Als Nichtangehöriger der „Generation-Haltungsschaden“ betrachte ich diesen Irrsinn nur noch mit Schmunzeln. Ich weiß nicht, was mich mehr nervt: die Frauen in klackernden Plateauschuhen (vulgo ‚Salon-Trittchen‘) oder die „Smartphone-Zombies“ beiderlei Geschlechts (Entschuldigung, wenn ich die anderen 23 lt. Definition weglasse), welche mit ihrem sturen Blick aufs Display und gesenktem Kopf (gerne auch mal vor einer Rolltreppe stoppend) Gefahr laufen, in das Gleisbett zu fallen – wie neulich in der U-Bahn-Station erlebt.

Hauptsache die Generation „irgendwas mit Medien“ fühlt sich bei soviel ‚Medienkompetenz‘ eingebunden und ihr wird zugehört. Im wahrsten Sinne des Wortes wirken sie wie Zombies, falls sie das Ding nicht gerade für den Ursprungszweck lautstarker verbaler Kommunikation nutzen. Und gefühlt sind es in meinen Augen zu 80 Prozent Frauen, die wie Cyborgs an den Teilen kleben, als risse es ihr Herz heraus, wenn es mal in der Handtasche (oder dem Aktenkoffer) verbliebe.

Früher gab es ja den ‚Volksempfänger‘, nun hat die Welt geplättete Brickets, aus denen man die ‚Weisheiten‘ der Welt herauslesen kann. Und als wäre das nicht schlimm genug, lässt man nun auch noch jeden an seinen eigenen teilhaben: „Bin gerade in der Bahn, lese im Forum der Emma und finde
Maskus auch voll doof …“ – oder so ähnlich.

Tja, dabei gibt es doch so viele Gründe, sich nicht mit so einem Teil herumzuplacken – und ist es nicht schon schlimm genug, dass von jedem Menschen erwartet wird, permanent fernmündlich erreichbar zu sein? Aber das sehen die Anhänger der Gurus „whatsapp“, „twitter“, „simsen“, ‚ver-applen‘ etc.pp. wohl anders. Und übersehen, dass das Ding auch mal als Schminkspiegel taugen kann (im ausgeschalteten Zustand)
– übrigens mit erhobenem Haupt.

Man kann sich also durchaus auch mal emanzipieren vom Diktat.

Aber nun gut, ich trage ja auch keine Stöckelschuhe
*klack, klack, klack*

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