Wahrscheinlich könnte mir das einen Haufen Ärger einbringen und ich vermute, dass damit eventuell ‚ultralinkskontrarechts‘, sowie alle anderen Berufsempörten der jeweiligen Interessens- oder eben Interessentinnen-Lobby, vielleicht für ein paar Tage ein neues „Feindbild Nummer I“ haben dürften.

Aber aktuell fällt mir auf, welche Karten im Umfeld IS(IS) und auch anderer Kampfgruppen gespielt werden, die nicht im entferntesten darüber nachdenken, wie sie auf die (noch?) normal Denkenden in ihrer Außenwirkung einschlagen mögen. Im Folgenden nun der Ursprungstext vor dem Hintergrund anderer Opferorganisation, welche zu kritisieren ebenso lohnend sein dürfte, wie andere und ebenfalls stets und ausschließlich anklagend agierende NGOs übrigens auch.

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Die Autorin Sineb El Masra veröffentlichte auf der „Welt“ einen mutigen Artikel, bei dem man eigentlich nur ein Wort vertauschen muss, um den Duktus unserer Unzeit wieder zu entdecken:

Die Opferrolle der Muslime in Deutschland nervt

Wir Muslime leiden an einem Minderwertigkeitskomplex. Ihn müssen wir dringend überwinden und endlich Verantwortung übernehmen. Zeit wird es auch, gegen Extremisten in den eigenen Reihen vorzugehen.

Nun, substituiere man doch gedanklich mal nur mit einem einzigen, kleinem Wörtchen – und ersetze dabei das Subjekt „Muslime“ durch „Frauen“
(oder eben Feminismus).

Das Ergebniss liest sich erstaunlich authentisch:

Die Opferrolle der Frauen in Deutschland nervt

Wir Frauen leiden an einem Minderwertigkeitskomplex. Ihn müssen wir dringend überwinden und endlich Verantwortung übernehmen. Zeit wird es auch, gegen Extremistinnen in den eigenen Reihen vorzugehen.

Na, wie wirkt das – (un)bekannt ja auch aus Funk, Medien und dem Fernseher?

Ich möchte dabei gar nicht auf die Untiefen einer Kongnitiven Dissonanz  oder Wahrnehmungsstörung eingehen, sondern damit anregen, gewisse Parallelitäten zu sehen und ggf. zu erkennen.

Dazu könnte ich noch weitere Passagen zitieren (und umdrehen) aus diesem Artikel von „Welt“. Aber das wäre Urheberrechtsverletzung und würde ungewollt den Duktus bezüglich gewisser Ideologien zu sehr verzerren.

Halten wir doch mal fest: „Boko Haram“ und „IS(IS)“ schlachten Menschen ab. Aber die Medien interessiert nur ein Geschlecht: Die Frauen und Kinder, welche natürlich an letzter Stelle genannt werden; vor den Vätern, Jungs und Männern. Aber die Welt kreischt auf, weil man via Twitter selbstverständlich und vorrangig erst mal ein bestimmtes ‚Gender‘ gefälligst zu retten habe.
(#HeforShe, #freeourgirls, #titfortat[?])

So, nun kann man darüber sinnieren, warum bestimmte Interessengruppen sehr und ziemlich leise werden, wenn es denn das andere Chromosomenpaar XY betrifft.

Ist es nicht merkwürdig ruhig und still, wenn ein Part der Leidtragenden nicht in eine Ideologie oder ein Geschlechterschema passt? Und mutet es nicht eigenartig an, wenn irgendwelche Zentral- oder Frauenräte plötzlich ganz leise werden, wenn die Betroffenen nicht deren ureigensten Ziel- oder Interessengruppe entsprechen?

Tolle Integration – ob nun religiös oder aus Gender-Sicht  betrachtet.
(aber der Zentralrat des „Bundesforum Männer“ wird’s schon richten ..)

Ich werde das mit „Polemik“ taggen, sehe aber es aber gewiss differenzierter.

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