Man(n) mag es kaum noch glauben: Nicht alle sind so vollkommen überdreht (um nicht durchgedreht zu schreiben)  und ’suhlen‘ sich in ihrem selbst erschaffenem  Mythos der Benachteiligungen. Was mir -nicht nur in den vergangenen Monaten- schon aufgefallen ist: Stichwort Birgit Kelle, Monika Ebeling, Astrid von Friesen, Dr. Karin Jäckel, usw, das setzt nun u.a. die Journalistin Bettina Weiguny fort: Anzufangen, das eigene Geschlecht und dessen Rahmenbedingungen mal zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten:

Die Männer sind nicht schuld

Frauen haben es heute so leicht wie nie, nach oben zu kommen. Wenn es trotzdem nicht klappt, muss das Gründe haben.

Tja, und diese erläutert Frau Weiguny auch im äußerst lesenswerten Artikel der „FAZ“. Ein paar Zitate daraus:

„[..]Böse Mächte, im Zweifel die Männer, die nicht von ihren Privilegien lassen wollen, halten Frauen fern von Macht und Führungspositionen, Frau wird benachteiligt und unterdrückt. Weniger offen und aggressiv als früher, eher so latent unterschwellig, hinten rum, was besonders perfide ist. So klingt es aus dem Heer der Gender-Experten und Gleichstellungsbeauftragten. Nicht zu vergessen die ehrgeizigen Frauen, die das Erreichen ihres ganz persönlichen Karrierezieles zu einer Frage der gesellschaftlichen Gerechtigkeit aufblasen.

[…] Im Dax 30 sind nun mal nicht mehr als 30 Chefstellen zu vergeben. Würden die durchgehend weiblich besetzt, wäre die Welt eine bessere, behauptet die Gender-Ideologie: Frauen sind die besseren Menschen, kommunikativer, empathischer, teamfähiger, realistischer. Wenn jetzt die erste, hochgejubelte Riege an Vorstandsfrauen schon wieder ihren Posten verliert, kann das unmöglich an deren eigenem Ungeschick oder gar Unfähigkeit liegen: Frauen sind schließlich die besseren Manager. Eine Finanzkrise wäre ihnen nie passiert. Und die besseren Chefs sind sie sowieso. Wer diese, besser nicht zu hinterfragende Wahrheit mit Zahlen untermauern will, findet immer eine passende Studie. Notfalls bastelt er sie selbst.

Nur den wenigsten fällt auf, dass in dieser Argumentation nichts anderes als der Sexismus seine Blüten treibt – nur eben unter umgekehrten Vorzeichen: Frau ist nun nicht mehr das Dummchen, sondern das intellektuell wie moralisch überlegene Geschlecht, der Mann als solcher dagegen ein Desaster: testosterongesteuert, unbeherrscht, egoistisch, intrigant. …“

So bringt man die prägnanten Fragezeichen auf den Punkt – und dürfte dafür und demnächst von der Gender- und Feminismus-Szene massiv angegangen werden. Es wird wohl nicht lange dauern, bis der Journalistin die ersten verbalen Exkremente, pardon: Extreme, um die Ohren fliegen werden. Solche wie z.B. ein unterstelltes „Stockholm-Syndrom“ oder der „Verrat an der Sache der Frau“. Und wahrscheinlich bastelt eine Anne Wizorek (#aufkreisch oder so ähnlich) schon jetzt geistig und aufgeregt an ihrer dritten Einpersonen-Nominierung für ihren albernen „Grimme Preis“ in spe. Aktuell bemüht sich diese ‚Unterdrücktinnen-Expertin‘ ja verkrampft um eine zweite Preisverleihung …

Soweit nun also der kleine Exkurs zum ‚Opferterrorismus‘, den der Blogger von „man tau“ überschrieb mit: „… indem man eine Apotheke verwüstet“.

Was mir an dem Artikel der Autorin in der FAZ besonders gefällt, ist, dass sie sich exponiert mit dieser Tussikratie auseinandergesetzt hat. Und aus den selbstvorgeblichen „Opferinnen“ etwas macht, was den normal denkenden Menschen schon längstens und lange klar ist: Die Realität besteht nicht aus angeblichen sowie unbewiesenen „gläsernen Decken“ (wohlweißlich verschweigend, dass in diesem Konstrukt viele Männer, und im einseitigem Förderwahn, mittlerweile in einen „gläsernen Keller“ gesperrt werden) – Sondern aus Täterinnen, die nur eines gelernt haben und zu ‚beherrschen‘  können scheinen:

Fordern und Fordern – ‚Klageweib 2.0 ff

Daher ist es begrüßenswert, dass Bettina Weiguny in  ihrem  Artikel nicht in dieses ewiggleiche und monogenderistische Horn stößt, sondern auch beginnt, mit klaren Fakten die Dinge zu hinterfragen. Die Kommentare zu ihrem Artikel sprechen, ebenso wie die Bewertungen, übrigens eines: Es langt mit dieser selbstgerechten ‚Mimimikratie‘ aus der Ecke einer selbsternannten Ideologie.

Tussikratinnen sind keine Opfer! Und ich lasse gerne der Urheberin des Textes das letzte Wort:

„Und noch einen Vorteil haben die Frauen: Ihr Scheitern lässt sich wunderbar kaschieren, vor sich und anderen. Wie heißt es so schön bei Theresa Bäuerlein? „Ach, wie leicht es doch ist, keine Schuld an gar nichts zu haben
– als Frau.“

(B. Weiguny, 21.05.2014)

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