… sind Kinder, wenn man diese, qua Order de Mutti ‚zwangsadoptieren‘ muss
– und diese per se nicht mal im Trennungsfall mehr sehen darf?

Der Blogger „Max Kuckucksvater“ gibt darauf Antworten. Nicht nur auf seinem Blog, sondern aktuell auch in der Zeitschrift „Welt“:

Ein Vaterschaftstest erspart vielen ein Drama

Ludger Pütz versteht sich selbst als Vaterrechtler. In seinem Blog schreibt er über seine Erfahrungen als Kuckucksvater – und wie man Männern die Erfahrung erspart, plötzlich kinderlos zu sein.

In diesem außerordentlich lesenswerten Interview offenbaren sich Dramen von Vätern, die nicht nur einfach, sondern sogar gleich doppelt bestraft werden. Aufgebaute Beziehungen zu einem Kind werden ignoriert – Alimente aber gerne gefordert und kassiert. Und dies alles vor dem Hintergrund eines bewusst untergeschobenen Nachwuchses, bei dem der (Schein-)Vater sogar bei der Entbindung dabei war.

Es geht dabei nicht nur um den Kuckucksvater (nannte man früher übrigens auch: Kind & Kegel), sondern ebenfalls um die Tatsache, dass Kinder von ihren Müttern wohl einfach doppelt im Stich gelassen werden. Nicht nur, dass man ‚fürsorglich‘ den Papa instrumentalisiert(e), nein, sondern man ignorierte auch den tatsächlichen „Erzeuger“. Ein widerliches Wort übrigens, denn wer will schon gerne und anders herum als ‚Gebährerin‘ bezeichnet werden?

Aber im Juristendeutsch existiert merkwürdigerweise nur Ersteres als Begriff. Aber sei’s drum: Die ehemalige Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) schaffte es, ‚ungenehmigte‘ Vaterschaftstests seinerzeit und bis heute unter Strafe zu stellen. Denn man braucht erst mal die Erlaubnis der Partnerin/Mutti dazu, was ja bekanntlich einen ‚deeskalierenden‘ Prozess naturgemäß mit sich bringt.

Möge jeder Vater (in spe) in den Antworten zu dem oben verlinkten Interview lesen, was einem hierzulande als „rechtlicher“, „biologischer“ oder „sozialer“ Vater so alles passieren kann. Und was es mit einem macht, bzw. wozu man ggf. gezwungen werden wird – und gefälligst zu akzeptieren hat!

An dieser Stelle meine ‚Bringschuld‘ auf ein Blogstöckchen und den Award vom Interviewten:

Unsere 11 Fragen an die Preisträger

– Wann hast Du mit dem Bloggen angefangen? (An die, die zuvor einen anderen Blog hatten: wie hieß der Blog?)

Erst vor 3 Monaten und ich bin überrascht über die Resonanz, welche darauf folgte. Dafür möchte ich allen danken, die mich in ihre Blogroll aufnahmen bzw. verlinkten. Mit einer Verneigung vor diesen Bloggern, welche teils schon mit jahrelanger Konstanz unterwegs sind.

– Was hat Dich zum Bloggen bewegt?

Ich war jahrelang in Foren unterwegs und mir wurde des öfteren empfohlen, doch manche meiner Kommentare in einen Blog zu stellen. Es gab auch mal Ansätze einen Gemeinschaftsblog zu betreiben, bei dessen Namenssuche u.a. der Vorschlag „Emannzer“ aufkam. Da aus der Idee nichts wurde, habe ich mich eben ’selbstständig gemacht‘

– Hast Du Kinder? (Wenn ja, wieviele und welchen Geschlechts? Wenn nein, wünschst Du Dir eines?)

Ja, eines. Aus bestimmten Gründen möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen, da mein Nachwuchs im Umfeld einer Sekte aufwächst.

– Wurde ein Vaterschaftstest gemacht?

Nein, der war auch in meinem Fall nicht nötig, da ich nach der Geburt baff erstaunt war, was sich da an eindeutigen Merkmalen genetisch übertragen hat. Diese waren und sind so unique, dass mir bis heute nicht einmal der Gedanke an einen Test gekommen ist.

– (Wenn ja, wie kam es dazu und wie war die Reaktion? Wenn nein, warum nicht?  Kinderlose – würdest Du einen machen lassen?)

Enfällt in meinem Fall.

– Kennst du jemanden, der von der Kuckuckskindthematik betroffen ist?

Außer dir fällt mir keiner im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis ein

– Welche Bedeutung misst Du der leiblichen Vaterschaft im Vergleich zur (nur) sozialen Vaterschaft bei?

Mmh, das ist nicht einfach zu beantworten, da ich beide Seiten kenne und erlebt habe. Generell denke ich, dass es eine andere Form von Liebe ist, die man seinem Kind entgegenbringt. Ich würde z.B. ohne zu zögern dafür sterben, wenn sein Leben dadurch gerettet werden könnte. Man hat auch einen anderen Zugang zum Nachwuchs, da einem viele Dinge emotional bekannt vorkommen bzw. man diese selbst erlebt hat. Dennoch entwickelt man auch als ‚Stief‘ tiefe Gefühle für ein Kind, dass weiß ich.

– Sollte es einen verpflichtenden Vaterschaftstest bei jeder Geburt geben?

Grundsätzlich ja. Und ich finde es ein Unding, dass die damalige Justizministerin Zypries solches unter die Rubrik einer Straftat gestellt hat.

– Hast du schon einmal daran gezweifelt, das Kind deiner Eltern zu sein?

Niemals!

– Welches besondere Erlebnis verbindet dich mit deinem Vater und welches mit deiner Mutter?

Eigentlich sehr viele, als das man diese einzeln aufzählen kann. Grundsätzlich war es das Gefühl von Vertrauen, dass beide Elternteile mir gaben und ich versuche an mein Kind weiterzugeben.

– Welche Eigenschaft hat dein Kind eindeutig von dir geerbt? (Kinderlos: … sollte es erben?)

Emphatie (emotionale Inteligenz), vielseitige Interessiertheit, meinen (manchmal schwarzen) Humor, Fairness. Körperlich sind auch eine Menge Dinge wiederzufinden (Gesichtsform, Hände), Statur z.B.)Welche sollte es auf keinen Fall erben? Generell hat sich eigentlich alles durchgesetzt, was ich mir vor der Geburt gewünscht habe; auch manche Eigenschaften der Mutter wie etwas mehr Geduld z.B.

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