Aus der nunmehr eröffneten Reihe, „Emannzer hilft“ – und weil man als Blogger auch mal einen Ausgleich braucht, hier nun ein paar Anregungen, wie man halbwegs sicher und werbefrei durch die Welt ‚browst‘:

1. Installiert euch den „Firefox“, besser aber noch „Pale Moon“ (basiert auf Mozilla), nervt aber nicht mit 6-wöchigen Updates, wie Firefox. Und sinnvolle „Features“ bleiben auch erhalten, wie z.B. die Statusleiste ganz unten, wo ihr u.a. erkennen könnt, wohin ein Link euch (ent)führen will. Wer Pale Moon installiert, kann das deutsche Sprachpaket problemlos nachinstallieren – bitte Hinweise beachten.

2. Definiert unter „Systemsteuerung“ die Standardprogramme für den Browser, so ihr bei der Installation einer der beiden nicht angegeben habt, dass dieser als Standard installiert werden soll.

3. Wer mag, kann via „Programme und Features“ in der Systemsteuerung unter „Windows Features deaktivieren“ den „Internet Explorer“ ganz abschalten (was ihn aber nicht deinstalliert).

4. Nun geht es um sinnvolle Grund-Erweiterungen, so genannte „Add-Ons“, die als Zusatzprogrämmchen bestimmte Aufgaben erfüllen (nochmal mein Rat, nehmt Pale Moon statt Firefox, da er wesentlich abwärtskompatibler ist). Hier meine Basis-Empfehlungen:

4.1. NoScript – Dieses Add-On deaktiviert im Standard alle Scripte (d.h. meist ‚Verfolger‘, also Seiten, die eure Clicks notieren und für die Werbeindustrie benutzen). Nach der Installation einfach mal auf „welt.de“ oder „focus.de“ gehen und staunen, welche Unmengen an Sites&Sripts da nachgeladen werden. Nun könnt ihr gezielt bestimmte (sinnvolle) Dinge erlauben, die dann in einer Whitelist landen (erlaubte Seiten).
 
4.2. AddBlock Plus – Hiermit könnt ihr gezielt Werbung unterdrücken, das heißt, es fahren plötzlich keine Autos mehr quer über den Bildschirm oder nervige Werbe-Bilder blinken euch an. In den Einstellungen bzw. bei der Installation kann man bestimmte Listen abonnieren, bei denen sich andere täglich die Mühe machen, die Werbung für euch heraus zu filtern.
 

5. Nun geht es ans Designen. Mittlerweile werden immer mehr Einstellungs-möglichkeiten per „Australis“ oder anderem „Chrome“-ähnlichem simplifiziert, was man u.a. als „Klarheit“ oder „Aufgeräumt sein“ bezeichnet. Das Gegenteil ist aber der Fall – denn man entmündigt den User, also euch, indem man viele Optione versteckt bzw. gar nicht auffindbar macht. Dazu gibt es aber auch Erweiterungen, die euch die Mündigkeit zurück geben. Mein Favorit seit Jahren ist „Firefox 3 Theme for Firefox 4+ reloaded“ (funktioniert nur noch mit „Pale Moon“). Dieses „Skin“ könnt ihr unter „Add-Ons“ und „Erscheinungsbild jederzeit wieder deaktivieren. Oder eben wieder selbstbestimmt sein:

Nun viel Spaß bei der Umsetzung und viel Freude an einem aufgeräumten Browser, der nicht vom Wesentlichen ablenkt. Für Fragen (oder Ergänzungen) gibt es die Kommentarfunktion.

Übrigens wird das Browsen wesentlich sicherer, da ihr mit z.B. „NoScript“ die Ursache von Viren, Trojanern etc. zum Großteil schon im Vorfeld verhindern könnt. Dann reicht auch „Microsoft Security Essentials“ (Win 7) bzw. der baugleiche „Defender“ (Win 8) als Virenscanner vollkommen aus, zumal Microsoft mit der Firewall und anderen Features ein mehrstufiges Sicherheitskonzept hat.

PS: Mit „Binnen-I-be-gone“ als Add-On kann man viele Texte übrigens wieder lesbar machen, weil es dieses Deppinnen-I aus Texten automatisch entfernt (um mal im Kontext dieses Blogs zu bleiben).

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