Die aktuelle Pisa-Studie stellt fest:

Deutsche Mädchen schwächeln beim Problemlösen

Eine weltweite Vergleichsstudie zeigt, wie gut Schüler für Alltagsprobleme gerüstet sind. Deutschland liegt zwar im oberen Mittelfeld der Industrieländer – wichtige Gruppen allerdings bleiben zurück

[..] Aufhorchen dürften Politiker in Deutschland angesichts des Grabens, der sich zwischen Mädchen und Jungen auftut: In der Spitzengruppe der Problemlöser sind hierzulande zu 60 Prozent Jungen und nur zu 40 Prozent Mädchen vertreten. Gleichauf dagegen liegen beide Geschlechter bei den Leistungsschwachen. Mehr Mädchen als Jungen allerdings bleiben im Mittelfeld stecken.

Und was passiert als Reaktion darauf, dass Jungen im Bildungssystem (trotz aller Widrigkeiten) mal nicht benachteiligt sind, wie der Autor Arne Hoffmann in seinem Buch „Rettet unsere Söhne“ eindrucksvoll belegt hat? Sagt eine ehemalige ‚Familienministerin‘ Ursula von der Leyen nun zum schlechteren Abschneiden der Mädchen den selben Satz: „Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen“ vice versa mit anderen Rollen? (Quelle: Der Spiegel, 35/2008)

Nein da kommt dann nichts in dieser Richtung, denn es betrifft ja das falsche Geschlecht, welches mal vorne liegt. Und das geht so nicht: Mädchen sind immer die besseren Schüler  und dieses hat, als solches, gefälligst erhalten und geschützt zu werden. Und wenn die Politik da schon nicht einschreitet, dann fühlen sich eben die Medien gefordert. Die „Welt“ zimmert und konstruiert also ideologiegerichtet in Gestalt eines Artikels von Inga Michler (schon) wieder ein neues Opfer-Abo und weiß angeblich, wer die Schuldigen sind:

Mädchen dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Die OECD schaut beim neuen Pisa-Test besonders auf die Kompetenz des Problemlösens. Hier schneiden deutsche Mädchen auffällig schwach ab. Verantwortlich dafür sind althergebrachte Rollenbilder.

In einem Plädoyer, das ohne jedes Argument auskommt, aber „aufrütteln“ soll, fordert die Autorin, dass hierzulande dringender Handlungsbedarf in Politik und Gesellschaft zu bestehen hat:

„… Sie gehen ganz offensichtlich weniger kreativ an Alltagsprobleme heran, haben weniger Mut, neue Lösungen auszuprobieren. So finden sich in der Spitzengruppe der Problemlöser 60 Prozent Jungen und nur 40 Prozent Mädchen. ..“

Die Problemlösung kann laut Frau Michler nur in der Abschaffung aller alten Rollenbilder liegen, wie sie in ihrem Artikel über das Ergebnis der Studie eindringlichst und dramatisch mit dem „Finger in die Wunde“ darzulegen versucht. Mit keinem Wort wird dabei auf die Situation von Jungen hingewiesen, sondern sie sieht die „Mädchen auf der Strecke gelassen“ und die Zukunft des Landes in Gefahr.

Lesenswerte Kommentare.

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