Oder auch: Die „furchtbar ignoranten Landtagsfrauen“ (Freie Wähler)

Tuğçe Albayrak ist tot – und wird nun tagtäglich durch die Medien gezerrt. Als wäre das nicht schlimm genug, werden nun posthume Bundesverdienstkreuze  eingefordert oder u.a. von einer hessischen SPD-Abgeordneten Lisa Gnadl „Frauenfeindlichkeit“ beklagt und diesbezüglich mehr Geld für Frauenhäuser verlangt.

Eine Hinterbänklerin also, die dieses Thema für sich ausschlachtet bzw. eine eigene Art der ‚Leichenfledderei‘ vornimmt.

Und dabei vergisst, das ein „Jonny K.“ (Opfer mit Migrationshintergrund) oder „Daniel S.“ ebenfalls auf diese Art und Weise starben. Aber es waren ja nur Männer – und deshalb gab es wohl auch keine Sonderberichterstattungen, Liveticker und ähnliches.

Sie waren eben nur Tote der zweiten Klasse.

Aber jetzt hat es (leider) eine Frau mit Migrationshintergrund getroffen, die auf dem besten Weg war, sich gesellschaftlich zu integrieren. Sie ist nun völlig sinnlos gestorben und die beiden „Memmen“, sprich die kleinen Mädchen, welche um 4:00 morgens bei Mc Donalds (eine davon war 13 Jahre alt) von ihr verteidigt wurden, melden sich nicht mal als Zeuginnen bei der Polizei!

Immerhin haben die „Freien Wähler“ aus Hessen diesen Irrsinn begriffen und schrieben einen engagieren Artikel zu unseren Medien und der Politik:

Die tote junge Frau und die „politisch Korrekten“
Verlogene Reaktionen nach einem vermeidbaren Totschlag

[..] Auch der Hessische Landtag und andere Personen haben sich mit dem traurigen Ereignis von Offenbach beschäftigt. Wenn ich einem Bericht darüber in der Rhein-Main-Zeitung der FAZ vom 28. November 2014 vertrauen darf, dann hat keine der darin zitierten Personen den Charakter der Bluttat verstanden. Und mein dringender Verdacht ist: Keiner dieser zitierten Personen hat, unter dem freiwillig akzeptierten Diktat der „Politischen Korrektheit“, etwas verstehen wollen.

Das beginnt mit dem Landtag insgesamt, denn der hat sich „einmütig dafür ausgesprochen, Gewalt gegen und Diskriminierung von Frauen entschiedener zu bekämpfen.“ Eine SPD-Abgeordnete fühlte sich bemüßigt zu sagen: „Wir leben in einer zutiefst frauenfeindlichen Welt“. Und eine grüne Abgeordnete meinte, „der Stellenwert der Frauen müsse auch im alltäglichen Dialog und Umgang erhöht werden.“ Rednerinnen der Regierungsfraktionen CDU und Grüne wiesen laut dem FAZ-Bericht darauf hin, „dass für Frauenhäuser und Beratungsstellen nach sexueller Gewalt in dieser Legislaturperiode mehr Geld zur Verfügung stehe als bisher.“

Auch die Zeitschrift „Junge Freiheit“ hat ihre Meinung zu dem Thema und bemerkt zurecht, wie unsere Qualitätsmedien unterschiedlich und geschlechterzentriert mit dem Thema umgehen:

Es gibt keine Opfer zweiter Klasse

[..] Der Tod von Tugce Albayrak ist aber eben kein Einzelfall. Er ist die Spitze des Eisbergs, unter dem sich tausende Überfälle und Prügelattacken verstecken. Viele dieser Gewalttaten schaffen es nicht einmal in die Randspalten der lokalen Tageszeitungen. Politik und Medien müssen sich deshalb die Frage gefallen lassen, ob sie, bewußt oder unbewußt, nicht von einer Opferhierarchie ausgehen.

