Nachstehend ein Kommentar, der nicht untergehen sollte, da er die Gender-Mainstreaming-Fraktion so richtig auseinander nimmt. Er bezog sich auf diesen Artikel: „Östrogen und die Menschwerdung„. Damit überlasse ich & somit gerne
– gewiss mit einer Verneigung vor dem Autor (Andreas Puderbach), die Bühne:

In diesem Teilabschnitt offenbaren die Steuergelder verschwendenden “Wissenschaftler” ihr Stochern im Nebel:

“…..Die Theorie von Cieri und seinem Team basiert wie fast alles in der Paläoanthropologie auf Indizien und Vermutungen. Niemals wird es die Möglichkeit geben, von unseren uralten Verwandten eine Blutprobe zu bekommen. Niemals werden wir bestätigen können, ob ein geringerer Testosteronspiegel Menschen tatsächlich zu mehr Kunst und Kultur verführt.”

Zudem ist Testosteron tatsächlich das Männlichkeitshormon, das eine andere Form des sozialen Verhaltens herbeiführt.

Eine “andere Form” heißt aber nicht, “keine Form des Sozialverhaltens”! Es scheint heute die Fähigkeit und das Wissen abhanden gekommen zu sein, männliches Sozialverhalten richtig deuten und analysieren zu können. Oder es ist unerwünscht. Man mag diese Unterstellung einmal gelten lassen.

Tatsächlich haben Frauen ein anderes Sozialverhalten und kommunizieren auch anders. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr und auch keine Erkenntnis der Gender-“Experten”.

Nur kann man einerseits auch nicht wirklich nachvollziehen, warum heute das Sozialverhalten “besser” geworden sein soll als früher.

Nehmen wir einmal an, dass sich früher gewisse Notwendigkeiten ergaben, die ein bestimmtes Sozialverhalten – und sei es auch heute für den “modernen” Menschen nicht mehr nachvollziehbar – notwendig machte, so ist es gewagt zu behaupten, man hätte heute ein “besseres” und “ausgeprägteres” Sozialverhalten.

Nimmt man nämlich die typischen und in Mode gekommenen Wertungen aus dem Verhalten von Menschen heraus, so stellt sich berechtigt die Frage, ob nicht “Mobbing”, “psychische Grausamkeit” und “Rücksichtslosigkeit”, verbunden mit der nachweislichen Vereinsamung von Menschen – insbesondere in der westlichen Industriehemisphäre – einen Fortschritt bedeuten, gegenüber einer “Keule, die einem aufs Haupt geschlagen wird, wenn man in der falschen Höhle die falsche Frau begattet hat.

Auch läßt sich Fortschritt nicht an Begriffen wie “Kultur” und “Figürchen basteln” festmachen, denn das ist vielleicht eine feine und ansehnliche Angelegenheit, macht aber den Kühlschrank nicht voll.

Tatsächlich kann man an den Hormonen und deren Menge sehr viel festmachen. Tatsächlich ist es aber so, dass männliche als auch weibliche Personen einen unterschiedlich großen Haushalt an Testosteron und Östrogen haben, also den geschlechtsspezifischen Hormonen, die typische Eigenschaften tatsächlich hervor rufen und deren Menge an Ausschüttung schon im Mutterleib gesteuert ist. Die Steuerungsmechanismen sind allerdings weitgehend unbekannt.

Derjenige Fortschritt, der zur Weiterentwicklung der Menschheit führte, die stets daran festgemacht wird, ob Menschen ihren Wohlstand mehren und ihre Arbeitskraft mindern und schonen konnten, ist dem Bau von Maschinen, der Entdeckung von neuen Elementen und deren Nutzung, sowie der Erfindung neuer Arbeitsmethoden geschuldet.

Kultur und “Figürchen balsten” entsteht dort, wo Menschen den Freiraum, die Möglichkeit und die Zeit für so etwas haben. Es bedarf also der Grundlage einer gesicherten Existenz.

Ein sich selbst versorgender Bauer, stets in Sorge eine Ernte durch schlechtes Wetter zu verlieren, hat keine Zeit Bilder zu malen. Nett zu seinen lieben Kühen zu sein, bringt ihm nur dann was, wenn sie dadurch mehr Milch geben.

Es kommt also nicht zuerst die Kultur und der Sinn für schöne Künste und dann dadurch bedingt der Fortschritt, sondern umgekehrt.

Die industrielle Revolution und auch die schon im Mittelalter – das ganz zu Unrecht als die dunkle Zeit bezeichnet wird – fußt auf Erfindungen der Männer, ist im großen und Ganzen auch dem Testosteron geschuldet – und macht daher die Aussage unlogisch, weniger Testosteron hätte zu mehr Fortschritt geführt.

