Mal in aller Kürze: Auf der „Welt“ gibt es aktuell ein Video, welches die angeblich peinlichsten „Militär-Promos“ zeigt – und worauf ich definiv nicht vernetzen werde, da man wohl  aus Deutschland nichts zu berichten wusste.

Aber schauen wir uns statt dessen mal dieses, via dpa, verlinkte Bild an:

Beeindruckende Kulisse, eindeutige Geste: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen demonstriert auf diesem Bild Stärke.

„6:55 – die Frisur sitzt bombenfest“, dank 3-Zement-Taft. Was die Transall aber  nun anschließend mit ‚Uschis‘ flotter Frisur veranstaltete, das entzieht sich definitiv meiner Kenntnis, denn man will ja nicht die ’schöne‘ Bildaussage zertrümmern.

Hendryk M. Broder wurde da schon etwas deutlicher:

Waffen, Wolken und Gestaltungswille

Die Verteidigungsministerin trägt eine Jeans-Jacke. Ein Fotograf ist dabei. Das Foto ruft: Unsere Ministerin zeigt Gestaltungswillen! Eine Bildbetrachtung.

Und er schließt ab mit dem Satz:

Und noch etwas verrät uns das Bild. Dass Beruf und Familie durchaus vereinbar sind.

Klar, denn Ursula von der Leyen, welche in Hannover nicht mal ihren eigenen Wahlkreis für sich gewinnen konnte, fliegt ja nicht mit, denn das sollen mal schön die Anderen machen – während sie sich in Pose wirft. Sich also somit
und damit ‚empathisch‘ auf Kosten von ‚Einsätzlern‘ selbstdarstellt.

Von der Leyen musste sich auch nicht irgendwelchen Musterungen unterwerfen, wo man Männern an die Hoden greift und sie zum Husten auffordert. Sie musste auch nicht erleben, dass diese Maßnahme teils durch Menschen durchgeführt wurde, bei denen der Mann splitternackt vor zig (teils kichernden) Frauen stand oder steht:

Nein, das ist sicherlich nicht peinlich …
Denn heute nennt man das #Aufkreisch
(Aber nur dann, wenn es Frauen betrifft)

Und damit zurück zur Überschrift: Wenn man schon, wie die „Welt“ es aktuell tut bzw. solches als „Die peinlichsten Militärpromo-Videos der Welt“ promoted, dann sollte man, ob der Clickrate, nicht unbedingt Deutschland vergessen. Denn wir haben u.a. auch noch sowas zu bieten:

Frau Hauptmann Wencke Sarrach [Video] lässt in Berlin-Köpenick ihr Wachbataillon aufmarschieren. Mit der Aktion will die Soldatin Nachwuchs für die Bundeswehr rekrutieren. …“

„Wir haben den Auftrag, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben“
Aha: Also ein peinlich anmutender ‚Kadaverinnengehorsam‘

In diesem, „ihrem Wachbataillon“, einer ‚Hauptfrau von Köpenick‘

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