Im Hinblick auf die aktuellen ‚Inspirationen‘ der Humboldt-Universität, wo sich Frauen erdrückt fühlen (könnten), da das „er“ oder ein, das generische Maskulinum berücksichtender Titel, Namen, etc., irgendwie „irritierend“ sei, ist es an der Zeit, endlich mal konstruktive Gegenentwürfe zu bringen:

Ab sofort sollte in allen Wörtern, das die Männer irritierenden „sie“ nicht mehr zugemutet werden. Gleiches gilt übrigens auch für phonetisch ähnliche Dinge, wie zum Beispiel Persil, was schreibe ich, ‚Pererl‘ natürlich – denn dann „weiß Mann“ endlich, was er hat. Und natürlich wird das desavouriende „die“ auch noch gründlich eliminiert in diesem Seminar der ‚emmanzer-Grundschule‘.

Um Trigger- und Spoilerschäden zu vermeiden und dennoch niemanden zu ‚untergleichstellen‘, gibt es nun ein einfaches Kompendium zur ‚gender-sensiblen‘ Sprache, übrigens weder inspiriert, noch dekonstruiert durch die “Feministisch Gleichhandeln”-Arbeitsgruppe, sondern intoniert vom singulären Arbeitskreis „Maskulistisch Gleichbehandeln“. Ein hofftentlich, auch für Berliner Unis, inspirierender Entwurf dieser, als Ich-AG handelnden Person:

– Alle Wörter, die das SIE & IHR oder DIES enthalten, werden entsprechend durch ein ersetzendes ES im Text substituiert
– Jedes DIE ist triggernd für Männer und wird zukünftig daher nur noch unter DAS gleichstellend subsummiert
– Weibliche Berufsbezeichnungen bekommen künftig ein „Y“ (Chromosomen und so) hintenangestellt

Gut, dass waren jetzt nicht 40 Seiten Vorgaben, wie es diese Empörten und weiblichen Ideologen aus der (merkwürdigen) Arbeitsgruppe gemacht haben. Aber das Ergebnis dürfte in etwa zu einem Gleichstand führen und zu hoffentlich mehr Sensibilität in solchen, von sich selbst bewegt polarisierenden Kreisen beitragen.

*Achtung, Spoiler- und Triggerwarnung*

Der nachfolgende Text geht so gar nicht, denn er irritiert und unterdrückt Männer ungemein – und, viel schlimmer, er zeigt die herrschende matriarchalische ‚Suppressive Action‘ beim ‚Semantic-Pray-Gap‘:

„Sie, symphatische und attraktive Krankenschwester, sucht ihn, der sie inspiriert, motiviert und mit ihr über Sieben Brücken gehen will. Du solltest mit dem Küchensieb ebenso zärtlich umgehen können wie mit mir, dann bring ich dich in die Sphären, von denen du nicht mal ahntest vorher. Die Sonne wird ewig über dir scheinen und der siebte Himmel ist nicht nur zum greifen nah für dich. Wenn du nun auch noch kinderlieb bist, es sind nur sieben, solvent und dir die Kontostände nicht wichtig sind, dann bist du der richtige für mich. Im Moment mache ich übrigens ein Abendstudium und werde hoffentlich im Anschluss eine Sozialpädagogin. Wenn dir das gefällt, dann können wir dies gemeinsam erleben“

Da kann man ja nur noch kollabieren! Aber nach der Einnahme meiner Beruhigungstabletten (Kiste Bier) und einer ad-hoc-Therapiesitzung (Motörhead und Nachbarin mit viel „er“ triezen) bin ich nun, Stunden später, endlich wieder in der Lage diesen Text ins Norm(al)deutsche zu übersetzen:

„Es, symphatische und attraktive KrankenY, sucht ihn, der es inspiriert, motiviert und mit es über esben Brücken gehen will. Du solltest mit dem Küchenes ebenso zärtlich umgehen können wie mit es, dann bring ich dich in das Sphären, von denen du nicht mal ahntest vorher. Das Sonne wird ewig über dir scheinen und der este Himmel ist nicht nur zum greifen nah für dich. Wenn du nun auch noch kinderlieb bist, es sind nur esben, solvent und dir das Kontostände nicht wichtig sind, dann bist du der richtige für mich. Im Moment mache ich übrigens ein Abendstudium und werde hoffentlich im Anschluss eine SozialpädagogY. Wenn dir das gefällt, dann können wir des gemeinsam erleben“

Geht doch so, für den Anfang – und ist vor allen Dingen viel lesbarer. Weitere Vorschläge für eine männersensitive Sprache und Verfeinerung bzw. Ergänzung bitte an TotalBetroffener@emannzer.huY.berlin – oder direkt im Kommentarbereich.

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