Es ist nichts persönliches, denn so sprechen die Medien ihre Leser mittlerweile an. Und dann wundern sie sich, dass ihre Umsätze und die Abonnentenzahlen zurückgehen. Aktuell liefert der Hornbebrillte aus seinem Laubsägebaukasten (muss wohl so eine Art ‚Markenzeichen‘ sein), solche Injurien jedenfalls bei seiner Leserschaft ab.

Er, Georg Diez, schrieb am Ende seines merkwürdig wirkenden Artikels nämlich das Folgende an seine Leser:

„Was für opportunistische Arschlöcher.“

Nun ja, worum ging es denn eigentlich? Diez kollabierte, weil sich manche gegen einen „Profx“ wenden, ein Plasberg sich des Themas „Genderwahn“ annahm und verrührte das ganze noch mit Klimaschutzkritikern.

Das sah dann in seinen Teilüberschriften folgendermaßen aus:

  • Unterdrückte Männer?
  • Gender, Gender, Gender!

und folgte seiner ureigensten Rabulistik, die eben in dieser Leserbeschimpfung endete: Alles „oportunistische Arschlöcher“ – außer mir!

Normalerweise verwende ich solche Wörter nicht, aber wie Arne Hoffmann auf Genderama schon zu recht schrieb, ist es eben: „der konstruktive Stil unserer Qualitätsmedien.“

Da verwundert es nicht, dass die einst mal angesehene Wirtschaftswoche nun zunehmend feministisch wird. Nachdem die Lebensgefährtin von Anne Will, Miriam Meckel, jetzt Chefredakteurin dort ist – und man den kritischen Ex, Roland Tichy, heraus kickte, weht dort wohl ein anderer Wind.

Und woher bläst dieser denn nun
– aus dem Allerletzten vieleicht?

Dann bin ich wohl auch ein reaktionäres Arschloch, wenn ich solche Zustände in diesem Land und den Medien kritisiere. Und das bin ich dann auch gerne bzw. froh, mein Spiegel-Abo vor vielen Jahren gekündigt zu haben.

Weiterführendes zur ‚Medienbalance‘ hier
Herr Tichy und Frau Röhl leben auch noch

Übrigens äußerte sich der Journalist Matthias Matussek (unter anderem Autor von „Die vaterlose Gesellschaft“) über seinen Kollegen Diez, in einem Interview wie folgt:

„Ich hab ihm öfter gesagt, dass er eine Niete ist“

Matussek: …Die schlimmste Tröte in diesem Beritt ist wohl Georg Diez, ein Neukollege, der von mir mal NICHT eingestellt würde, weil ich ihn zu halbseiden fand.

The European: Haben Sie ihm das vor Ihrer Kündigung schon mal auf der Toilette zugeflüstert, oder treten Sie nach?

Matussek: Ich hab ihm öfter gesagt, dass er eine Niete ist. Man nennt ihn ja den Thesen-Diez, er liest von Büchern eben meistens nur die Klappentexte und hat sofort eine angespitzte These.

The European: Stimmt das Gerücht, dass Ihr Kollege Georg Diez darauf bestanden hat, Ihren angestammten Parkplatz zu übernehmen, weil der direkt neben dem des Kulturchefs liegt?

Matussek: Jawoll. Er fährt so einen knallroten Angeber-Golf mit Heckflossen und Aufklebern von „Occupy“ und von den „Arctic Monkeys“. Der Kulturchef fährt Maserati. Ich glaube, Diez spart schon auf einen. Ich hatte ihn mal in einer nächtlichen Facebook-Notiz, nachdem er Krachts „Imperium“ auf nazinahes Gedankengut geröntgt hatte, als eifernden Denunzianten bezeichnet. Was er ja auch vom Kern her ist. Großes Aufheulen beim Kulturchef. Aber Diez ist nun mal ein Schienbeintreter, der sich mutig findet, wenn er die wunderbare Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff als kreischende schwäbische Hausfrau beschimpft und den wunderbaren Woody Allen ein für alle Male abräumt, weil er nie ausgebeutete dominikanische Putzfrauen zeigt – auf so etwas muss man erst mal kommen.

Wer ist da jetzt wohl und nun das vorgebliche Popo-Loch: Der beschimpfte Leser, ein Ex-Kollege – oder scheitert(e) der Fäkal-Zuschieber am Ende an sich selbst?

Bigotter Journalismus!

PS: Der Blog „Alles Evolution“ beschäftigt sich aktuell mit Diez‘ Ergüssen

Und „Man-Tau“ greift das Thema auch auf: Biedermann und Größenwahn

Journalist K. Kelle macht sich auf „Denken erwünscht“ ebenso Gedanken

Prof. Günter Buchholz antwortet Diez im Magazin Cuncti: „Reaktionäre?“

Advertisements