Natürlich nicht, denn es geht um die Resonanz auf sogenannte „Memes“ (also etwas abwertendes) in der Männer, mal wieder, angegriffen werden. „Not all men“ (nicht alle Männer sind so) und die ‚ergreifend‘ schlichten, aber diffamierend intendierten Karrikaturen des Mannes (das meint übrigens Alle), zerlegt die herrschend Meinung der Feministinnen in einem Satz:

“ … Ein zentrales Motiv der Not-all-men-Bilder [..] reflektiert vermutlich eine Erfahrung, die feministisch orientierte Frauen in den vergangenen Jahren mehr und mehr gemacht haben: Dass Männer sich ihre Ausführungen zur männlichen Herrschaft zunehmend weniger stillschweigend und schuldbewusst anhören, sondern dass sie offen widersprechen. …“

Meine Rede seit Jahren: Wenn diese, eine ganze Gesellschaft destabilisierende und polarisierende Randgruppe, welche es bis in die höchste Ebene geschafft hat (Gender Mainstreaming / Top Down / von Oben herab), Stück für Stück, jedwede Unterstützung verliert, dann wird diese Randgruppe eben nun mal lauthals & ebenso krakeelend untergehen. Und sie wissen darum, denn die Gegen-Stimmen werden immer lauter. So greift man dann halt zu den letzten Mitteln, auch zu jenen, die man sonst so gerne verteufelt und (als) populistisch tituliert: Diffamierung, Sexismus und Abwertung, dabei nicht mal ansatzweise ahnend, dass diese Filterbubble Feminismus sich selbst damit und vor allem ins eigene Knie schießt.

Die beiden exzellenten Blogger „man tau“ und „Alles Evolution“ zerlegen dieses Wirkungsgefüge höchst gekonnt:

 „Not all men“ – Die Politik der Beschämung

Vorgestern habe ich bei Spiegel-Online von der Geburt eines neuen Superhelden gelesen. Die Missy-Journalistin Chris Köver beschreibt dort sein Wirken so:

„Alarm, das Mann-Signal ist am Himmel zu sehen. Das bedeutet: Irgendwo auf der Welt wird gerade in diesem Moment ein Mann diskriminiert, höchste Not. Doch fürchten muss sich niemand, denn schon ist er zur Stelle: Not-All-Man, der Verteidiger der Verteidigten, Beschützer der Beschützten, die Stimme der Stimmgewaltigen.“

Und weiter:

„Dem Not-All-Man ist das Differenzieren wichtig: Während sicher einige Männer vielleicht und ganz eventuell auch mal etwas frauenfeindlich, gewalttätig oder zumindest übermäßig von sich eingenommen sein könnten, gilt das eben nicht für alle Männer. Und das zu sagen, ist dem Not-All-Man sehr, sehr wichtig. (…) Einen solch Mutigen wie Maskierten kennen fast alle, die sich im Netz oder anderswo bemühen, über Sexismus zu diskutieren.“

Aus diesem Beitrag ist übrigens das einleitende und kursiv gekennzeichnete Zitat übernommen – und sein Kommentar (man tau) zur Meme (oder einem absurden Comic, der an einen Tatort erinnert, bei dem ein ‚Superheld‘ lächerlich dargestellt wurde) ist in voller Gänze lesenswert. Im Link findet man dann auch noch die etwas schlichter gemachten -und wohl ungewollten- Selbstkarrikierungen mancher ‚Anhängerinnen‘ einer untergehenden Ideologie. Schön auch dieser Absatz:

“ Antje Schrupp beispielweise, Feministin und erklärte Liebhaberin der Filterbubble, beklagt stellvertretend, dass

    „Maskulinisten-Trolle die Debatten über Geschlechter und Feminismus zerstören.“

Als ob Debatten, die den Namen auch verdienen, nicht überhaupt erst dann beginnen würden, wenn alle davon Betroffenen auch beteiligt sein können.“

Tja, es scheint, als spüren ’sie‘, dass die Zeit des Schlaraffenlandes vorbei ist. Und man merkt an dem immer schrilleren und skurrilem Tonfall, dass da eine gewisse Sorte Mensch die pure Panik zu schieben scheint. Vielleicht hegen diese ja noch die Hoffnung auf einen zweiten Grimme-Preis bzw. beten darum, noch einmal das Unwort des Jahres (Opfer-Abo) definieren zu dürfen.

Christian, Betreiber von „Alles Evolution“ schrieb anschließend auch etwas Schönes dazu: bezogen auf den Beitrag und ein gewisses Reflektionsvermögen jenseits des Atlantiks vermutend:

Nicht alle Männer sind so” Haftung für die Gruppe im Feminismus

Lucas Schoppe (Anm: man tau) hat bereits einen sehr schönen Artikel zum “Not all Men“-Meme aus dem Feminismus geschrieben.

[..] Immerhin ist der amerikanische Feminismus eher bereit sich einer gewissen Kritik zu stellen als der deutsche Feminismus, so dass man dort in den Kommentaren bereits einige schöne Stellungnahmen findet:

Alle hier angedeuteten Links und Hinweise findet man übrigens in den beiden angegebenen Blogs.

Man kann es auch so zusammenfassen: Die Panik nimmt auf einer bestimmten Seite scheinbar immer mehr zu. Und manche können diesen Standpunkt -immerhin- wohl zumindest nachdenklich und selbstreflektierend überdenken. So gesehen ein kleiner Anfang – auch wenn diese Einsicht wohl noch nicht im u.a. ‚geschruppten‘ Deutschland angekommen ist. Dort klebt frau ja immer noch an ihren alten Pfründen und Feindbildern(m).

Insgesamt: Eine gute Entwicklung, weil die negative Intonierung nun nicht mehr so leicht in den Köpfen verfängt.

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