Nun gut, die Überschrift mag ein wenig in die Irre führen – Aber die nachfolgende „Maskulistische Filmkritik“ (initiiert durch Genderama) hat aus Männersicht (endlich) auch mal etwas positives aus der, sonst vorherrschenden ‚Märchenwelt‘ der ÖRs, zu vermelden. Man muss diese Meinung nicht teilen – aber aus meine Sicht stellt der gerade gesendete Film „Zorn – Tod und Regen“ einen Dammbruch im Vergleich zu den, normalerweise gender- und klischeegerecht zelebrierten „Tatort„-Sendungen dar.

Die Handlung in aller Kürze: In Halle, eine Stadt, die wohl gerade die ‚Fünfte Jahreszeit‘ hat, also den Monsun in aller Härte abbekommt, werden Frauen bewusslos geschlagen, um sie dann ausbluten zu lassen, wenn sie wieder wach werden. Anschließend sitzen sie ausgeblichen auf einer Bank vor einem Wehr. Die Ermittlungen führt ein erfrischend politisch inkorrekter Kommissar Zorn, der als Kette-rauchender eher ein Raubein ist (Horst Schimanski lässt grüßen; der Letzte Bulle auch).

Der Rest wird jetzt jetzt nicht weiter beschrieben, da er nicht die Spannung aus diesem hervorragend umgesetzten Plot nehmen will, geschrieben von den Autoren (Stephan Ludwig und Mark Schlichter).

Die Männer im Film: Durchgehend eigenständige Charaktere, die zwar teilweise bestimmten ‚Normmustern‘ entsprechen aber dennoch eigenständige Persönlichkeiten sind – mit all ihren Stärken, Macken aber auch Schwächen. Menschen eben!

Die Frauen: Eigentlich entsprechen sie im Film der oben genannten Beschreibung der Männer. Und sie sind ebenfalls realitätsnäher gezeichnet, als es uns andere , so genannte (Möchtegern-) ‚Straßenfeger‘ weißmachen wollen. Und auch sie zeigen das komplizierte Balzverhalten zwischen Mann und Frau, wie in der „Welt“ mit „nicht näher als 1,5m“ in dem Vorabartikel teilweise über „Zorn“ aufgezeigt wurde. Frauen eben, die „Shades of grey“ wohl auch toll finden.

Meine Meinung: Klasse gemacht, umgesetzt und gespielt von den Akteuren (u.a. Mišel Matičević, Katrin Bauerfeind, Axel Ranisch uvam.), differenziert umgesetzt vom Regisseur (Mark Schlichter) und dem Kameramann (Bendedict Neuenfels). Kleinere Misstimmungen mag ich dabei übrigens übersehen: Wie z.B. die angebliche Untrainiertheit des Kommissars bzw. das vorgebliche Niete-sein-im-Bett. Öffentlich Rechliche brauchen halt wohl etwas länger, um ihre Schubladen abzulegen …

Selbstverständlich kollabiert der feministische „Stern“ sofort und stantepede bzw. wird man im volksverdummenden „Fernsehgericht“ nicht müde, vorab Negatives über den Film zu schreiben:

„… Dieser Zorn macht wütend …“, “ … diese tumbe Rolle [..] wirft die Frauenbewegung um 50 Jahre zurück“

Man darf raten, wer wohl solche ‚Kritiken‘ unter Schnappatmungserscheinungen schreibt – und kann sich dabei ruhig auch mal irren: Nicht Erich Kaestner sondern ein, zumindest beim Nachnamen, phonetisch sehr ähnlich klingender ‚Entmannzer‘ … (Der hier bewusst nicht verlinkt wird – da man die Artikel dort nicht kommentieren kann/darf).

Nun gut, dass sollte wohl neugierig genug auf die Bildung einer eigenen Meinung gemacht haben. Hier nun der Film für Selberentscheider in der ARD-Mediathek zum ansehen und prüfen:

Anmerkung: Erst ab 20:00 einsehbar
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