaster)

„Ich hatte 2014 die Gelegenheit, an einem Seminar zum Familienrecht an der Universität Augsburg teilzunehmen. Der vortragende, ein vorsitzender Richter des OLG München erklärte vor ca. 150 Anwälten, dass er von den Neuerungen im Familienrecht nichts hielte und er sagte wörtlich: Wenn Sie die Mutter vertreten, sind Sie in der komfortablen Position, dass Sie das Verhältnis der Eltern lediglich als konfliktbelastet darstellen müssen, dann bekommen Sie automatisch altes Recht.“
(BeobachterFamR)

„Ich habe jede freie Minute für mein Kind geopfert, war ein liebevoller Vater. Die Mutter war es nicht. Einem älteren, sehr erfahrenen Familienrichter (und NUR seinem klaren verstand) habe ich es zu verdanken, daß mein damals kleines Kind nicht zur Geisel der Mutter wurde – und sich Jahre später entschied, sich der Unterdrückung durch die Mutter zu entziehen, indem es zu mir kam.“
(Deep Thought)

Welcher, noch klar denkende, Elternteil würde dem widersprechen wollen?

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3 Gedanken zu “„Väter in Deutschland“”

  1. Ich denke, das Gejammer dieser Riin/FG besagt schlichtweg gar nichts, bestenfalls.
    Es ist das übliche Gesülze von Überlastung und Überforderung, mit dem Routine-Appell nach mehr solidarischen Mitstreitern.
    Ihr persönliches Kindeswohl ist weiterhin völlig unklar und steht in keinem erkennbaren Zusammenhang mit den besten Interessen des Kindes.
    Kurz gesagt, der Text könnte genau so von der hier erwähnten Richterin stammen, die für ihre Vätereinstampfungen im Gerichtsbezirk berüchtigt ist:
    http://files.homepagemodules.de/b568024/f20t18p1990n2.pdf

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