Statt weiterer und langer Worte, hier nun ein paar Leserkommentare zu den Berichten in den diversen Online-Medien. Offenbar ist das Verständnis der Leserschaft (gerne auch mal als „Schleppscheiße“ titutliert), schon etwas weiter, als das unserer Journaille und Politikerinnen.

Volkes Meinung:

„LautsprecherInnen wie Frau Gnadl mißbrauchen hier ein Verbrechen dazu, ihr eigenes ideologisches Süppchen weiterzukochen.“

„Wäre es ein 18 jähriger Junge gewesen, wäre die Aufregung nicht halb so groß. Der Täter wäre in gleicher Weise gegen einen Jungen vorgegangen. Ein Mehr an Jungen- und Männerverachtung als diese Kampage gegen „Gewalt gegen Frauen“ ist kaum vorstellbar.“

„Doch diese weitgehende Verengung des empörten Blicks auf WEIBLICHE Opfer von Gewalt lässt mich das erste Mal echte Verachtung für Männer spüren, die denselben Schutz vor Gewalt verdient haben wie Frauen.“

„Sie spüren also in dieser Gesellschaft das erste Mal „echte Verachtung für Männer“. Nun, besser spät als nie. Tatsache ist jedoch, dass das was sie wahrnehmen schon lange unserer Gesellschaft immanent ist. Und ja, wenn es Erkan oder Ralf gewesen wären, hätte man es wahrscheinlich noch nicht einmal in den Medien lesen können. Sicher wäre es aber nicht zu dieser Eruption der Empörung gekommen. Männliche Gewaltopfer sind Opfer zweiten Ranges, weil ihr Leben von der Gesellschaft als geringwertiger erachtet wird, als das Leben von Frauen“

„Es ist in der Tat mehr als befremdlich, wenn SPD-Frau Gnadl meint, aus dieser schlimmen und tragischen Geschichte eine frauenpolitische Angelegenheit zu machen. Die Täter wären auch einen männlichen „Eingreifer“ mit Gewalt entgegengetreten. Man wird den Eindruck nicht los, dass es Opfer erster und zweiter Klasse gibt. Derweil sollte man Gewalt generell verurteilten, EGAL ob sie gegen Männer oder Frauen ausgeübt wird. Aber spätestens wenn es in der nächsten Tagesschau wieder heisst „…10 Tote, darunter 3 Frauen“ ahnen wir, dass dies in den Medien immer noch nicht angekommen ist.“

„Anstatt jetzt erst einmal zu schweigen und nachzudenken, ordnen die Grünen diesen Vorfall sogleich generell als „Gewalt gegen Frauen“ ein und fordern mehr Frauenhäuser, Gesetze gegen Männer etc. Die männlichen Opfer von Gewalt sind für sie nicht weiter erwähnenswert. Können die Grünen nicht einmal innehalten und nicht sofort wieder alles in ihren politischen Diskurs hineinbiegen?“

„Wo war die Politik im Fall Kirchweyhe? Bösartige Rechte, so der Medientenor, versuchten aus dem Tod politisches Kapital zu schlagen. Die Angehörigen von Daniel S. bekamen deswegen keine Rückendeckung von der Politik. Nicht einmal, als der Verstorbene im Internet als „Nazi“ diffamiert und sein Tod gefeiert wurde. Auch nicht, als eine Gedenkstätte zu seinem Andenken geschändet wurde. Am Ende mußte Daniel S. unter Polizeischutz beerdigt werden, da Freunde des Täters gedroht hatten, die Gedenkfeier zu sprengen.“

„Angesichts des zitierten Diktums des verehrten Herrn Bundespräsident drängt sich die Frage auf, inwieweit seine Exzellenz noch einen Bezug zur Realität hat. Die alltägliche Gewalt durch Ausländer hat seit geraumer Zeit ein Ausmaß angenommen, daß Überraschung befremdet ist. Die Überraschung des naiven-indigenen Bundespräsident angesichts der Gewalt gegen Angehörige der eigene Volksgruppe ist ein Vorspiel dessen, was diese Gesellschaft als ganzes erwarten wird.“

