Oder auch: ‚Hübschi‘ und ‚Glubschi in friedlicher Zwietracht.
Bzw: ‚Spätömische Dekadenz‘ und die neuen Gladiatoxen:

Nachstehend eine Gegenüberstellung (um im Kontext zu bleiben: „Auge um Auge“ sozusagen) eines Beitrags vom engagiertem Blogger „kiezneurotiker“ und der einer Zeitung, welche sich „taz“ nennt. In selbiger Reihenfolge fange ich nachstehend mal mit dem Beitrag ‚Hübschi‘ an:

Kulleraugenfolter (reprise)

Es ist Post gekommen und zwar zu diesem Text, in dem ich beschrieben habe, wie sich manche Azubis – darunter meine damals aktuelle – Vorteile in der Benotung verschaffen wollen, indem sie mir ihre Brüste ins Gesichtsfeld hängen und das Verhältnis zu ihrem Ausbilder offensiv zu sexualisieren versuchen. Und dass mich das stört.

Ich habe mich aus den zahllosen Genderdiskussionen im Netz bisher weitgehend rausgehalten, nur ab und zu etwas verlinkt oder die dummen Sprüche im Blog wiedergekäut, die man als Vater mit Kind gerne mal unvermittelt und immer unverlangt als Spontanbashing verpasst bekommt, denn das Thema ist für einen Mann vollkommen vermintes Gelände und ich finde den Geschlechterkrieg, der sich hauptsächlich bei Twitter abspielt, infantil und lächerlich.

Kürzlich wurde ein Text im Magazin der Süddeutschen Zeitung über Väter in der Elternzeit veröffentlicht. Er deckt sich mit dem, was auch ich als Vater in der Elternzeit erlebt habe: Misstrauen. Schiefe Blicke. Dämliche Sprüche. Im günstigsten Fall wohlwollende Herablassung. Auf jeden Fall ein Nicht-Ernstnehmen. Das Ergebnis war Häme. Kübelweise …

Nun ja, ich kenne die Hintergründe nicht, kann diese aber nachvollziehen. Ich bin selbst Ausbilder und hatte diverse dieser ‚Auslagen‘ vor mir sitzen. Nicht nur, das diese fast aus dem ‚Regal‘ fielen (oder mit Pushups unterstützt wurden), sondern auch die häufigen Erlebnisse, wie ‚frau‘ versuchte, sich damit in eine gute Position zu bringen. Das half aber nichts, denn es war in seiner Plumpheit mehr als durchschaubar.

Später hatte ich dann die so genannten „High Potentials“ (u.a. weiblich) am Hals, die, als sie merkten, dass die Auslagen nicht mehr helfen, urplötzlich krank wurden, wenn es denn um konkrete Aufgaben ging. Um es gleich vorwegzunehmen (nicht das noch hyperventiliert wird):

Nicht alle waren so – aber es waren signifikant die ‚Weibchen‘, welche wohl auf besondere Gunst und Bevorzugung ob ihres Geschlechtes hofften. Und nun werden oder wurden ebendiese mit der Realität konfrontiert. Was sollte ‚Hübschi‘ denn nun machen, Migräne haben vielleicht?

Mit dieser Überleitung kann man nun zur ‚Pfeilkröte‘ kommen:

Pfeilkröte Feminismus

„Studentx“ und „Studier*“: Über die Elimination jeder denkbaren Form der Ausgrenzung durch sprachmolekulare Teilchenbeschleunigung.

[..] Oft sind es gerade die drolligsten Wesen, die sich ihre Feinde mit körpereigenen Abwehrmechanismen vom Leibe halten.

Die guatemaltekische Pfeilgiftkröte scheidet ein toxisches Warzensekret aus, das jedem, der davon nascht, bunte und bizarre Visionen jenseits von Zeit und Raum bereitet, bevor es ihn endlich in ein sabberndes und zitterndes, auf jeden Fall bemitleidenswertes Wrack verwandelt.

Ähnlich funktioniert auch der Spätfeminismus ..

Tja, so (be)scheibt es die „taz“ und warnt davor, sich zu einem sich zwangsläufig in Martenstein oder Matussek entwickelndem „Mutanten“ (das hieß mal Mensch) zu werden. Au weia, dass ist also das Schlimmste, was einem passieren kann, so im Zeichen der Kulleraugen, welches wie ein Batman-Karzinom jeden Tag und jede Nacht unsere Gesellschaft grell überstrahlt? „Das Auge und die Warzen“ (wie beschreibt man diesen politisch korrekten Sachverhalt unter dem Zeichen des generischen Femininum nun eigentlich) – bzw: was soll daraus noch werden?

Nun, egal, und zurückkommend auf  ‚Hübschi‘ und ‚Glubschi‘: Murmelförmige Augen haben alle beide – die toxische Pfeilkröte und das terrorisierende Kullerauge. Und man staunt, was manche damit anstellen wollen oder meinen zu können. Hier verbietet sich auf jeden Fall jeder Zwinker-Smiley, denn sonst bliebe am Ende womöglich kein Auge mehr trocken oder weiterhin penetrierend sichtbar.

Diese(s) der ‚Glotzis‘ dann allerdings wohl auch nicht,
– denn sonst gäbe es am Ende ja noch ‚Dicke Backen‘ …

PS: Wer mal eine tolle Iris sehen möchte, dem sei die Bloggerin „Erzählmirnix“ empfohlen. Die durchschaut zumindest, wie es funktioniert – und kreiert unter anderem sehenswerte und es auf den Punkt bringende Comics dazu. Solche beispielsweise, bei denen einem u.a. das Lachen im Hals stecken bleiben kann.

 

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