Eventuell hätten Frauen zu diesen Zeiten vielleicht tatsächlich mehr zu den Erfindungen beitragen können, wären sie nicht tatsächlich in der Gesellschaft benachteiligt worden. Aber das ist eine reine Vermutung.

Der bekannte Ausspruch: Männer lieben Sachen. Frauen lieben Menschen, ist der Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen geschuldet. Erkennbar ist dies heute nach wie vor, z.B. bei der Berufswahl der einzelnen Geschlechter. Die Hirnstruktur von Männern und Frauen ist unterschiedlich und bringt im Ergebnis mit sich, dass auch heute (und wohl auch in der Zukunft) sich im naturwissenschaftlichen Bereich mehr Männer tummeln, während in anderen Bereichen – wie z.B. des Sozialwesens – mehr Frauen aufzufinden sind.

Daraus ergibt sich aber nicht die scheinbar nun gewünschte und in der Wertigkeit hervorgehobene Bevorzugung der frauentyischen Eigenschaften, als etwas “Besseres”, sondern schlicht eine fruchtbare Form der Arbeitsteilung nach den Möglichkeiten und Talenten der Geschlechter.

Würde aber die angebliche wissenschaftliche Erkenntnis dieser Forscher zu mehr Fortschritt führen, wäre das Verschwinden des Testosteron für den Fortschritt das Beste was passieren könnte und genau hierin finden wir den Unfug dieser Theorie.

Denn genau das Testosteron macht es aus, dass der Drang hin zur Forschung, des Tüftelns, der Erfindungen und des wirtschaftlich-sachlichen Denkens, überhaupt möglich ist.

Zudem geht es um Mehrung von Wirtschaftskraft durch Erwirtschaften von Geld. Das klappt nicht duch quatschen. Das Verhalten der Männer ist zwangsläufig dem Streben an die Spitze und durch Mehrleistung dem Testosteron geschuldet. In diesem System ist hierarisches denken wichtig undabhängig wie man es moralisch werten möchte.

Das Gesetz der “Horde”, (dazu zählen Vereine, Parteien, Gruppen, Stammtische, Unternehmen) steht bei Männern über den Interessen der Einzelperson. Ein völlig anderes Sozialverhalten als bei Frauen.

Dieses Verhalten mag manchmal brutal und befremdlich erscheinen, ist aber notwendig um ein gestecktes Ziel materieller Hinsicht durch Steigerung der Produktivität (Ein Chef, mehrere Angestellte die weisungsgebunden sind) erreichen zu können.

Das soziale Wesen einer Frau definiert sich aber nicht über die Horde. Also auch nicht über eine Gruppe von Frauen, die sich freundschaftlich verbunden fühlen, sondern immer aus sich heraus. soll heißen:

Der Mann definiert sich durch seine Stellung innerhalb der Horde und der Einhaltung von Regeln, die die Horde aufstellt. Sein Inneres gleicht er nicht damit ab und kehrt es auch nicht hervor, da es als Schwäche ausgelegt würde.

Eine Frau definiert sich immer über sich selbst. Sie gleicht ihr Inneres mit dem Äußeren ab und urteilt ob es harmoniert. Ein hierarchisches system ist ihr zuwider. Sie könnte hier durchaus als Feingeist bezeichnet werden, der der Kultur und den Künsten zugeneigter sein mag, aber diese Eigenschaft mag bestenfalls eine andere Art von Fortschritt hervorrufen, aber nicht diejenige die der Mensch aufgrund wirtschaftlichen Denkens erwartet.

Beispiel: Eine Frau in der Politik bewegt sich in einem männlichen System. Das System kann sie nicht ändern. Beobachtet man die Frau in der Politik, so hat sie sich im männlichen System zurecht gefunden. Sie “vermännlicht” sozusagen. Würde sie es nicht, hätte sie dort keine Überlebenschance. Dies beweist alleine die Tatsache, das Frauen letztlich dann auch nicht mehr anders handeln als Männer. Wer behaupten will Frau Merkel sei ein sozialer Mensch mit Sinn für das Schöne, der mag dann wirklich Dinge sehen können, zu denen ich wohl nicht in der Lage bin.

Man kann dem Thema seitenfüllendes schulden, jedoch bleibt das Fazit: Zu wenig Testosteron bedeutet mit Sicherheit nicht, mehr Fortschritt! Diese These alleine würde einen Ethnologen im wissenschaftlichen Weitsprung nicht einmal zur 1 m Marke befördern.

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