Der Blog „Offene Flanke“ / Suwasu beschreibt ein aktuelles und gesellschaftspolitisch relevantes sowie kritisches Thema. Und er benennt es in der Einleitung so:

Das Schweigen der Männer

Schoppe wartet heute mit einer Besprechung des Buches “Tussikratie” auf, in der er eine spannende Frage stellt:

“Wann eigentlich haben sich denn Männer an diesem Geschlechterkampf als Kontrahenten beteiligt? “

Mit dieser Frage reagiert er auf die Aufrufe der Autorinnen von “Tussikratie”, den Geschlechterkampf endlich ruhen zu lassen. Das Buch unterstellt offenbar, dass BEIDE Geschlechter permanent ineinander verbissen sind im Kampf um irgendwelche Vorteile. Schoppes Frage aber macht darauf aufmerksam, dass an diesem Bild etwas nicht stimmt. Denn wo sind es Männer, die öffentlich und auch politisch die Geschlechterdebatte mitbestimmen? Und wo positionieren sie sich in Wort und Tat gegen “die Frauen”? In der Tat ist es eher so, wie Schoppe es beschreibt:

„Der Geschlechterkampf, von dem Sie reden, ist traditionell eine seltsam einseitige Angelegenheit, bei der Männern eine schräge Doppelrolle zugewiesen wird: Als Verkörperung der unerbittlichen, grausamen, herrschsüchtigen, vergewaltigenden Feinde – und zugleich als Friedenstruppe und Rote-Kreuz-Helfer, die den (weiblichen) Verwundeten dieses Kampfes zu helfen hätten.“

Mich hat diese Frage berührt, weil sie sofort Erinnerungen weckte an Situationen, in der Männer meist stillschweigend hinnahmen, …

Im Anschluss kommen indirekt sehr viele Punkte in diesem lesenswerten Beitrag auf’s Tapet, in denen sich viele Männer sicherlich wiederfinden werden. Unter anderem z.B. auch Dinge, wie das Genervtsein vom Gekreische, ein Abwenden vom totalitären Gebrüll (z.B. an Unis), ein ‚ritalines‘ Erdulden von Schmach-und-Schande-Rufen durch eine kranke Ideologie, Angst vor Benachteiligunen (soweit ist es schon), der Rückzug (innere Migration) – aber auch eine kritische Betrachtung dessen, was der Feminismus daraus an angeblicher Zustimmung herausliest bzw. ableitet – oder eventuell eben, warum sich die Menschen wegducken um ihre Ruhe zu haben.

Schweigen heißt aber nun mal nicht immer: Ich stimme dir zu. Sondern besagt wesentlich mehr -> Dass ‚Mann‘ es nicht mehr hören kann bzw. will. Und es zeugt z.B. von der tiefen Erkenntnis, dass es sich nicht lohnt, mit -meist weiblich konnotierten Extremisten- zu diskutieren. Denn ebenso gut könnte man auch einer Betonwand versuchen zu erklären, dass es Paralleluniversen gibt (oder geben kann).

Dieses Schweigen bedeutet aber auch, dass die meisten Männer (und glücklicherweise auch mehr und mehr Frauen) nicht mehr hören können, geschweige denn wollen. Warum sollten sie es denn auch? Um sich beleidigen zu lassen, als „Fehlgriff der Natur“, „Scum“ und wie diese ganze herabsetzende Buchlektüre mit „Kieksestimmchen“ (Carolin Kebekus) sonst noch so heißen mag. Die Männer fliehen nicht davor, nein sie drehen sich ruhig um und drehen den Rücken zu; was so manche Frau vollkommen irritiert zurücklässt. Und dann sucht dieses, sich ‚abgewendetwordene‘ Geschlecht der ‚Super-Girlies‘ halt nach Erklärungen, damit ihr kleines -und die Hälfte der Menschheit- ausgrenzendes Universum überhaupt noch egozentrisch fixiert funktionieren kann:

Zustimmung (sie sagen ja nichts dagegen und deswegen habe ich recht)
Ängste (Männer haben Angst vor starken Frauen, vgl. ‚Elitepartnergerede‘)
Hass (alle sind Antifrauen-Typen, die die 50er Jahre zurück haben wollen)
Macht (es geht denen darum, die Oberhand i.d. Unterdrückung zu behalten)
Infantilität (ein Mann braucht Essen, ein Bett und seine Ruhe)
Simplifizierung (vergleiche Infantilität. Hauptsache: schlicht)

Toll, nicht wahr, wie diese überlegenen ‚XX-Zauberwesen‘ dazu neigen, komplexe Themen zu simplifizieren?! Dies steht doch vice versa zu dem Kontext, den ein so harmlos klingender Satz, beginnend mit: „Wir müssen reden“, im Anschluss an Vorwurfs-Kaskaden nach sich zieht.

Und dann wundern sich diese ‚Bejublerinnen‘ des -alles besser machen könnenden- Matriarchats allen Ernstes, dass diejenigen, welche schon längst verstanden haben, wohin die Häsin läuft, sich umdrehen und wortlos weggehen? Tja, so kann es kommen.

Aber nicht nur so: In Japan gibt es die s.g. „Grasfresser“, welche einfach keine Lust mehr auf den Umgang mit Frauen haben. So gesehen handelt es sich wohl nicht nur um ein lokales, auf Deutschland begrenztes Phänomen, sondern um ein durchaus globales.

Die ersten Reaktionen verzweifelter Frauen (noch so ein Opfermythos) gibt es ja schon: „Genderama“ berichtete dieser Tage, dass man nun Männer für den Umgang „mieten“ kann, vergisst dabei aber auch nicht zu erwähnen, dass US-Universitäten zu einem feministisch „totalitärem System“ mutieren, worüber u.a. das „Wall Street Journal“ berichtete. In Deutschland versucht man sich derweil und aktuell mit „shop-a-man“ oder Getrommel gegen einen Männerkongress zufrieden zu geben – Und findet das dann wahrscheinlich noch wahnsinnig progressiv im armen Geiste.

Auch wenn ich kein Shopping-Sender bin: Aber das ist noch nicht Alles!

Die meisten Menschen beiderlei Geschlechts -gerade jene, welche sich nie mit der Thematik beschäftigen mussten-  verdrehen die Augen, wenn man mal auf diesen Unfug und diese Ideologie zu sprechen kommt: „Hör auf, ich kann es nicht mehr hören“ oder „die sollten mal in die Therapie gehen und ihre Angststörungen behandeln lassen“ – das sind so sinngemäß die Antworten, welche man erhält. Und wenn eine recht apparte Geschäftsführerin von sich aus sagt, dass sie denkt „heutzutage möchte ich kein Mann sein“, dann spricht das wohl Bände.

So haben denn wohl (fast) alle die Nase voll
– nicht nur die Männer

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