Bzw. hin zu einer maskulistischen Filmkritik: Eine Überschrift und Anregung, welche ich gerne vom Initiator des Blogs „Genderama“ übernehme. Heute geht es mal um die Dauerserie Tatort, welche nun schon seit Jahrzehnten läuft.

Der Inhalt ist schnell erzählt: In „Der Hammer“ ermittelt ein Kommissar Thiele mit seinem distinguiertem Counterpart und Pathologem Boerne in drei Mordfällen im ‚Bordell-Politik-Bauherren-Milieu‘, welche von einem selbsternannten Superhelden ausgehen und in der dieser, als Chemiker, nicht nur die Gesichter verätzt, sondern auch jeden Totschlag per Markierungshammer aus der Forstindustrie numeriert (was Boerne an Schweineköpfen nachvollzieht). Ungeachtet dessen fällt auf, dass dieser Film zwischen Klamauk und Brutalität versucht zu balancieren, was ihm aber trotz allen Unterhaltungswertes, mehr oder weniger, nicht so ganz gelingen will.

Der Täter, welcher sich als ein, seit 8 Jahren entsorgter Familienvater -ohne Kontakt zu den eigenen Kindern- entpuppt, ist rein optisch schon so ge- oder verunstaltet, dass die Sympathie, oder eine mögliche Anteilnahme, des Zuschauers gegen Null tendieren dürfte – während der Polizist und der Gerichtsmediziner so richtig menschelnd rüberkommen können. Das ist dann wohl also der Staatsauftrag bezüglich unserer heiligen Demokratieabgabe.

Dennoch: Der wohl ehrlichste und auch kürzeste Punkt ist augenscheinlich sicherlich jener, wo eine Kommissarin auf die Menschlichkeit verweist und meint: „Er wurde durch die Scheidung finanziell ruiniert und darf seine Kinder nicht mehr sehen, die arme Sau ..“

Das war es dann aber auch schon mit der (immerhin) kurz gezeigten Empathie.
Und der selbsternannte Held richtet sich am Ende selbst; per Absturz
– und niemanden interessiert es im Anschluss besonders.

Denn es wurden alle Clichés bedient

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