Nachdem die FDP mit ihrem Brüderle vorgeblich schon für einen gepushten Möchtergern-Eklat namens „Dirndl-Gate“ gesorgt hat, welcher anschließend in einer #Aufkreisch-Kampagne endete, darf die CSU natürlich nicht mehr hintenanstehen – und hat nun ihren eigenen Skandal. So es eben einer ist, denn es geht auch: Um das Promoten eines Buches, geschrieben von einer gewissen Mareike Daum.

Nicht, dass das an sich ungewöhnlich ist, aber die Form die hier gewählt wurde, erinnert nun mal sehr stark an den angeblichen Sexismus, welchen eine Stern-Reporterin nach einem Jahr, passend zum Wahlkampf endlich loswerden musste:

Sexuelle Belästigung in der CSU-Zentrale?

Lüsterne Blicke, Sex-Offerten und Mobbing: Eine ehemalige CSU-Pressereferentin behauptet, jahrelang von Mitarbeitern der Parteizentrale belästigt worden zu sein. Dort zeigt man sich verblüfft.

[..]Es sei ein unangenehmes Arbeitsklima gewesen, schildert Daum: „Als attraktive Blondine erntete ich von den meisten Männern in der CSU-Parteizentrale nur einen Cocktail aus lüsternen Blicken und Diskriminierung.“ Und: „Die Partei ist eine Ansammlung von geilen, alten und frustrierten Männern. Sie machten mir das Leben zur Hölle.“

Und selbstverständlich wurde sie auch von den Frauen der CSU angegangen, manche nennen diese auch die „Christlichen Nattern“ der Frauen-Union (FU), dass sie nach Jahren sich endlich per 200-Seiten-Büchlein outen muss. Hier nun mal ein anderes Bild der, durch sich selbst ernannten, „attraktiven Blondine“:

Wirft man die Google-Bildersuche an, dann sieht man solches aber eher selten, denn die Ex-Pressereferentin wirft sich dort eher sehr in Pose, wenn man als Suchbegriff ihren Namen eingibt, bzw. zeigt Bilder, die nachgearbeitet wirken bis zum Gehtnichtmehr.

Dennoch dürfte Anne Wizorek, zum Beispiel, begeistert sein, gibt es ihrem Grimme-gepreisten Twitter Hashtag doch einen Agonie-Schub. Und mit der Buchpromotion kennt sich die Aufkreisch-Initatorin ja aus, forderte sie doch ihre Fan-Gemeinde auf, ihr ‚Werk‚ positiv mit fünf Sternen zu bewerten – und alles Negative als „nicht hilfreich“.

Letztendlich ist dieses Boulevard auf Gala- oder Bunte-Niveau. Wäre da nicht eine Kleinigkeit zu berücksichtigen, welche die Gesellschaft an sich betrifft: Die Mainstream-Medien stürzen sich wie eine Meute ausgehungerter Hunde darauf.

Glücklicherweise geschieht dies‘ nicht mehr ganz so reißerisch, wie in der Vergangenheit um die Reporterin Laura Himmelreich, welche einen ähnlichen Alters-Sexismus an den Tag legte wie Frau Daum („Die Partei ist eine Ansammlung von geilen, alten und frustrierten Männern.“). Sondern es klingen auch kritische Töne an, die versuchen, hinter diese selbstbehauptete ‚Hübsche Fassade‘ zu gucken.

Auch die Kommentatoren sind teilweis recht deutlich & klar in ihren Worten:

„Durchsichtiger gehts nicht mehr. Es ist echt so ermüdend. Immer dieselbe Masche um Geld zu verdienen. Aber sex sells, so auch hier.“

„Die Frechheit liegt doch in der Forderung „Wir haben das Recht, sexy zu sein“ in Kombination mit „Wir haben das Recht Männer zu verurteilen wann wir wollen, wenn sie uns auch nur anschauen!“

„Was für ein Schwachsinn! Mal ganz im Ernst, wenn ich mich als Mann ähnlich adäquat anziehen würde, da würde ich hochkantig aus der Firma fliegen.

[..]  Sorry, aber diese Dame schießt deutlich übers Ziel hinaus. Das ist nicht sexy, das ist nuttig. Und das weiß sie auch, denn es würden ihr die meisten Menschen auch bestätigen. Aber wie schon gesagt: was tut man nicht alles um berühmt zu werden …“

Nachtrag & Link: „Falschbeschuldigung ohne Risiko“ vom Leser Adler

Letztendlich ist es eine peinliche Selbstpromotion dieser ausgeschiedenen Pressereferentin, die (hoffentlich) auch nach hinten los gehen kann. Und es zeigt auf, was aktuell Stand der Dinge ist, wenn (manche) Frauen sich prostituieren und anschließend postulieren, dass sie mit „lüsternen Blicken“ belästigt, oder von Parteikolleginnen gebasht (vulgo: gemobbt) wurden.

Eigentlich eine mehr als peinliche Inszenierung und ein künstlich gehyptes Barbie-Gate der Generation „Feministische Powerfrau“. Was kommt jetzt als nächstes? Veröffentlicht SPD „Küsten-Barbie“ Manuela Schwesig nun auch noch ein Buch, in dem enthüllt wird, dass unser Justizminister Heiko Haas immer leicht sabberte, wenn er mit ihr zusammentraf?

Denn es wird Frühling und die Slut-Walks drohen.
Eben Sex-Sells-Aufschreie auf Kosten anderer …

Nachtrag, Dezember 2015: Zwischenzeitlich hat sich Frau Daum die Brüste vergrößern lassen, was, laut „Focus„, so „Normal wie ein Friseurbesuch“ sein soll. Wahrscheinlich mit ihrer Intention, dass da nur ja niemand drauf guckt …


Update, September 2016: Jetzt hat auch die Berliner CDU ihr eigenes „Barbie-Gate“. Die Karrieristin Jenna Behrends kann es gar nicht schnell genug nach ganz oben schaffen – und geht dabei, ohne mit der Wimper zu zucken, über die Leiche ihres einstigen Förderers und jetzigen Wahlverlierers Frank Henkel.

Eine ‚Große Süße Maus‚ – nicht wahr?

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