„Herr Gauck, wie „entsetzt und erschüttert“ sind Sie angesichts der Tatsache, was mittlerweile TÄGLICH in unseren Großstädten passiert. Ich bin genauso entsetzt, wenn ich wirklich jeden Tag aufs neue in der Polizeipresse, etwas von brutaler Gewalt und Raubüberfällen lese. Oft sind die Opfer ältere Menschen die ihr Leben lang für den Staat geschufftet und Steuern gezahlt haben. Für die Straßenkriminalität ist laut unzensierter Polizeipresse zum Großteil ein bestimmter Kulturkreis verantwortlich. Vielleicht sollten Sie sich dort auch mal erschüttert zeigen.“

„Kriminalstatistik des Bundes für 2013: Opfer von Mord und Totschlag gesamt 2.550, davon 67,9% Männer, 32,1% Frauen davon 1965 Fälle wo es beim Versuch blieb (was aber i.d.Regel mit schweren/schwersten Körperverletzungen verbunden ist): Lediglich bei den 585 Fällen mit Todesfolge herrscht Gleichheit … – Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 13.202 Fälle (6.5% Männer, 93,5% Frauen – Opfer von Körperverletzungen gesamt 598.205 !!! Fälle (, davon 62,7% Männer, 37,3% Frauen Geht man davon aus dass Frauen im häuslichen Umfeld mehr zum Opfer werden als Männer ist eines klar : im öffentlichen Raum sind VORALLEM MÄnner ein Opfer von Gewalt. Man kann festhalten : wer aus ideologischen Gründen hier wieder „nur Frauen sind Opfer“ propagiert ist auf dem bekannten Auge blinder als blind … auch von der Redaktion der FAZ kann man eine auf Fakten basierende Darstellung der wahren Verhältnisse erwarten, dass dies den grünroten Frauen im hessischen Landtag nicht möglich ist zeigt deren ideologisches Wahrnehmungsproblem …“


Nachtrag: Zwischenzeitlich sind die beiden Mädchen aufgetaucht,
zwei Wochen nach den Geschehnissen.

  • Zur Tat gibt es nun ein Video, das Danisch analysierte und kommentierte.
    Und: „Warum mich die gesellschaftliche Reaktion inzwischen anwidert.“
  • Der Tagesspiegel schreibt auch relativ kritisch zur „Heldenverehrung„:
    „… Tugce A. und Dominik Brunner, der Sicheinmischer von der Münchner S-Bahn-Station, werden jetzt in einer Reihe genannt. Das Bundesverdienstkreuz soll die junge Studentin gegen die Regeln posthum erhalten, eine Straße nach ihr benannt werden. Und das alles, bevor geklärt ist, was wirklich geschah. Sind das nicht Ersatzhandlungen? …“
  • Danisch bekam einen „Anruf aus dem Rotlichtmilieu“ – lesenswert!
  • Hier eine Meinung vom Blog „nachrichtenaushinterland“ zum Thema
  • Gerhard kommentiert im Blog „Geschlechterallerlei“ die Fokussierung
  • Joey ist tot und kein Bericht – die „Wissensschmiede“ wundert sich
  • Und User Andreas weist auf viele männliche Gewaltopfer hin:

    „Erinnert sei hier an:

    Daniel S. / Kirchweye 2013, getötet
    Peter F. / Graz 2013, zusammengeschlagen
    Rene K. / Berlin 2014, getötet
    Florian D. / Braunschweig 2014, zusammengeschlagen
    Thilo B. / Berlin 2010, zusammengeschlagen
    Joey K. / Hannover 2014, getötet
    Bruno N. / München 2007, zusammengeschlagen
    Dominik B. / Solln 2009, getötet

    Stellvertretend für alle Männer und Jungen, die Leben und Gesundheit riskierten und teilweise auch verloren, um anderen zu helfen.“

     

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