Oder auch: „Dä Patschuten“

Charles Chaplin, einer der Großen u.a. neben Loriot, nahm sich im Film „Der große Dikatator“ mal die Freiheit, diesen Import-Österreicher mit Nasenbart, aka Adolf H., aufs Korn zu nehmen. Wer den Film noch nicht kennt, dem sei dieser Ausschnitt zum Einstieg empfohlen:

Da ja Bücher zwar nicht mehr verbrannt, aber ‚immerhin‘ jetzt umgeschrieben werden, sodass aus einem Farbigen, nun ein stark Pigmentierter wird und der inzwischen verstorbene Kinderbuchautor Ottfried Preussler nebst Verleger, selbst die „Die kleine Hexe“ dran glauben lässt – oder der Verlag der Autorin Astrid Lindgren in „Pippi Langstrumpf“ aus dem „Negerkönig“ einen konformen, im Sinne der political correctnes, „Südseekönig“ macht, so lange wird man wohl weiter darauf hin arbeiten, dass wir alsbald nur noch Sinti & Roma-Schnitzel lesen und essen werden; auf tradierten Speisekarten oder eben auf Tellern liegend.

Der Männerrechtler Arne Hoffmann hat auf „Cuncti“ mal einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben, welcher sich mit ähnlichen Mechanismen beim Feminismus beschäftigt:

Wir müssen reden – über Faschismus

[..] Wenn es beispielsweise darum geht, mittels der Chromosomen-Theorie den Mann zum Tier zu entmenschlichen, nimmt die EMMA eine Spitzenrolle ein. In einem Beitrag des Jahres 1998 zeigte sie die Fotos verschiedener Chromosomenträger: Die Reihe beginnt mit XXX, einer Art Superweibchen. Darauf folgt XX, die normale Frau und EMMA-Leserin, die, welch Wunder, als „fürsorglich“ und „nicht aggressiv“ beschrieben wird. Der XY-Typ, also der typische Mann, hingegen sei „oft egozentrisch“ und „reagiert auf Provokationen mit physischer Gewalt“.

[..] Kaum anders liest sich das von der EMMA und ihrem Umfeld umjubelte „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“, verfasst von Valerie Solanas und im deutschen Feminismus derart beliebt, dass es alle paar Jahre von einem neuen Verlag angeboten wird

Nun, ich empfehle jedem XY mal, diesen Artikel zu lesen. Dann weiß man, wer die neuen „dä Patschuten“ (aka Untermenschen) sein sollen –  in diesem Land einer hysterischen politischen Korrektheit und #Aufkreischerei.

Der Blog „Alles Evolution“, Christian Schmidt, macht sich aktuell die Mühe, das Ganze (mal indirekt) zu kategorisieren bzw. die grundlegenden Themen zusammenzufassen:

Grundthesen …

1. Die Opferstellung der Frau ist absolut zu setzen

2. Die Täterstellung des Mannes ist absolut zu setzen

3. Taten, die einzelne Frauen betreffen, bilden eine exklusive Gesamterfahrung aller Frauen (“Als Mann kannst du dir nicht vorstellen, wie es ist vergewaltigt zu werden”)

4. Taten, die von Männern begangen werden, bilden eine Erbschuld aller Männer, von denen der einzelne Mann sich reinzuwaschen hat. Dies kann ihm niemals gelingen, er kann die Erbschuld nur mindern

5. Die Opferstellung von Frauen ergibt sich bereits aus abstrakten Zahlenverhältnissen ohne Betrachtung der Grundlagen (“Frauen verdienen weniger”). Argumente, die gegen die Opferstellung sprechen sind irrelevant, da diese Unterschiede selbst ihre Ursache in Sexismus haben müssen

6. Sollte sich aus Zahlenverhältnissen eine “Opferstellung von Männern” ergeben, dann können die Ursachen, die dagegen sprechen, dass es eine Diskriminierung ist, vollumfänglich diskutiert werden. Sollte dies nicht gewünscht sein oder nicht ausreichen, dann kann darauf abgestellt werden, dass

a) die Vorteile der Frau für diese einen Nachteil darstellen, da sie damit in eine für sie ungünstige Rolle gedrängt wird (“benevolent Sexism”).

b) Die Frauen diese Vorteile nicht wollen, diese aber von Männern geschaffen worden sind und es damit auch im Interesse von Männern ist die dogmatischen Vorgaben des Feminismus anzuerkennen

7. Kritik an Theorien beruht entweder auf Unwissenheit (was man ungeachtet aller Erfahrung des anderen anwenden kann), aus Machterhalt (Männer) oder Anbiederung an den Feind (Frauen). Bleibt dennoch Kritik übrig kann man sie damit entkräften, dass Feminismus per se das Gute will und daher derjenige etwas gegen Frauen hat.

8. Auch wenn die Frauen absolut unterdrückt sind, kann es wichtiger sein, über andere Diskriminierungen wie Fatshaming und Rassismus mehr zu schreiben als über Frauen.

9. Feministische Theorien oder Behauptungen sollen nicht hinterfragt, sondern akzeptiert werden. Deswegen diskutieren Feministinnen nicht, sie erklären allenfalls den Unwissenden, wie die Wahrheit aussieht

10. Alles kann eine Diskriminierung sein, alles kann ein Nachteil sein, natürlich nur für die Frau. Alles kann ein Vorteil sein, natürlich nur für den Mann

11.Widersprüche in feministischen Theorien bestehen nur bei Anwendung patriarchischer Logik (“Frauen werden dazu erzogen passiv zu sein und sich nichts zuzutrauen” vs. “Frauen sind genauso geeignet, Führungspositionen zu übernehmen, die Männer verhindern nur, dass diese fähigen Frauen nach oben kommen”). Bei Anwendung feministischer Logik sind es eben einfach doppelte Formen der Diskriminierung, die nebeneinander stehen

12. Es gibt keine harmlosen oder kleinen Benachteiligungen von Frauen. An einen nicht passenden Liedtext oder einen nicht konformen Witz (oder auch nur die Anwesenheit von Kindern auf einer feministischen Veranstaltung) kann man stets die gesamte strukturelle Benachteiligung von Frauen festmachen und sich dementsprechend aufregen

Fallen die Ähnlichkeiten zu diesen unseligen Zeiten auf?

Nun, ich sehe das jedenfalls und weitestgehend genau so. Und was mir auch ins Auge fällt, wenn ich beide Beiträge von Hoffmann und Schmidt vergleiche, ist, dass beide klar darlegen, warum die Annahme mancher, wir leb(t)en hier in einer Art „Femifaxxxismus“ nicht so ganz verkehrt zu sein scheint.

Na, dann macht mal …

Ich bin kein Historiker – aber es wäre interessant zu erfahren, ob sich eine Rasse damals als Opfer der „Patschuten“ fühlte und daher meinte, dort nicht einzukaufen (bzw. deren Bücher zu verbrennen) zu müssen – oder ob es heute ein einziges Geschlechtsmerkmal in einer Gesellschaft ist, welches denkt, sich ‚opfergefühlt‘ über das andere, das ‚Minderwertige‘, also die s.g.  Männer (aka Täter) für die Schlechtigkeiten der Menschheit Verantwortlichen – meint erheben zu müssen.

Die Ähnlichkeiten sind jedenfalls frappierend.
*Schtonk?*

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