Oder auch: „Jeannie ist böse!“ (Zitat aus der Sendung)

In einem sehr komplexen Film geht es um die Gewalt von Jugendlichen. Komplex meint in diesem Zusammenhang übrigens nicht, dass der Handlungsstrang nicht nachvollziehbar ist. Im Gegenteil: Er geht sogar ziemlich an die Nieren und kostete einem Menschen (virtuell) das Leben.

Die Story ist diesmal nicht so einfach erzählt und sie ist in sich vielfältig komplex (Vielfalt liebt man ja angeblich so in Deutschland). Und im Land der Currywurstbuden, da wurde bürgerliches Engagement, kleinbürgerliche Sauberkeit, Alleinerziehung und Familie, Rechtssprechung und Homoöpathie in einer der besten Produktionen dieses Jahres wunderbar vereint, subsummiert und thematisiert.

In aller Kürze geht es darum, dass ein Polizist vor bzw. unter der U-Bahn strandet (und überlebt), nachdem er bei einem ‚Streit‘, so man das so nennen mag, eingeschritten ist. Derart intrinsisch motiviert macht er sich mit seinem Kollegen und gleichzeitig auch Freund auf die Spuren- und Tätersuche. Und (man) stößt dabei auf einen alleinerziehenden Vater, eine Putzfimmel-habende Mutter und den Nachwuchs einer Justiziarin in höchsten Ämtern.

Auf 90 Minuten kulminiert kommen dabei ebenfalls die Themen Rechtsprechung, Laubsammeln, Inserminationen und Ergebnisse von Missbrauchsvorwürfen zur Sprache. Und natürlich kommt, ist ja heute so üblich, die CIS-investigative ‚Multifunktionsspezialistin‘ mit papierlosem Informationsbackground und Ermittlungen in Echtzeit nicht zu kurz. Soviel Zeit muss denn wohl sein, wenn man sich schon derart sensibler Themen widmet.

Und dieser Film zeigt gleichzeitig auf, was passieren kann, wenn Realität, Alleinerziehung bzw. Reichsein nebeneinader & aufeinander prallen. Gleichzeitig überrascht er mit einem erschreckend offenem Ende  …

Wer nun wissen möchte, warum Jeannine böse ist, dem sei dieser Film definitiv anempfohlen – nicht nur, um sich anschließend eine eigene Meinung dazu zu bilden: -> „Ohnmacht

Toll gespielt, inspirierter Plot, gutes Drehbuch und klasse umgesetzt: Bravo!

Und wer jetzt eine wirklich bezaubernde Frau sehen möchte,
der kann dies hier tun. Da gab’s ja noch den „Mann im Mond“.

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