Mal ein kleiner Rundgang durch die Blogger- und Medienlandschaft der vergangenen Tage – und wie es sich sommerzeitlich gehört, scheint der Sonnenaufgang mittlerweile mehr und mehr die feministisch-genderistischen Gewitterwolken -welche einer ganzen Gesellschaft den ganzen Tag versauen möchten- zu verdrängen. Gut so.

Haken wir also die Damen bei uns ein, welche sich diesem Minderheitenterror von zwei totalitären Ideologien ebenfalls sukzessive entziehen – und machen einen gemütlichen Herren- und Frauenabend-Flaniergang:

Foto-Aktion junger Frauen: „Darum brauchen wir keinen Feminismus“
(via Genderama)

„Der neueste Trend – ob auf Tumblr oder Facebook.“

Anmerkung: Auf Facebook macht die Aktion „Women against Feminism“ (Frauen gegen den Feminismus) so seine Runde. Und dies mit ansehnlichen Menschen und Statements, welche positiv herüberkommen. Das ganze sorgt selbstverständlich für nicht unbeträchtliche Aufregung im Lager der Lila-Socken und Flotte-Kurzhaarfrisur-Trägerinnen.

Aber nicht nur in anderen Ländern baut sich sukzessive Widerstand auf, denn selbst die eher profeministische „Zeit“ meint in einem Artikel von Dagmar Rosenfeld:

Stoppt den Verweiblichungswahn!

Das ist ein Aufschrei! Ich bin eine Frau und ich fühle mich belästigt von den „-in“-Endungen, dem Binnen-I und dem ganzen syntaktischen Gleichberechtigungsgefummel. [..] Ich empfinde es als übergriffig, wie im Namen der Frau, also auch in meinem, unser Wortschatz missbraucht wird, um die Gleichstellungserregtheit einiger zu befriedigen. [..] Die fast extremistischen Züge des Verweiblichungswahns von Sprache haben wohl mit der Tradition des Alice-Schwarzer-Opfer-Feminismus zu tun. Offenbar haben bis heute manche mental nicht aus der weiblichen Opferrolle herausgefunden. Als Therapie und als Beleg des weiblichen Selbstbewusstseins fordere ich daher das generische Maskulinum zurück.

Und als sei das nicht genug, kommen nun auch die „Töchter der Freiheit“ ins Schlingern – und das, obwohl sie sich als Feministinen bezeichnen:

Einspruch, Herr Professorin!
 Die grotesken Auswüchse der Frauenförderung

[..] Wir bewegen uns momentan auf eine Gesellschaft zu, die nicht die Frauen, sondern die Männer diskriminiert und das kann und darf in einer Gesellschaft, die angeblich die Gleichberechtigung von Mann und Frau anstrebt, nicht sein!“

Der Blogger Arne Hoffmann kommentierte diesen Artikel übrigens wie folgt: „.. Es wird für Leute wie Andreas Kemper und Hinrich Rosenbrock immer schwerer, ihre holzschnittartigen Kindergartenskizzen der verschiedenen Lager im Geschlechterkampf [..] hübsch geordnet zu halten.“

Beenden wir den lauen Abend vor der Einkehr beim Heurigen mit einem Artikel des österreichischem „Kurier“. Denn auch im Nachbarland scheint man die Nase mehr als voll zu haben. Dies äußert sich unter anderem in einem offenen Brief:

Absage an „Gender-Wildwuchs“

Am Montag haben insgesamt 800 Uni-Professoren, Lehrer, Journalisten und andere Sprachkritiker in einem offenen Brief einen Aufruf die Abschaffung des Genderns gefordert.“

Der Artikel ist in Gänze lesenswert, selbst wenn es sich teils um lokale Themen handelt, welche global ‚gleichbehandelt‘ werden. In Deutschland haben wir ja ein ähnliches Pendant mit der „Frankfurter Erklärung“ von Professor Dr. Günther Buchholz, welche von mittlerweile mehr als 1.200 Mitzeichnern unterschrieben wurde.

Lassen wir damit den abendlichen Spaziergang gemütlich ausklingen und freuen uns auf a g’scheite Mass, ein gemeinsames Alt, eine Apfelschorle oder einen G’spritzten uvam in der Zukunft.

Update: Auf „Cuncti“ gibt es eine schöne Ergänzung zum „Kurier“
Wider der Diktatur der Genderisten„, Dr. Andreas Unterberger

Nachtrag: Christian hat auf „Alles Evolution“ einen guten Beitrag geschrieben:
Women against Feminism – Frauen gegen Feminismus

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