Die „FAZ“ bringt aktuell ein Schlagwort-Bingo heraus:

„In wenigen Debatten fallen so viele von erhabener Engstirnigkeit geprägte Sätze wie beim Feminismus. Mit diesen Phrasen können auch Sie endlich einsteigen – egal, welche Position Sie vertreten. Klicken Sie an, welche Argumente Sie mögen. Wer eine durchgehende Reihe schafft, bekommt die Bingo-Fanfare zu hören.“

Text (von links nach rechts – und herunter; zum feministischen Hades):

„Alice Schwarzer ist DOOF“ / „Wir brauchen einen NEUEN Feminismus“ / „Nicht IMMER so verkrampft“ /  „Du siehst gar nicht aus wie eine FEMINISTIN“ / „WEG vom Lila-Latzhosen-Image“ / „Gute Frauen BRAUCHEN keine Quote“ / „Meiner Tochter würde ich Rosa VERBIETEN“ / „Jetzt nehmen Frauen den qualifizierten Männern die JOBS weg“ / „Frauen und Männer SIND eben verschieden“ / „Also ICH bin noch nie benachteiligt worden“ / „Das PATRIARCHAT fängt schon bei zu schweren Bohrmaschinen an“ / „Ich kann meinen Mantel SELBST anziehen“ / „Feminismus ist mir EGAL“ / „Manche Frauen WOLLEN einfach zu Hause bleiben und Kuchen backen“ /  „Alles LESBEN“ / „Es gibt ja auch keine MÄNNER-BEAUFTRAGTEN“ / „In SKANDINAVIEN sind sie da schon viel weiter“ / „Und wer denkt an die KINDER?“ / „Diskriminierung fängt beim generischen MASKULINUM an“ / „Jetzt darf man Frauen wohl GAR KEINE Komplimente mehr machen“ / „Ich mag halt lieber WEIBLICHE  Frauen“ / „Aber für diese GENDER-Pseudowissenschaft ist Geld da“ / „Ich WILL ja polarisieren“ / „Immer dieser MÄNNERHASS“ / „Jungs werden ja schon in den GRUNDSCHULEN strukturell benachteiligt“

Nun ja, im Selbstversuch klang es eher etwas dissonant – was aber auch an der Beschäftigung mit dieser Thematik liegen mag. Jedenfalls klang es nicht nach:

„Klingelingeling, jetzt kommt der Eiermann“

So ganz klar erscheint es nicht, was damit eigentlich bezweckt werden soll – Und die Dissonanzen, die dieser #Aufkreisch produziert(e), sind nun auch nicht mehr zu überhören.

Aber es ist ein gutes Zeichen, dass es diese Ideologie nun langsam in den Bereich der Satire gebracht hat – Und ein Symtom dafür, dass man es endlich in den Bereich und Olymp der Lächerlichkeit geschafft hat: Endstation Orkus.

Buzzwords sind, laut Beschreibung der Wikipedia, das Folgende:

Als Schlagwort bezeichnet man einen Ausdruck oder Spruch, mit dem beim Zuhörer um besondere Beachtung gebuhlt wird. Schlagwörter sind Wörter oder kurze Phrasen

Phrasen, um der Aufmerksamkeit willen. Und wo Kreischerei nicht mehr weiter hilft, da spielt man eben Bingo. Dies alles vor dem Hintergrund und dem Bewusstsein, damit eine ganze Gesellschaft sukzessive zu ruinieren.

Da muten solche Lila-Sätze dagegen fast schon ‚prosaisch‘ und ‚poetisch‘ an:

archemama

Wieder-Anbindung an die matriarchale Genealogie und Wieder-Einbindung in die irdischen Gesetze der Kreisläufigkeit.

Hier ein kleiner Exkurs auf das – und ein paar Zitate aus dem Blog:

Die neue Vaterrechtsbewegung bezeichnet ihre Bewegung als Aufstand der Entrechteten.

Es geht um theoretische Rechtsansprüche, die von leiblichen Vätern erhoben werden, die – sowie es sich hier darstellt – den Müttern entzogen werden sollen.

Gemeinsames Sorgerecht ist also eine „Enteignung der Mutter“? Aber das ist doch noch längst nicht alles, denn wer pariert, der darf; eventuell mal ran:

Wer soziale Vaterschaft wahrnehmen will, der tut es und zwar im Einklang mit der Mutter!

„Mach‘ was ich will“, oder du fliegst achtkantig raus; aus dem Triangulat Vater-Mutter-Kind!

Bei der derzeitigen Väterbewegung geht es doch um Väterrechte und nicht um das Kindeswohl.

Wem wird das hier nun erzählt, kindesentziehenden Müttern – oder gar ‚RichterInnen‘, welche das Ganze auch noch staatlich legalisieren?

„Nicht die  B e k ä m p f u n g  der Mutterschaft, der Mütter und der Mutter-Kind-Bindung löst das Vaterschaftsproblem, sondern die soziale, konsensuale und egalitäre Wahrnehmung der Verantwortung und Pflichten gegenüber der heranwachsenden Generation. Dazu gehört die Überprüfung und Korrektur der patriarchal-systemischen Fehler …“

Au weia, Mädel! Man kann sich wohl auch anders ideoligisch und verbohrt verrennen, in den Sackgassen des Lebens. Aber so geht es natürlich auch (nicht). Denn die Probleme liegen ganz woanders.

Und der unvergessene Loriot hätte an dieser Stelle wohl geantwortet: „Ah ja“

Aber aktuell geht es nicht um das ‚Mutti-Bingo‘, welches ein teilen des Sorgerechts als Wegnahme betrachtet, sondern um ein Selbstverständnis, welches mittlerweile jeder Beschreibung spottet.

Jeder kühne Recke möge sich nun also prüfen, ob dieser Herausforderung:

Hier – oder per Klick auf das erste Bild kann man sich testen. Oder eben akustisch kasteien. Was aber gegebenenfalls als Wohlklang wahrgenommen werden könnte.

PS: Laut unbestätigten Gerüchten, haben Thomas Gesterkamp, Martin Rosowski (beide vom BuFoMä – Bundesforum Männer) 10 von 10 möglichen Punkten in der Harmonie-Skala erreicht. Das ist bislang allerdings noch nicht validiert.

Aber, wie heißt es so schön: Wer zahlt, der bestimmt die Musik
– Bingo! Nur nicht, wenn Vati oder der Mann blechen muss …

*tröt*

PS: Bullshit-Index: 0.19
Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.

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